Rede von Eckart von Klaeden (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 15. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Eckart von Klaeden (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Wäre es dann nicht sinnvoll gewesen, bei dem
Ministerium, das sich fachlich federführend mit diesen Fragen
beschäftigt, eine entsprechende Auskunft einzuholen?
Wenn Sie sagen, dass das früher nicht üblich gewesen
sei: Könnten wir aus diesem Fall nicht lernen, dass man
das vielleicht in Zukunft tut? Sie haben eben gesagt, man
könne schließlich nicht auch noch im
Kreisverwaltungsreferat in München anrufen. Da bin ich völlig Ihrer
Ansicht, zumal der Kollege Uhl es nicht mehr leitet. Aber
ich finde, das Auswärtige Amt hätte man durchaus
fragen können,
(Dr. Hans-Peter Uhl [CDU/CSU]: Zum
Beispiel!)
da der Versicherungszweck so eindeutig ist.
Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister der Finanzen:
Herr Kollege von Klaeden, ich will nicht bestreiten,
dass, sollte es erneut zu einer solchen Fallgestaltung
kommen, das Bundesamt für
Finanzdienstleistungsaufsicht im Zweifelsfall im Auswärtigen Amt nachfragenwürde. Es ist klar, dass man aus Erfahrung lernt; das ist
selbstverständlich. Andererseits ist die Art der
Versicherung natürlich nicht immer ersichtlich. Man kann auch
Versicherungen abschließen, die besondere Risiken
abdecken, von denen man nicht weiß, wie sie im Einzelnen
genutzt werden, welche Auswirkungen sie eventuell
haben und ob sie möglicherweise sogar kriminell genutzt
werden können. Für alle Zukunft kann man so etwas
nicht ausschließen.
(Eckart von Klaeden [CDU/CSU]: Kann man
nicht ausschließen! Aber wenn der Laden
schon Reise-Schutz AG heißt!)