Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA)
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Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA)
Tätigkeit: Plattform, Netzwerk, Interessengemeinschaft, Denkfabrik, Initiative, Aktionsbündnis o. ä.
Die Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) ist ein Zusammenschluss von katholischen Verbänden und Institutionen, die sich für die Belange und Interessen von Alleinerziehenden mit ihren Kindern einsetzt. Im Fokus der Interessensvertretung stehen vor allem Frauen als alleinerziehende Mütter.
Mitglieder der AGIA sind die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein (SkF), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG). Eine Vertreterin der Bundeskonferenz Alleinerziehenden-Seelsorge ist kooptiertes Mitglied.
Die AGIA äußert sich zu Gesetzesvorhaben und aktuellen politischen Themen und beteiligt sich an Diskussionen zu Rahmenbedingungen für Familien in Kirche und Gesellschaft.
Ziel der AGIA ist die Verbesserung von sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen von Ein-Eltern-Familien in allen Teilen von Gesellschaft. Von allen Familien benötigen insbesondere Alleinerziehende und ihre Kinder gute Lebensbedingungen, um an allen gesellschaftlich relevanten Lebensbereichen teilhaben zu können.
Der SkF Gesamtverein e.V. nimmt als federführender Verband in der AGIA die geschäftsführenden Aufgaben wahr. Die AGIA kooperiert mit anderen Alleinerziehendenorganisationen.
Interessenbereiche: Geschlechterpolitik; Grundsicherung; Gesundheitsförderung; Sonstiges im Bereich "Arbeit und Beschäftigung"; Sonstiges im Bereich "Soziale Sicherung"; Familienpolitik
Regelungsvorhaben:
- Einführung einer Steuergutschrift für Alleinerziehende in § 24b EStG: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nach § 24b EStG soll zu einer Steuergutschrift weiterentwickelt werden. Dies ist als Abzugsbetrag von der Steuerschuld auszugestalten.
- Vorgesehene Reform des Unterhaltsrechts: Die angekündigte Reform des Unterhaltsrechts wird begrüßt, wir legen den Fokus auf ein faires Unterhaltsrecht, das auch die Situation der vor der elterlichen Trennung bisher geleisteten Sorgearbeit ausreichend berücksichtigt.
- Vorgesehene Reform des Kindschaftsrechts - Umgangsrecht: Bei der Reform des Kindschaftsrechts und der Modernisierung des Kindschafts- und Umgangsrechts ist besonders auf das Kindeswohl und die Kinderrechte zu achten. Die AGIA wird den Regelungsentwurf fachlich mit der Perspektive der Kindeswohldienlichkeit und des Schutzbedarfes von Gewalt betroffenen Mütter und ihren Kindern Stellung beziehen.
- Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG): Es wird eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes gefordert: Das Kindergeld soll nicht mehr vollständig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden, sondern zur Hälfte wie beim Kindesunterhalt.
Relationen
Keine Relationen.