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Schriftliche Frage 54 von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zu Einsparungen in welcher Höhe führt der Redispatch-Vorbehalt bei Erneuerbaren Energien?

dip / schriftliche_frage 30.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 26. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 54 von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zu Einsparungen in welcher Höhe führt der Redispatch-Vorbehalt bei Erneuerbaren Energien? Frage 54 (Michael Kellner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zu Einsparungen in welcher Höhe führt der Redispatch-Vorbehalt bei Erneuerbaren Energien? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 28. Oktober 2026: Das regionale Steuerungsinstrument (§ 14 Absatz 1d EnWG-E) soll anreizen, dass sich neue PV- bzw. Windenergie-Anlagen nicht an Umspannwerke anschließen, an denen bereits heute übermäßig viele Abregelungen (> 5 Prozent) stattfinden. Gutachterliche Untersuchungen (E‑Bridge) zeigen, dass sich im Jahr 2025 rund 9 Prozent der neuen Anlagen an Umspannwerke angeschlossen haben, die 2024 auf dieser Basis als kapazitätslimitiert eingestuft worden wären. Diese 9 Prozent haben im Jahr 2025 dann 72 Prozent des Redispatch-Anstiegs verursacht. Dieser überproportionale Zuwachs an Redispatchkosten soll durch das neue Instrument vermieden werden. Da nur ein geringer Anteil aller Umspannwerke von dem Steuerungsinstrument betroffen wäre, wird im Regierungsentwurf davon ausgegangen, dass der Zubau Erneuerbarer Energien nicht reduziert oder verteuert, sondern lediglich räumlich gesteuert wird. Wieviel genau an Redispatchkosten eingespart werden kann, hängt davon ab, wie viele Netzbetreiber das Instrument nutzen werden, wie viele Anlagenbetreiber die Möglichkeit ergreifen wollen, ihr Projekt trotz einer solchen Ausweisung gegebenenfalls mit Speichern zu errichten und wie sich die Redispatchkosten unabhängig von diesen Fragen aufgrund von Marktpreisen, Vorhaltekosten und weiteren Faktoren entwickeln. Umgekehrt ist es offensichtlich, dass ein „Weiter-so“ des ungesteuerten Zubaus und der Aufrechterhaltung des unkonditionierten Netzanschlussanspruchs die ohnehin schon steigenden Redispatchkosten noch weiter steigen lassen würde. Insgesamt ist somit von dem Steuerungsinstrument eine Senkung der Systemkosten im Stromsystem zu erwarten.

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