polradar

easyJet Europe Airline GmbH

lobbyregister / register_entry 06.03.2022 · Original ↗

Im Graph öffnen

Text

easyJet Europe Airline GmbH Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Im Mittelpunkt der Interessenvertretung in Deutschland steht der Austausch über zentrale luftverkehrspolitische Themen wie Luftverkehrssicherheit, die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Flugsicherung, die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland, nachhaltige Transformation des Sektors sowie die Verlässlichkeit von Liefer- und Wertschöpfungsketten. easyJet bringt sich hierzu mit Positionspapieren, Fachgesprächen und Dialogformaten ein, um die Perspektive einer paneuropäischen Fluggesellschaft mit starker Präsenz in Deutschland zu vermitteln und praxisorientierte Vorschläge zur Weiterentwicklung der regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen zu unterbreiten. easyJet steht in regelmäßigem Austausch mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung sowie den zuständigen Bundesministerien und nachgeordneten Behörden. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen an Fachveranstaltungen, parlamentarischen Abenden und Informationsformaten, um den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern zu fördern. In Einzelfällen werden auch Stellungnahmen zu konkreten Gesetzes- und Verordnungsvorhaben erarbeitet und an die zuständigen Stellen übermittelt. Ziel ist es, sicherzustellen, dass luftverkehrspolitische Maßnahmen die betrieblichen Realitäten berücksichtigen und den wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Beitrag von easyJet in Deutschland – insbesondere im Hinblick auf Konnektivität, Beschäftigung und bezahlbare Mobilität – angemessen einbeziehen. Interessenbereiche: Verkehrsinfrastruktur; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Allgemeine Energiepolitik; Sonstiges im Bereich "Energie"; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Wettbewerbsrecht; EU-Binnenmarkt; Tourismus; Personenverkehr; Arbeitsmarkt; Klimaschutz; Außenpolitik; Internationale Beziehungen; Verkehrspolitik; Sonstiges im Bereich "Innere Sicherheit"; Verbraucherschutz; Luft- und Raumfahrt; EU-Gesetzgebung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen Regelungsvorhaben: - Geografischer Geltungsbereich des EU ETS für Ermittlung von Nicht-CO2-Effekten des Luftverkehrs: easyJet plädiert dafür, entweder den ursprünglichen Anwendungsbereich des geplanten, EU-weiten Systems zur Überwachung, Meldung und Prüfung (MRV) zu belassen oder ihn zumindest für EU-Luftfahrtunternehmen beizubehalten und dass Standardwerte als Bemessungsgrundlage für alle Daten verwendet werden, die nicht von außereuropäischen Luftfahrtunternehmen vorgelegt werden. - Wettbewerbsfähige Standortkosten im deutschen Luftverkehr: easyJet setzt sich für eine wettbewerbsfähige Ausgestaltung der staatlich induzierten Standortkosten im deutschen Luftverkehr ein. Im europäischen Vergleich ist Deutschland durch hohe Abgaben und Gebühren stark belastet, was Wettbewerbsfähigkeit, Ticketpreise und Angebot beeinträchtigt. easyJet begrüßt daher politische Maßnahmen zur Entlastung des Luftverkehrs und plädiert für eine Überprüfung staatlicher Kostenbestandteile, insbesondere der Luftverkehrsteuer sowie der Flugsicherungs- und Luftsicherheitsgebühren. Ziel sind verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern, nachhaltige Luftfahrttechnologien unterstützen und einen wirtschaftlich tragfähigen sowie bezahlbaren Luftverkehrsstandort Deutschland sichern. - Abschaffung der nationalen PtL-Quote im BImSchG: easyJet setzt sich dafür ein, dass die nationale PtL-Quote im Bundes-Immissionsschutzgesetz (§37a Absatz 4a BImSchG) abgeschafft wird. In ihrer jetzigen Form schafft die nationale Quote Parallelstrukturen und damit Doppelbelastungen zur seit 2025 geltenden EU-Verordnung ReFuelEU Aviation. easyJet spricht sich für eine einheitliche europäische Regelung im Sinne von ReFuelEU Aviation aus, um Fragmentierung und nationale Alleingänge zu vermeiden. - Flexible Umsetzung des EU Entry/Exit Systems: easyJet setzt sich dafür ein, die Einführung des EU Entry/Exit Systems kurzfristig flexibel und pragmatisch zu handhaben, etwa durch eine frühzeitige partielle Aussetzung von EES Prozessen bei drohenden Störungen, mehr Entscheidungsbefugnisse auf Flughafenebene, eine bessere operative Vorbereitung an Flughäfen sowie den beschleunigten Ausbau von Personal, Infrastruktur und Vorabregistrierungslösungen. - Pragmatische Umsetzung der reformierten EU-Fluggastrechteverordnung (EU261/2004): easyJet setzt sich für eine europaweit einheitliche und verhältnismäßige Umsetzung der reformierten EU-Fluggastrechteverordnung ein. Dazu gehören eine konsistente Auslegung der neuen Vorschriften in allen Mitgliedstaaten, eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten bei Verspätungen und Annullierungen sowie eine Umsetzung, die ein hohes Verbraucherschutzniveau mit der operativen Realität des Luftverkehrs in Einklang bringt und unverhältnismäßige Mehrkosten für Passagiere und Fluggesellschaften vermeidet. - Verhältnismäßige Umsetzung des Gesetzes zum Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe: easyJet setzt sich für eine verhältnismäßige und praxistaugliche Ausgestaltung des Gesetzes zum Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe ein. Regulatorische Vorgaben sollten die tatsächliche Entwicklung des SAF-Marktes und verfügbare Produktionskapazitäten berücksichtigen. Dazu gehören klare Ausnahmeregelungen bei der Betankungspflicht, die Vermeidung zusätzlicher oder doppelter finanzieller Belastungen durch Gebühren und Sanktionen sowie die gezielte Verwendung von Sanktionseinnahmen zur Förderung des SAF-Hochlaufs. easyJet spricht sich zudem gegen eine Finanzierung des SAF-Hochlaufs über zusätzliche Ticketabgaben und für Maßnahmen zur Steigerung von Produktionskapazitäten und zur Sicherstellung einer möglichst flächendeckenden SAF-Verfügbarkeit an deutschen Verkehrsflughäfen aus. - ReFuelEU Aviation weiterentwickeln und SAF-Hochlauf fördern: easyJet setzt sich für eine Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens für nachhaltige Flugkraftstoffe ein, die den SAF-Hochlauf wirksam unterstützt und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Luftverkehrs sichert. Die eSAF-Unterquoten von ReFuelEU Aviation setzen wichtige Investitionssignale, reichen nach Auffassung von easyJet jedoch allein nicht aus, um erforderliche Produktionskapazitäten zu schaffen. easyJet befürwortet daher Maßnahmen zur Reduzierung von Investitionsrisiken, eine Verlängerung der ETS-Anreize für den SAF-Einsatz sowie eine Weiterentwicklung hin zu einem emissionsbasierten Anreizsystem. Im Rahmen der europäischen Überprüfung sollte zudem die Betankungspflicht für innereuropäische Flüge auf ihre Erforderlichkeit & Verhältnismäßigkeit geprüft werden.

Relationen

Keine Relationen.