Leerstand von bundeseigenen Immobilien in Deutschland
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Leerstand von bundeseigenen Immobilien in Deutschland
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4701
21. Wahlperiode 16.03.2026
Kleine Anfrage
des Abgeordneten Stephan Brandner und der Fraktion der AfD
Leerstand von bundeseigenen Immobilien in Deutschland
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in zahlreichen Regionen der
Bundesrepublik Deutschland führt seit Jahren zu steigenden Mieten, einem
zunehmenden Nachfrageüberhang und erheblichen sozialen wie wirtschaftlichen
Belastungen für Mieter und öffentliche Haushalte. Vor diesem Hintergrund
kommt dem bundeseigenen Immobilienbestand in den Augen der Fragesteller
eine besondere Bedeutung zu. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(BImA) verwaltet als zentrale Immobilieneigentümerin des Bundes ein
umfangreiches Portfolio an Wohnungen, Einfamilienhäusern,
Mehrfamilienhäusern und weiteren Liegenschaften. Als Anstalt des öffentlichen Rechts trägt sie
Verantwortung für die wirtschaftliche Nutzung, Entwicklung und
Bewirtschaftung dieser Immobilien im Interesse des Bundeshaushalts und der
Allgemeinheit. Angesichts der angespannten Wohnungsmärkte stellt sich den
Fragestellern die Frage, in welchem Umfang Wohnimmobilien im Eigentum der BImA
tatsächlich genutzt werden, wie hoch bestehende Leerstände sind, welche
Gründe hierfür maßgeblich sind und welche finanziellen Auswirkungen daraus
resultieren. Insbesondere ist für die Fragesteller von Interesse, wie sich die
Anzahl und der Anteil leerstehender Immobilien seit dem 1. Januar 2023
entwickelt haben, wie hoch der bestehende Sanierungsbedarf ist und welche
Mietausfälle der öffentlichen Hand durch ungenutzte Liegenschaften entstehen.
Eine transparente und differenzierte Darstellung nach Bundesländern und
Immobilienarten ist nach Auffassung der Fragesteller erforderlich, um bewerten
zu können, ob die vorhandenen Immobilienbestände effizient bewirtschaftet
werden und welche Maßnahmen zur Reduzierung von Leerständen vorgesehen
sind. Die nachfolgenden Fragen dienen daher der umfassenden
parlamentarischen Kontrolle sowie der Bewertung der wirtschaftlichen und
wohnungspolitischen Auswirkungen des bundeseigenen Immobilienbestands.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Über wie viele
a) Wohnungen,
b) Einfamilienhäuser,
c) Mehrfamilienhäuser
verfügt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben insgesamt, und wie hat
sich die Anzahl seit dem 1. Januar 2023 entwickelt (bitte jeweils nach
Bundesländern auflisten)?
2. Wie viele der in Frage 1 gelisteten Liegenschaften im Eigentum der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben stehen aktuell leer (bitte nach
Bundesländern aufschlüsseln)?
3. Wie hat sich die Anzahl leerstehender Immobilien im Eigentum der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben seit dem 1. Januar 2023 jährlich
entwickelt (bitte nach Bundesländern und Immobilienart aufschlüsseln)?
4. Wie hat sich der prozentuale Anteil leerstehender Immobilien im Eigentum
der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben seit dem 1. Januar 2023 jährlich
entwickelt (bitte nach Bundesländern und Immobilienart aufschlüsseln)?
5. Welches sind aktuell die fünf häufigsten Gründe für den Leerstand von
Immobilien im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben?
6. Welche Pläne hinsichtlich der Reduzierung des Leerstandes von
Immobilien im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat die
Bundesregierung aktuell?
7. Auf welche Summe beläuft sich der Sanierungsbedarf der
a) ungenutzten und
b) genutzten
Liegenschaften im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(bitte nach Bundesländern auflisten)?
8. Auf welche Summe beliefen sich seit dem 1. Januar 2023 die
Mieteinnahmen, die der öffentlichen Hand durch Leerstände von Immobilien im
Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verlorengehen?
9. Auf welche Summe belaufen sich die monatlichen Mieteinnahmen seit dem
1. Januar 2023, die der öffentlichen Hand aufgrund des Eigentums an
Immobilien zukommen?
Berlin, den 11. März 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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