Verein zur Förderung der Steuergerechtigkeit e. V.
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Verein zur Förderung der Steuergerechtigkeit e. V.
Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO)
Der Verein zur Förderung der Steuergerechtigkeit e.V. ist der Trägerverein des Netzwerk Steuergerechtigkeit, in dem Gewerkschaften, kirchliche und entwicklungspolitische Organisationen, soziale Bewegungen, Umwelt- und Menschenrechtsverbände, wissenschaftliche Institutionen und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen sowie aktive Einzelpersonen zusammen arbeiten. Die Zwecke des Vereins sind a) die Förderung der Bildung in Bezug auf nationale und internationale Steuergerechtigkeit, unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Entwicklungsländern, b) die Förderung der Kriminalprävention in Bezug auf Geldwäsche und Steuerstraftaten und c) die Förderung des demokratischen Staatswesens in Bezug auf Steuern und Steuergerechtigkeit.
Um dies zu verwirklichen, erstellt der Verein Informations- und Bildungsmaterialien sowie wissenschaftliche Publikationen, organisiert und beteiligt sich an Arbeitsgruppen und Veranstaltungen, die sich an verschiedene Zielgruppen richten und an denen in Einzelfällen auch Vertreterinnen von Bundestag und Bundesregierung teilnehmen. Angestellte des Vereins nehmen an Anhörungen des Bundestags und anderen Dialogformaten teil.
Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Verwaltungstransparenz/Open Government; Entwicklungspolitik; Internationale Beziehungen; Kriminalitätsbekämpfung; EU-Gesetzgebung; Öffentlicher Dienst und öffentliche Verwaltung; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben
Regelungsvorhaben:
- Stärkung der Finanzkriminalitätsbekämpfung: Das Netzwerk Steuergerechtigkeit setzt sich für die Erweiterung der Transparenz und Stärkung der staatlichen Ermittlungskapazitäten ein.
- Bekämpfung der Vermögensverschleierung: Für die Bekämpfung von Vermögensverschleierung setzt das Netzwerk Steuergerechtigkeit sich für die Einbeziehung der Steuerbehörden und aktive Datenauswertung ein.
- Steuergerechtigkeit im Jahressteuergesetz: In Bezug auf das Jahressteuergesetz 2024 spricht sich das Netzwerk Steuergerechtigkeit für die Überführung der Steuerklassen 3 und 5 in das Faktorverfahren der Steuerklasse 4 und die Berücksichtigung von Investmentfonds-Anteilen für die Wegzugbesteuerung aus. Gleichzeitig spricht sich das Netzwerk Steuergerechtigkeit gegen die unbeschränkte Verrechnung von Verlusten aus Termingeschäften und die Erhöhung des Kinderfreibetrags ohne gleichzeitige Erhöhung des Kindergelds für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen aus.
- Aussprache gegen Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland: Das Netzwerk Steuergerechtigkeit spricht sich gegen diesen Gesetzesentwurf aus, da durch diesen nicht Zukunftsinvestitionen gestärkt, sondern große und profitable Unternehmen gefördert werden.
- Aussprache gegen Modernisierung des deutschen Unternehmensteuerrechts in der vorgeschlagenen Form: Das Netzwerk Steuergerechtigkeit spricht sich gegen den Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion aus. Der Vorschlag ist zu wenig zielgenau und würde erhebliche Mindereinnahmen verursachen.
- Referentenentwurf zum Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz (ZFG): Einsatz für eine operative, behördenübergreifende Zusammenarbeit zur Bearbeitung von komplexen Fällen auf Bundesebene in einer operativen Einheit, Einsatz für eine weitergehende Reform des Transparenzregisters für einfacheren Zugang für Personen mit berechtigtem Interesse und Verbesserung der Datenqualität
- Gesellschaft mit gebundenem Vermögen: Das Netzwerk Steuergerechtigkeit verfolgt die Debatte und unterstützt, dass die geplante neue Rechtsform der "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen" so ausgestaltet wird, dass sie in Bezug auf die Erbschaftsteuer eine dem Wert der Übertragung angemessene Besteuerung ohne neue Steuervermeidungsmodelle erhält.
Relationen
Keine Relationen.