UN Women Deutschland e.V.
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UN Women Deutschland e.V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Durch direkte Anschreiben oder Gesprächstermine wird unmittelbar der Kontakt mit Politiker*innen, insbesondere Mitgliedern des Deutschen Bundestages, gesucht. Im Schwerpunkt wird die Interessensvertretung ausgeübt, um angesichts der aktuellen Herausforderungen die Stärkung der Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter voranzubringen. Zudem werden Austausch- und Informationsveranstaltungen organisiert, zu denen regelmäßig auch Mitglieder des Deutschen Bundestages eingeladen werden, um diese an den Diskussionen teilhaben zu lassen und mit der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu bringen.
Interessenbereiche: Entwicklungspolitik; Außenpolitik; Geschlechterpolitik; Menschenrechte; Diversitätspolitik; Rechtspolitik
Regelungsvorhaben:
- Änderung des Strafgesetzbuches, Stärkung des strafrechtlichen Schutzes vor sogenannten K.o.Tropfen: Die Gesetzesreform sollte durch weitere Maßnahmen flankiert werden. Die alleinige
strafrechtliche Anpassung kann die in der Praxis bestehenden Herausforderungen nicht
vollständig lösen. Erforderlich sind daher u. a.:
- ein Ausbau bundesweit einheitlicher Standards für verpflichtende medizinische und
forensische Untersuchungen nach Verdacht der Verabreichung von K.o. Tropfen,
- spezifische Schulungsprogramme für Polizei, Justiz, Gesundheitswesen und
Beratungseinrichtungen,
- verstärkte Prävention und Aufklärung über Risiken und Erscheinungsformen von K.o.
Tropfen, insb. für junge Menschen und in der Nachtlebens- und
Veranstaltungsbranche.
Zudem sollte das Vorhaben in eine ressortübergreifende, umfassende
Gesamtstrategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt eingebettet werden.
- Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung und der Täterarbeit im Gewaltschutzgesetz: Eine elektronische Fußfessel ist keine umfassende Lösung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, sondern kann lediglich ein Bestandteil innerhalb einer umfassenden politischen Gesamtstrategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt sein.
UN Women Deutschland begrüßt den im Referent*innenentwurf vorgeschlagenen Ausbau von Täterarbeit. Die Verpflichtung von Gewalttätern zur Teilnahme an sozialen Trainingskursen sollte jedoch in ein Maßnahmenpaket eingebettet sein, das auf Prävention, Schutz und strukturelle Veränderungen abzielt. Daher fordert UN Women Deutschland von den politischen Entscheidungsträger*innen in Bund und Ländern erneut eine ressortübergreifende, umfassende Gesamtstrategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
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