Schriftliche Frage 81 von Uwe Schulz (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung den Umstand, dass China nicht nur in klassischen Industriebranchen, sondern auch im Kernbereich deutscher W…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 8. September 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 81 von Uwe Schulz (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung den Umstand, dass China nicht nur in klassischen Industriebranchen, sondern auch im Kernbereich deutscher W…
Frage 81 (Uwe Schulz, AfD):
Wie bewertet die Bundesregierung den Umstand, dass China nicht nur in klassischen Industriebranchen, sondern auch im Kernbereich deutscher Wertschöpfung – insbesondere im Fahrzeugbau – Marktanteile gewinnt, und welche Konsequenzen zieht sie daraus für ihre bislang auf internationalen Freihandel ausgerichtete Strategie?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 8. September 2025:
Das in vielen Sektoren im internationalen Vergleich leistungsstarke industrielle Ökosystem in China resultiert auch aus der gezielten Schaffung förderlicher Standortbedingungen in Kombination mit einer strategischen, zum Teil stark wettbewerbsverzerrenden Industriepolitik. Die chinesische Industrie vereinigt in der Folge mittlerweile etwa ein Drittel der globalen industriellen Wertschöpfung auf sich und setzt die deutsche Industrie auch in ihren Kerndomänen Auto- und Maschinenbau sowie Chemie nicht nur in China, sondern auch auf Drittmärkten inklusive dem EU-Markt zunehmend unter Druck. Um die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb zu unterstützen, ist die Bundesregierung bestrebt, die Innovations- und internationale Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland zu verbessern und attraktive Bedingungen für Investitionen in Deutschland zu schaffen. Erste Maßnahmen wie den sogenannten Investitionsbooster, die Modernisierung des Vergaberechts und die Entlastungen bei den Strompreisen hat die Bundesregierung bereits umgesetzt. Flankierend unterstützt sie die Anwendung der handelspolitischen Instrumente der EU, um potentielle Wettbewerbsverzerrungen durch China zu adressieren. Gleichzeitig fördert der Abschluss neuer Freihandelsabkommen durch den Abbau tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse die Erschließung neuer Wachstumsmärkte. Besondere Bedeutung kommt der Finalisierung des EU- MERCOSUR-Abkommens und den laufenden Verhandlungen mit Partnerländern im Indo-Pazifik zu. Zu den generellen Auswirkungen auf den Industriesektor verweist die Bundesregierung auf ihre Antwort zu Frage 80.
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