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Rede von Dr. Peter Danckert (SPD) – Drucksache 16/2092

dip / rede 22.03.2007 · WP 16 · Original ↗

Teil von Protokoll der 88. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 9: Drucksache 16/2092 –.

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Text

Rede von Dr. Peter Danckert (SPD) – Drucksache 16/2092 Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir diskutieren hier heute zum ersten Mal den 11. Sportbericht, den die Bundesregierung uns vorgelegt hat. Herr Parlamentarischer Staatssekretär, bitte grüßen Sie den Sportminister, der offensichtlich heute leider nicht anwesend sein kann, und richten Sie ihm aus, dass ich es zumindest bemerkenswert finde, dass in seinem Vorwort auch das Parlament mit einem Satz erwähnt wird. Dies geschieht allerdings in einer etwas seltsamen Akzentuierung; denn dieser Sportbericht betrifft die Jahre 2002 bis 2005 und somit in erster Linie die Regierungszeit der rot-grünen Koalition, der Minister bezieht sich aber auf die Große Koalition. Er ist der Zeit in diesem Punkt sozusagen etwas voraus und hat andere Akzente gesetzt. Aber immerhin wird an dieser Stelle einmal das Parlament erwähnt. (Vorsitz: Vizepräsidentin Katrin Göring- Eckardt) Ich will ganz deutlich machen, was ich mit diesem kurzen Hinweis meine: Der Bericht liest sich so, als sei nur die Bundesregierung für den Sport zuständig. An dieser Stelle möchte ich einmal als Parlamentarier sagen: Wir sind diejenigen, die der Bundesregierung – welcher Couleur auch immer – die Möglichkeit geben, im Spitzensport tätig zu werden. Mir wäre sehr daran gelegen, wenn im Sportbericht der Bundesregierung zum Ausdruck kommen würde, dass es nicht das Bundesinnenministerium, das Außenministerium und das Verteidigungsministerium sind, sondern dass die Haushälter – unter uns sind ja einige; jedenfalls waren eben einige da – es sind, die Mittel zur Verfügung stellen, damit die Bundesregierung erfolgreich agieren kann. Ich habe neulich bei einem persönlichen Besuch in dem renommierten FES-Institut deutlich gemacht, dass deren Mittel durch das Parlament bereitgestellt werden. Das Institut hat dann in einem Entwurf, der Ihrem Hause zugeleitet worden ist, darauf verwiesen und dem Parlament für diese Bereitstellung der Mittel gedankt. Was ist dann passiert? Ein Mitarbeiter Ihres Hauses hat diesen Satz herausstreichen lassen, sodass niemand auf die Idee kommt, das Parlament wäre daran beteiligt. Ich bitte Sie – ich glaube, im Namen vieler hier – sehr herzlich, dafür zu sorgen, dass das Parlament in der nächsten Debatte über den Sportbericht gewürdigt wird. (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und der FDP) Denn wie hat Herr Kollege Lammert, unser Präsident, gesagt: Wir sind der Auftraggeber und nicht derjenige, der alles nur absegnet. Lassen Sie mich in den letzten Minuten meiner Redezeit noch ein paar Stichworte ansprechen. Wenn wir Mittel bereitstellen, dann müssen wir sehen, wie sie einge-setzt werden. Hier ist darüber debattiert worden – ich finde, das sollten wir einer gründlichen Debatte unterziehen –, wie wir in Zukunft die Bundesleistungsstützpunkte bzw. die Stützpunkte überhaupt in Deutschland organisieren sollten. Es ist der Hinweis gegeben worden, dass die Wintersportler in diesem Zusammenhang sehr fortschrittlich sind. Wir müssen zu einer Konzentration kommen, damit die Mittel effektiver eingesetzt werden.

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