Rede von Reinhard Grindel (CDU/CSU) – Grindel, Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Peter
Teil von Protokoll der 73. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP ZP 6: Grindel, Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Peter.
Text
Rede von Reinhard Grindel (CDU/CSU) – Grindel, Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Peter
Das Entscheidende bei der Diskussion, lieber Kollege
Otto – ich will Ihnen das erklären –, war die Frage, ob es
angesichts der öffentlichen Debatte und des Umstands,
dass es hier um Gebühreneinnahmen von etwa
5 Millionen Euro geht – das ist ja keine große Summe –,
(Hans-Joachim Otto [Frankfurt] [FDP]:
Lächerlich!)
notwendig war, mehr oder weniger aus strategischen
Gründen jetzt diese Entscheidung in der
Ministerpräsidentenkonferenz zu fällen. Da kann man
unterschiedlicher Meinung sein. Mit einem Stimmenverhältnis von
15 : 1 hat man sich in der Ministerpräsidentenkonferenzfür die Linie, die mit dem Rundfunkstaatsvertrag
eingeschlagen worden ist, entschieden.
(Jörg Tauss [SPD]: Inklusive der FDP-
Länder!)
Ich halte das für richtig und habe die Anmerkungen
des Staatsministers auch nicht dem Grunde nach
verstanden, sondern mehr formell, ob es notwendig ist, zu
diesem Zeitpunkt diese Entscheidung zu treffen oder dafür
zu sorgen, mehr über die wahren Sachverhalte
aufzuklären, dass es um keine zusätzliche Gebühr geht, sondern
um die Umsetzung des Rundfunkstaatsvertrags und einer
Regelung, die klar macht: Wenn man mit einem Gerät
Radio oder später einmal Fernsehen empfangen kann
und kein anderes Gerät angemeldet hat, dann muss man
eine Gebühr dafür zahlen. Um nicht mehr und nicht
weniger ging es. Da sind der Kulturstaatsminister und
unsere Fraktion völlig einer Meinung.