Condor Flugdienst GmbH
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Condor Flugdienst GmbH
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Die Condor Flugdienst GmbH vertritt ihre politischen Interessen gegenüber nationalen, europäischen und internationalen Institutionen und Entscheidungsträgern in Politik & Administration. Wir stehen hierzu in regelmäßigem Austausch mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Behörden und Öffentlichkeit zu luftfahrtspezifischen politischen und regulatorischen Themen. Als international tätiges Luftfahrtunternehmen sind Verkehrs- und Überflugrechte zentral für unseren Geschäftsbetrieb. Diese werden auf zwischenstaatlicher Ebene verhandelt, weshalb wir eng mit den zuständigen Ministerien und Behörden zu aktuellen Entwicklungen wie etwa Einreiseregelungen zusammenarbeiten.
Die politische Arbeit erfolgt ganz wesentlich in engem Austausch mit den Luftfahrt- und Tourismusverbänden, in denen Condor als Mitglied vertreten ist.
Condor bringt ihre Gäste seit 1956 an die schönsten Urlaubsziele und in aufregende Metropolen. Jährlich fliegen rund 10 Millionen Gäste mit Condor zu mehr als 70 Zielen weltweit. Condor betreibt mit ihren über 5.500 Mitarbeitenden eine Flotte von rund 60 Flugzeugen, die vom unternehmenseigenen Wartungsbetrieb, der Condor Technik GmbH, nach höchsten Sicherheitsstandards an den Standorten Frankfurt und Düsseldorf gewartet werden. 2024 hat Condor die Erneuerung ihrer Langstreckenflotte abgeschlossen, die nun aus 18 effizienten Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A330neo besteht. Bis 2031 wird die A330neo-Flotte auf 25 Flugzeuge wachsen. Seit 2024 erneuert Condor darüber hinaus ihre komplette Kurz- und Mittelstreckenflotte und erhält voraussichtlich bis 2029 insgesamt 43 neue Flugzeuge der A32Xneo-Familie.
Interessenbereiche: Klimaschutz; Terrorismusbekämpfung; Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Schienenverkehr; Personenverkehr; Internationale Beziehungen; Verbraucherschutz; Digitalisierung; Allgemeine Energiepolitik; Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe; Wettbewerbsrecht; Außenpolitik; Güterverkehr; Datenschutz und Informationssicherheit; Außenwirtschaft; Arbeitsmarkt; Erneuerbare Energien; Luft- und Raumfahrt; Polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in der EU; Verkehrsinfrastruktur; Parlamentarisches Verfahren; Kommunikations- und Informationstechnik; Industriepolitik; Verkehrspolitik; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; EU-Binnenmarkt; EU-Gesetzgebung; Immissionsschutz; Tourismus; Fossile Energien
Regelungsvorhaben:
- Wettbewerbsneutraler Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF): Condor Airlines plädiert für einen wettbewerbsneutralen Hochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) im europäischen Luftverkehr. Um die ambitionierten Klimaziele in Deutschland und Europa zu erreichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Airlines zu sichern, sollten regulatorische Maßnahmen und Anreize so gestaltet werden, dass sie keine einseitigen Belastungen für EU-Unternehmen erzeugen. Essenziell sind dabei einheitliche EU-weite Regelungen, die die Produktion und den Einsatz von SAF fördern, ohne Verzerrungen im internationalen Wettbewerb zu verursachen. Investitionen in die Infrastruktur und Produktionskapazitäten für SAF müssen zielgerichtet verstärkt und durch effiziente angebotsorientierte Förderprogramme unterstützt werden.
- Staatliche Standortkosten wettbewerbsfähig ausgestalten: Condor Airlines fordert, die Standortkosten am Luftverkehrsstandort Deutschland wettbewerbsfähig zu gestalten. Angesichts der kontinuierlich und unverhältnismäßig stark steigenden staatlichen Abgaben und Gebühren plädiert Condor für eine spürbare Reduktion der staatlich induzierten Kosten, um die Leistungsfähigkeit der deutschen Luftverkehrsbranche nachhaltig zu sichern. Dazu gehören zuvorderst die Überprüfung und Anpassung der nationalen Luftverkehrsteuer, der Luftsicherheitsgebühren und der Flugsicherungsgebühren.
