Schriftliche Frage 203 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie begründet die Bundesregierung, dass chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen trotz rund 14 Millionen Betroffener in Deutschland (www.…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 5. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 203 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie begründet die Bundesregierung, dass chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen trotz rund 14 Millionen Betroffener in Deutschland (www.…
Frage 203 (Johannes Wagner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Wie begründet die Bundesregierung, dass chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen trotz rund 14 Millionen Betroffener in Deutschland (www.thieme-connect.com/products/ejournals/abs tract/10.1055/a-2825-3927) bislang nicht zu den vorrangigen Handlungsfeldern der nationalen Präventionspolitik zählen, und sieht sie hier im Rahmen der Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes Änderungsbedarf?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Christiane Schenderlein vom 8. Oktober 2026:
Die Bundesregierung verfolgt bei der Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) einen krankheitsübergreifenden Ansatz, der gemeinsame Risikofaktoren wie Rauchen, gesundheitsschädigenden Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung in den Blick nimmt. Durch diesen krankheitsübergreifenden Ansatz können in der Prävention der bevölkerungsmedizinisch bedeutsamsten NCD, zu denen auch chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen zählen, wichtige Synergien genutzt, Mehrfachstrukturen vermieden und Ressourcen geschont werden. Auch die auf der Grundlage der mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) fortentwickelten Leistungen der Krankenkassen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention fokussieren auf die oben genannten Risikofaktoren. Unter anderem fördern die Krankenkassen den Verzicht auf das Rauchen, das der bedeutsamste einzelne individuell vermeidbare Risikofaktor für die Entstehung und die Verschlimmerung von zahlreichen chronischen Krankheiten ist, zu denen auch chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen zählen. Konkrete Festlegungen zur Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes sind noch nicht getroffen.
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