Rede von Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Plenarprotokoll 16/162
Danke schön. – Herr Staatssekretär, nun haben Sie
selber in dem Schreiben an die Innenministerkonferenz,in dem Sie dieses Thema als Besprechungspunkt
angemeldet haben, geschrieben, dass ein Vorteil des Ganzen
sei, dass das TKÜ-Fachpersonal dadurch eine räumlich
und organisatorisch enge Zusammenarbeit habe. Wenn
also das Personal vor Ort eng zusammenarbeitet, wie
wollen Sie dann verhindern, dass bei dieser Gelegenheit
auch über den Inhalt der Tätigkeit, über das, was dieses
Personal in Erfahrung bringt, geredet wird, dass man
sich darüber austauscht? Welche Vorstellungen haben
Sie, um die Personen voneinander abzuschotten?
Dr. Christoph Bergner, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister des Innern:
Die Zusammenarbeit und die entsprechende
Kompetenzsteigerung im Service- und Kompetenzzentrum
beziehen sich auf die technischen Leistungen, also sowohl
auf angemessene Reaktionen auf Entwicklungen in der
Telekommunikationstechnik als auch auf eine
angemessene Wahrnehmung technischer Möglichkeiten, die sich
im Bereich der Überwachungstechnik ergeben. Wie Sie
wissen, haben wir es hier mit einem sehr dynamischen
Entwicklungsfeld zu tun. Allein die Innovationsdichte in
diesem Sektor ist sehr groß. Der Grundgedanke der
Zusammenfassung in einer Service- und Kompetenzstelle
beruht darauf, dass die Einzelbehörden mit der
Verfolgung einer so dynamischen Entwicklung in diesem
Technikfeld überfordert würden, wenn diese Aufgabe
aufgesplittet bei verschiedenen Behörden
wahrgenommen werden müsste.
Das ist der eigentliche Grund für die
Zusammenfassung und auch dafür, dass man diese beiden Zentren
beim Bundesverwaltungsamt aufbauen möchte. Es geht
nicht um Datenaustausch, und es geht auch nicht darum,
die organisatorische Trennung der Ermittlungsbehörden
in irgendeiner Weise aufzuheben.