ONTRAS Gastransport GmbH
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ONTRAS Gastransport GmbH
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
ONTRAS betreibt das 7.700 Kilometer lange Fernleitungsnetz in Ostdeutschland und verantwortet den zuverlässigen und effizienten Transport gasförmiger Energie. Als Fernleitungsnetzbetreiber gestalten wir die Zukunft der Gasinfrastruktur für ein klimaneutrales Energiesystem in Deutschland und Europa mit. Wir setzen uns für den klimaneutralen Gastransport sowie insbesondere die Transformation hin zum Transport klimaneutraler Gase wie z. B. Wasserstoff ein und realisieren konkrete Projekte. Dafür suchen wir den Dialog mit anderen Interessenvertretungen, Politik und Behörden, mit Wissenschaft und NGOs über die bestmögliche Ausgestaltung der Rahmenbedingungen. Tätigkeiten sind u. a. das Verfassen von Stellungnahmen, der direkte Austausch, Mitarbeit an Konzepten und Studien, Veranstaltungen und Verbandsarbeit.
Interessenbereiche: Allgemeine Energiepolitik; EU-Gesetzgebung; Energienetze; EU-Binnenmarkt; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Wissenschaft, Forschung und Technologie
Regelungsvorhaben:
- Passende Rahmenbedingungen für das Wasserstoffkernnetz: Der Aufbau des Wasserstoffkernnetzes bedarf passender regulatorischer Rahmenbedingungen. Dazu gehören u.a. ein kapitalmarktfähiges Finanzierungsmodell und Regelungen für die integrierte Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff. Die Interessenvertretung wird zur Unterstützung dieser genannten Punkte betrieben.
- Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beim Aus-/Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur: Für die planmäßige Realisierung von Wasserstoffleitungen sind Beschleunigungsmaßnahmen auf vielen Ebenen notwendig. ONTRAS erachtet u. a. eine (zeitweise) Ausnahme vom Vergaberecht zur Schaffung gleicher Ausgangsbedingungen für alle Netzbetreiber und weitere Beschleunigungsmaßnahmen als zielführend.
- Ausgestaltung der Regelungen für CO2-Transport: Mit der Novellierung des Kohlendioxidspeichergesetzes soll u. a. ein erster Regelungsrahmen für Kohlendioxidleitungen geschaffen werden. Ziel der Interessensvertretung ist es, diesen für Netzbetreiber praktikabel und rechtssicher auszugestalten.
- Konditionen für low carbon hydrogen pragmatisch gestalten: Gegenwärtig werden die Konditionen diskutiert, unter denen sog. low carbon hydrogen hergestellt und zertifiziert werden soll. Die EU-Kommission beabsichtigt hierzu einen Delegierten Rechtsakt zu erlassen. Für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und die Entwicklung von Wasserstoff-Projekten ist die Ausgestaltung dieser Konditionen sehr relevant. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es zu pragmatischen Anforderungen kommt.
- Änderungsvorschläge zur regulatorischen Ausgestaltung des NEST-Prozesses durch die BNetzA: Im Rahmen des NEST-Prozesses plant die Bundesnetzagentur eine Reform der Anreizregulierung für Fernleitungsnetze. Die aktuellen Vorschläge gefährden aus Sicht der Fernleitungsnetzbetreiber die wirtschaftliche Stabilität und Investitionsfähigkeit, insbesondere durch unzureichende Kapitalverzinsung, methodische Schwächen im Effizienzvergleich und fehlenden Inflationsausgleich bei Betriebskosten. ONTRAS fordert eine Kurskorrektur zugunsten eines verlässlichen und investitionsfreundlichen Regulierungsrahmens.
- Vorschläge zur Ausgestaltung eines Gesetzes zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten: ONTRAS setzt sich für eine sachgerechte und faire regionale Ausgestaltung des StromVKG ein.
- EU Industrial Accelerator Act, Vorgaben für die öffentliche Auftragsvergabe: Der Industrial Accelerator Act (IAA) verfolgt das Ziel, die europäische Wertschöpfung zu stärken, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren, die Resilienz strategischer Lieferketten zu erhöhen und darüber hinaus die energieintensive (europäische) Industrie zu dekarbonisieren. Zentrales Instrument zur Umsetzung der Ziele des IAA soll die öffentliche Auftragsvergabe darstellen. Durch Vorgaben für die öffentliche Beschaffung sollen Leitmärkte bzw. eine regulierte Nachfrage geschaffen werden.
Relationen
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