Schriftliche Frage 99 von Julia-Christina Stange (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den Zusammenhang von Armut und (psychischer) Gesundheit insbesondere im Hinblick auf Kinder u…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 12. Januar 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit unterstützt die translationale Forschung im Bereich Phagentherapeutika im Rahmen seiner BMFTR-geförderten Kooperationen mit dem DZIF und den Initiativen Combating Antibiotic-Resistant Bacteria Biopharmaceutical Accelerator (CARB-X) und INCATE (INCubator for Antibacterial Therapies in Europe). Darüber hinaus wurden vom Europäischen Forschungsrat auch Mittel zur Förderung entsprechender Forschungsvorhaben unter Beteiligung Deutschlands vergeben (PHAGE-PRO, RIBO-PHAGE), die Strategien zur Steigerung des Targetings von Phagen umfassen..
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Schriftliche Frage 99 von Julia-Christina Stange (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den Zusammenhang von Armut und (psychischer) Gesundheit insbesondere im Hinblick auf Kinder u…
Frage 99 (Julia-Christina Stange, Die Linke):
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den Zusammenhang von Armut und (psychischer) Gesundheit insbesondere im Hinblick auf Kinder und Jugendliche, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Politik der Bundesregierung (bitte ausführen, welche Maßnahmen konkret ergriffen werden)?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 12. Januar 2026:
Die Gesundheit wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst, zu denen auch armutsbedingte Belastungen zählen. Nähere Informationen zu dem Zusammenhang von Armut und Gesundheit und den Konsequenzen für die Politik der Bundesregierung finden sich im Siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der am 3. Dezember 2025 vom Bundeskabinett beschlossen wurde sowie im Ersten Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“. Beispielhaft sei hier auf die Ausführungen im Siebten Armuts- und Reichtumsbericht zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche auf deren (psychische) Gesundheit auf S. 503 verwiesen. Die dort zitierte COPSY-Studie kommt in der 8. Befragungswelle (veröffentlicht nach dem Ende des Berichtszeitraumes des Siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung) unter anderem zu dem Befund, dass zu den Risikofaktoren einer besonders gefährdeten psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen ein niedriges Bildungsniveau der Eltern, psychische Probleme der Eltern, ein Migrationshintergrund und beengte Wohnverhältnisse zählen. Diese Kinder und Jugendlichen hätten ein 1,5-mal höheres Risiko für eine verminderte gesundheitsbezogene Lebensqualität und ein 2,3-mal höheres Risiko für psychische Probleme. Im Gegensatz dazu hätten Kinder und Jugendliche mit starken persönlichen, familiären und sozialen Ressourcen ein deutlich geringeres Risiko für schlechte psychische Gesundheitsergebnisse.
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