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Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie

lobbyregister / register_entry 22.02.2022 · Original ↗

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Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie Tätigkeit: Arbeitgeberverband Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie setzt sich für ausgewogene (wirtschafts-)politische Rahmenbedingungen für die Ziegelindustrie in Deutschland ein. Wir vertreten die Interessen unserer rund Mitgliedsunternehmen – rund 80 Ziegelhersteller – auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene und verschaffen ihnen eine Stimme in Gesetzgebungsprozessen, Normungsvorhaben und Förderprogrammen. Unsere politische Arbeit zielt darauf ab, einen zukunftsfähigen, leistungsfähigen und innovationsfreundlichen Bau- und Wohnungsmarkt zu sichern. Wir fördern die technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Branche, die Sicherung regionaler Wertschöpfung sowie eine nachhaltige, langlebige Bauweise mit Ziegeln. Durch politische Gespräche, unseren parlamentarischen Abend und Stellungnahmen bieten wir unseren Mitgliedern direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen und bringen fachliche Expertise in die politische Debatte ein. Kurzum: Wir wollen die Zukunft des Bauens in Deutschland aktiv mitgestalten – technologieoffen, praxisnah und auf allen politischen Ebenen. Interessenbereiche: Industriepolitik; EU-Binnenmarkt; Klimaschutz; Erneuerbare Energien; Allgemeine Energiepolitik; Kleine und mittlere Unternehmen; Bauwesen und Bauwirtschaft; Artenschutz/Biodiversität; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Energienetze; Immissionsschutz; Wohnen; Sonstiges im Bereich "Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen"; Sonstiges im Bereich "Energie"; Fossile Energien Regelungsvorhaben: - Revision des Merkblatt "Beste Verfügbare Technik" im Bereich Keramik moderat gestalten: Der BVZi bringt sich bei der europäischen Diskussion zur Überarbeitung der Beste-Verfügbare-Technik-Schlussfolgerungen für die Keramikindustrie (BREF Keramik) ein. Anlass ist die Neufassung der Industrieemissions-Richtlinie und deren Schlussfolgerungen für die Dekarbonisierung der Industrie. In Deutschland erfolgt die Umsetzung über eine Anpassung der TA Luft. Unser Ziel ist es, moderate für die Ziegelindustrie realistisch umsetzbare Vorgaben zu erwirken sowie Elektroöfen, wasserstoffbetriebene Öfen oder Hybrid-Öfen nicht zur Besten Verfügbaren Technik zu deklarieren. - 1:1 Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED): Bei der geplanten Umsetzung der Europäischen Industrieemmissonsrichtlinie sollte bedacht werden, dass die Keramikindustrie als erste Industrie BVT-Schlussfolgerungen (BREF) unter der neuen IED 2.0 erhalten. Wir wünschen uns, KMU zu entlasten und plädieren für eine 1:1 Umsetzung auf nationaler Ebene, um den Wettbewerb nicht zu Ungunsten der deutschen Industrie zu verzerren. - Langlebigkeit der Ziegelbauweise besser berücksichtigen: Wir setzen uns dafür ein, dass in der angewandten Ökobilanzierung die empirisch belegte Nutzungsdauer von Ziegelgebäuden realistisch angesetzt wird. Gebäude aus Ziegel erreichen nachweislich Lebensdauern von 100 Jahren und mehr, was die Umweltwirkungen der Herstellungsphase über einen deutlich längeren Zeitraum verteilt. Wird diese Langlebigkeit korrekt verrechnet, entsteht eine sachgerechtere und belastbare Bewertung im gebäudebezogenen Lebenszyklusvergleich. - Einführung des Emissionshandelssystems 2 der Europäischen Union (EU ETS 2): Der Anwendungsbereich des EU ETS 2, also des CO2-Zertifikathandels, wurde sehr kurzfristig und ohne Folgenabschätzung auf kleine Industrieanlagen ausgeweitet. Allerdings wurde dabei - anders als beim ETS 1 - kein wirksamer Schutz von Carbon Leakage bedacht, dieser sollte auf EU-Ebene verankert werden. - Aktualisierungen der Beihilfeleitlinien im Rahmen des Emissionshandelssystems: Die Europäischen Kommission überarbeitet regelmäßig die ETS-Beihilfeleitlinien. Leider befindet sich die Ziegelindustrie (NACE 23.32) nicht auf der Liste der beihilfeberechtigten Sektoren. Als Bundesverband setzen wir uns für die Aufnahme der Ziegelindustrie auf die Liste der strompreiskompensationberechtigten Sektoren ein. Denn: Ohne eine deutliche Vergünstigung des Strompreises werden die erforderlichen Investitionen in die Elektrifizierung nicht vorgenommen und die Industrie kann nicht transformieren. Insbesondere vor dem Hintergrund des „end games“ im EU ETS und den langen Planungs-, Errichtungs- und Genehmigungszeiten bleibt nicht mehr viel Zeit und es sind deutliche Impulse für einen günstigeren Strompreis erforderlich. - Nationaler Gebäuderenovierungsplan (NBRP): Die aktuelle Europäische Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) fordert die Mitgliedstaaten verpflichtend auf, bis Ende des Jahres 2026 einen Entwurf für den Nationalen Gebäuderenovierungsfahrplan (NBRP, National Building Renovation Plan) vorzulegen. Zum Entwurf des BMWE hat der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie Stellung genommen.

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