polradar

Schriftliche Frage 123 von Dr. Michael Blos (AfD): Wie ist der Stand der Vorbereitungen von Maßnahmen hinsichtlich des prognostizierten stark verminderten Zuflusses zur Spree infolge der Flut…

dip / schriftliche_frage 06.06.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 2. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 123 von Dr. Michael Blos (AfD): Wie ist der Stand der Vorbereitungen von Maßnahmen hinsichtlich des prognostizierten stark verminderten Zuflusses zur Spree infolge der Flut… Frage 123 (Dr. Michael Blos, AfD): Wie ist der Stand der Vorbereitungen von Maßnahmen hinsichtlich des prognostizierten stark verminderten Zuflusses zur Spree infolge der Flutung der Braunkohlegruben in der Lausitz und der mitteldeutschen Förderregion? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Carsten Träger vom 5. Juni 2025: Es liegt die Studie „Wasserwirtschaftliche Folgen des Braunkohleausstiegs in der Lausitz“ vor, die das Umweltbundesamt (UBA) auf Wunsch des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages der 19. Wahlperiode (Ausschussdrucksache 19(8)5418, Seite 2 Punkt 4) im Jahr 2020 in Auftrag gegeben hatte. Sie beinhaltet eine systematische und umfassende Betrachtung der wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohlebergbaus im Lausitzer Revier (mit Fokus auf dem Spreegebiet) im Ist- Zustand und leitet Handlungsoptionen im Zusammenhang mit dem Braunkohleausstieg in der Lausitz ab. Die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin haben bereits mehrere Projekte geplant bzw. führen sie durch. Die Herausforderungen bei den Themen Wassermenge und -güte in der Lausitz lassen sich nur durch eine eng abgestimmte Bewirtschaftung der Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin bewältigen. Es sind detaillierte Kenntnisse der Verhältnisse vor Ort und vielfältige Bewirtschaftungsentscheidungen, z. B. über Nutzungskonkurrenzen, erforderlich, die immer wieder den sich weiterentwickelnden Verhältnissen angepasst werden müssen. Im Jahr 2024 hat der Bund (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)) gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen die Finanzierung der Erarbeitung eines Grundwassermodells für die Lausitz sichergestellt. Das Grundwassermodell Lausitz soll als länderübergreifendes Steuerungs-, Kontrollund Überwachungsinstrument für ein strategisches Wassermanagement in der Lausitz dienen. Mit dem Grundwassermodell können vielfältige Fragestellungen der Wasserwirtschaft zur Bewältigung der Folgen des Braunkohleausstiegs und zur Unterstützung des Strukturwandels beantwortet werden. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Großraummodell Lausitz“ ist die übergeordnete strategische Arbeitsgruppe im Projekt und arbeitet seit Anfang 2021, unter Leitung des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, an der Realisierung des Grundwassermodells Lausitz. Der Bund ist durch das BMUKN und das BMWE vertreten.

Relationen