Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: ProtectEU - eine Europäische Strategie für die innere Sicherheit
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Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: ProtectEU - eine Europäische Strategie für die innere Sicherheit
[Bundesrat Drucksache 188/1/25
02.06.25
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ISSN 0720-2946
E m p f e h l u n g e n
der Ausschüsse
EU - Fz - In - R - U - Vk
zu Punkt ... der 1055. Sitzung des Bundesrates am 13. Juni 2025
Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den
Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und
den Ausschuss der Regionen: ProtectEU - eine Europäische
Strategie für die innere Sicherheit
COM(2025) 148 final
A
Der federführende Ausschuss für Fragen der Europäischen Union und
der Verkehrsausschuss
empfehlen dem Bundesrat, zu der Vorlage gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG wie folgt
Stellung zu nehmen:
1. Der Bundesrat begrüßt das mit der Europäischen Strategie für die innere
Sicherheit verfolgte Ziel der Kommission einer Erhöhung der Sicherheit unter
Einbeziehung bisheriger Strategien (Krisenvorsorge und Weißbuch der
Verteidigung) und geplanter europäischer Strategien (Europäische Hafenstrategie).
2. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, im Rahmen des
Entwicklungsprozesses der öffentlich-privaten Partnerschaft der Europäischen Hafenallianz
(European Ports Alliance), der Europäischen Hafenstrategie und der zu evaluierenden
Rechtsgrundlagen sich bei der Kommission dafür einzusetzen, unter
Berücksichtigung des risikobasierten Ansatzes verhältnismäßig vorzugehen und den
Umsetzungsprozess der Richtlinien (EU) 2022/2555 zur Netz- und
Informationssicherheit (NIS-2) und (EU) 2022/2057 zur Resilienz kritischer Infrastruktu-
...
ren (CER) abzuwarten, um die Etablierung von Parallelsystemen zu vermeiden.
Die Binnenschifffahrt besorgt innereuropäischen Güterverkehr, dessen maritime
Schnittstellen schon heute für ein hohes Sicherheitsniveau sorgen. Der
Bundesrat äußert die Sorge, dass durch eine pauschale Übertragung geltender
Sicherheitsanforderungen für Seeschiffsverkehre auf kleinere Häfen und Binnenhäfen
eine intransparente Rechtslage mit überformalisierten Prozessen geschaffen
wird, die die Erhöhung der Sicherheit von Häfen innerhalb der EU sogar
hindert.
3. Der Bundesrat begrüßt den angestrebten All-Gefahren-Ansatz und betont, dass
präventive und repressive Gefahrenabwehr- und Resilienzmaßnahmen
unterschiedliche Schutzdimensionen abbilden. Die Schaffung eines einheitlichen
Europäischen Systems für kritische Kommunikation (European Critical
Communication System, EUCCS) sollte bedarfsorientiert und differenziert entwickelt
werden. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die verpflichtende
Einbindung insbesondere der Akteure im Hafenumfeld von Binnenhäfen im Bereich
nicht-maritimer Prozesse gegenüber der Kommission abzulehnen, solange
mögliche Schnittstellen und Herausforderungen, bei denen die Kommission
verbindend unterstützen kann, noch nicht identifiziert sind.
4. Der Bundesrat bekräftigt das Bestreben der Kommission zur
Entbürokratisierung. Der Bundesrat stellt fest, dass eine Mehrbelastung der Wirtschaftsakteure
zu vermeiden ist und bittet daher die Bundesregierung, sich dafür einzusetzen,
dass unmittelbare und mittelbare Meldeobligationen und Berichtspflichten
(Reiseinformationen) restriktiv ausgestaltet werden.
5. Der Bundesrat sieht die Einrichtung eines zentralen Kompetenzzentrums für die
Drohnenabwehr kritisch und betont die Sorge einer damit einhergehenden
Kompetenzverlagerung zugunsten der EU, die zu weiteren bürokratischen
Hürden führt. Aus Sicht des Bundesrates ist eine Überprüfung von
Rechtsvorschriften und Verfahren der Mitgliedstaaten nicht vom Kompetenzumfang der
Kommission umfasst. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, sich dafür
einzusetzen, dass eine vollumfängliche Prüfung der jeweiligen Landesgesetze der
Judikative vorbehalten bleibt.
B
6. Der Finanzausschuss,
der Ausschuss für Innere Angelegenheiten,
der Rechtsausschuss und
der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
empfehlen dem Bundesrat, von der Vorlage gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG
Kenntnis zu nehmen.]
Relationen
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (Empfehlungen der Ausschüsse)