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Stiftung Bildung

lobbyregister / register_entry 15.02.2022 · Original ↗

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Stiftung Bildung Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung Die unabhängige und spendenfinanzierte Stiftung Bildung setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen beste Bildung erhalten, dass das zivilgesellschaftliche und ehrenamtliche Bildungsengagement sein volles Potential bundesweit entfalten kann und seinen Platz auf der politischen Agenda hat. Ziele der Interessenvertretung sind: - die Verbesserung von Bildung für jedes Kind, - die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Bildungsengagements aller Generationen, - die Stärkung von Vielfalt und Partizipation in der Bildung, - mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung, - bessere Rahmenbedingungen für unser Bildungssystem, - die Verankerung von “Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)”, - echte Kinder- und Jugendbeteiligung in der Bildung, - echte Kinder- und Jugendbeteiligung in der Bildungspolitik, - Verstetigung der Unterstützung des Bildungsengagements, - Entbürokratisierung der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements. Die Interessenvertretung wird durch Stellungnahmen und Positionspapiere, juristische Gutachten und wissenschaftliche Studien, die Bereitstellung von Expertise, Austausch- und Veranstaltungsformate, die Beteiligung in Bündnissen und Netzwerken sowie durch direkten Austausch mit Politiker*innen, insbesondere mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages, ausgeübt. Interessenbereiche: Schulische Bildung; Vorschulische Bildung; Diversitätspolitik; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Familienpolitik; Rechte von Menschen mit Behinderung; Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Kinder- und Jugendpolitik; Klimaschutz; Geschlechterpolitik; Öffentliches Recht Regelungsvorhaben: - Beste Bildung für alle Kinder und Jugendlichen - Stärkung der Partizipation und Teilhabe von jungen Menschen in der Bildung: Die Stiftung Bildung wirkt als Themenanwältin für beste Bildung bundesweit und als gemeinnützige Spendenorganisation direkt an der Basis über das bundesweite Netzwerk des Bildungsengagements sowie der Kita- und Schulfördervereine, stärkt die Handelnden, fördert Partizipation und Vielfalt und lässt Ideen vor Ort Wirklichkeit werden. Wir stehen für ein generelles und effektives Recht auf Bildung sowie Demokratiestärkung. Unsere zentralen Werte sind Partizipation, Chancengerechtigkeit und Vielfalt in der Bildung. Die spendenfinanzierte Stiftung Bildung ist unabhängig, arbeitet überparteilich und ist als gemeinnützig und als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. - Stärkung der Strukturen des bundesweiten Bildungsengagements: Rund 5,9 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland rund um Kindergärten und Schulen für die Verbesserung der Bildung von Kindern und Jugendlichen. Das Bildungsengagement bildet damit ein zentrales Engagementfeld der Zivilgesellschaft in Deutschland. Chancengerechtigkeit, Partizipation und Vielfalt sind besonders wichtige Themen dieses Engagementfeldes. Das bundesweite Bildungsengagement wird zurzeit fast ausschließlich durch Ehrenamt getragen ohne hauptamtliche Strukturen. Das ehrenamtliche Bildungsengagement braucht jedoch hauptamtliche Strukturen, um stabil aufgestellt, qualifiziert, entlastet, vernetzt, langfristig begleitet und gestärkt zu werden. Die Stiftung Bildung empfiehlt deshalb die finanzielle Förderung der Stukturen des bundesweiten Bildungsengagements. - Ausbau, Verstetigung und Entbürokratisierung des Bundesprogramms "Menschen stärken Menschen": Im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ arbeiten wir, die Stiftung Bildung, bundesweit mit engagierten Menschen zusammen, um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Unser Fokus liegt dabei auf der Initiierung von Tandems, in denen sich gleichaltrige junge Menschen auf Augenhöhe begegnen und von und miteinander lernen, ihre individuellen Potenziale entdecken und gemeinsam weiterentwickeln. Das Patenschaftsprogramm wirkt nachweislich krisenausgleichend und zudem positiv auf die Bildungswege junger Menschen ein. Wir empfehlen daher, das Programm von 18 auf 50 Mio. Euro pro Jahr aufzustocken und zu verstetigen. Um die effiziente Verwendung der Mittel zu grantieren, empfehlen wir des Weiteren die Entbürokratisierung des Förderprogramms. - Modernisierung des Gemeinnützigkeitsrechts: Der Koalitionsvertrag der amtierenden Bundesregierung sieht vor, das Gemeinnützigkeitsrecht zu modernisieren. Die Umsetzung ist jedoch ins Stocken geraten. Wir bitten das Bundesfinanzministerium dringlich, für eine zügige Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag zu sorgen, damit Förderstiftungen, wie die Stiftung Bildung, die unabhängige Demokratie-Arbeit gemeinnütziger Organisationen unterstützen können. - Weiterentwicklung des "Gute-Kita-Gesetzes": Die dauerhafte Qualitätsverbesserung frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung ist von gesamtgesellschaftlicher Tragweite. Um tatsächlich gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, bedarf es verbindlicher und bundesweiter Qualitätsstandards im Rahmen des achten Sozialgesetzbuches. Zur Qualitätssicherung in den Einrichtungen bedarf es insbesondere der Gewährleistung eines angemessenen, wissenschaftlich begründeten Fachkraft- Kind- Schlüssels. Die Gruppengrößen sind nach wissenschaftlichen Empfehlungen anzupassen. Zudem sind Anleitende, Fachberatungen und weitere Unterstützungsebenen ausreichend zu stärken und weiterzubilden. Um Qualitätsstandards einzuhalten und die Qualität stetig zu verbessern, bedarf es der Stärkung von Kita-Leitungen durch festgeschriebene Leitungszeiten. - Gesunde Ernährung für Kinder: Als Stiftung Bildung unterstützen wir ein breites Bündnis aus Organisationen, Verbänden und Initiativen aus Medizin, Gesundheitsförderung, Wissenschaft und Verbraucherschutz und setzen uns für mehr Kinderschutz und eine klare Werberegulierung ein. Die Mehrheit der Verbraucher*innen befürwortet Werbeschranken, um die Gesundheit von Kindern zu schützen. Auch die wissenschaftliche Grundlage für die Notwendigkeit einer Regulierung ist unbestreitbar: Werbung wirkt, sie steigert das Kauf- und Konsumverhalten und fördert die Ernährungspräferenzen von Kindern. Vorschläge, wie eine solche Regulierung umgesetzt werden kann, liegen seit über einem Jahr auf dem Tisch. Jetzt liegt es an den politischen Akteur*innen, diese Vorschläge in ein wirksames und konsequentes Gesetz zu gießen.

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