Grundsätzlich sollten zudem staatliche Mittel sowie solche, die aus dem Luftverkehr selbst generiert werden, gezielt für Investitionen in moderne Luftverkehrstechnologien und -infrastruktur verwendet werden, um so die Innovationsfähigkeit der Branche zukunftsfest zu stärken.
- EU-Kerosinsteuer ökologisch und ökonomisch ineffizient: Die Einführung einer europaweiten Besteuerung von Flugbenzin ist weder ökologisch (Carbon Leakage) noch ökonomisch (Wettbewerbsverzerrung) sinnvoll. Vielmehr würde die Einführung einer EU-Kerosinsteuer Airlines die nötigen Finanzmittel für die Reinvestition in nachhaltigere Technologien (SAF, neue Flugzeuge) entziehen. Condor Airlines plädiert daher dafür, im Rahmen der europäischen Energiesteuerrichtlinie (ETD) keine Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge einzuführen.
- Book-&-Claim-Mechanismus zur effizienten Skalierung des SAF-Marktes einführen: Insbesondere während der sensiblen SAF-Markthochlaufphase sollte zur Erfüllung der europaweit verbindlichen SAF-Quoten im Rahmen der Flexibilitätsperiode ein Book-&-Claim-Mechanismus eingeführt werden. Dieser Mechanismus stellt durch einen Zertifikatehandel sicher, dass ausreichend SAF standortunabhängig in Verkehr gebracht wird, Kosten und Emissionen gesenkt und Nachweissysteme effizient geführt werden können.
- Reform der EU-Verordnung 261/2004 entsprechend des Kommissionsvorschlags aus 2013: Condor Airlines spricht sich dafür aus, den Kommissionsvorschlag zur Reform der EU-Verordnung 261/2004 aus dem Jahr 2013 in der vorliegenden Fassung umzusetzen. Dabei wird insbesondere die Definition außergewöhnlicher Umstände und zumutbarer Maßnahmen sowie die Anpassung der Schwellenwerte für Verspätungen unterstützt.
- Kostenlose Zertifikate für die SAF-Betankung (SAF Allowances) beibehalten und ausbauen: Condor Airlines unterstützt die Verlängerung sowohl des Zeitraums als auch der Anzahl der sogenannten SAF-Zertifikate (“SAF Allowances”, offizieller Begriff: „FEETS“ = Fuels Eligible for ETS Support) für die Luftfahrt im EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) über die derzeit gesetzlich festgelegte Periode bis 2030 hinaus sowie die Ausweitung ihres Geltungsbereiches auf besonders wettbewerbsverzerrte Strecken, um bestehende einseitige Wettbewerbsnachteile für deutsche und europäische Fluggesellschaften im globalen Wettbewerb zielgerichtet zu minimieren.
- Einführung eines einheitlichen, nahtlosen und digitalen europäischen Luftraums (Single European Sky, SES): Condor Airlines befürwortet die Einführung eines einheitlichen europäischen Luftraums, der von politisch unabhängigen europäischen Regulierungsbehörden und eigenständigen nationalen Aufsichtsbehörden überwacht wird. Ziel ist es, die Effizienz und Organisation des EU-Flugverkehrsmanagements zielgerichtet zu verbessern, Kostenineffizienzen zu vermeiden und die System-Gesamtkosten nachhaltig zu senken.
- Beibehaltung der europäischen Verordnung zur Zuteilung von Flughafen-Slots (EU-Slot-Verordnung): Condor Airlines setzt sich dafür ein, die europäische Verordnung zur Zuteilung von Flughafen-Slots in ihrer derzeitigen Form beizubehalten und falls eine Überarbeitung gesetzlich angestrebt wird sicherzustellen, dass Änderungen einheitlich auf Grundlage von Empfehlungen internationaler Organisationen (insbesondere der WASG = World Airport Slot Guidelines) erfolgen.
- Ausbau der Anbindung deutscher Flughäfen an Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn unterstützen: Condor Airlines fordert, dass deutsche Flughäfen an das Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angebunden werden.
- Beibehaltung der Vorauszahlungspraxis im Luftverkehr: Condor Airlines setzt sich für die Beibehaltung der Vorauszahlungspraxis beim Flugticketkauf ein.
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