Bundeseigene Wohnungen und Liegenschaften (Antwort zu Drs. 21/1316)
Text
Bundeseigene Wohnungen und Liegenschaften (Antwort zu Drs. 21/1316)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1690
21. Wahlperiode 17.09.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Caren Lay, Luigi Pantisano, Marcel
Bauer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/1316 –
Bundeseigene Wohnungen und Liegenschaften
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Angesichts steigender Mieten und Wohnungsnot kommt der Debatte um
öffentliche Wohnungsbestände und Liegenschaften neue Aktualität zu. Städte
kaufen Immobilien zurück, Länder und Kommen gründen neue
Wohnungsbaugesellschaften, und auch die neue Bundesregierung hat ihre Strategie in
Bezug auf öffentliche Bestände überarbeitet. In der Vergangenheit wurden
jedoch nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller auf allen Ebenen
Fehler gemacht. Nicht nur Städte und Länder, auch der Bund privatisierte
Wohnungen im großen Maßstab.
Im Jahr 2024 wurden letztmals systematisch die Entwicklungen und Verkäufe
öffentlicher Wohnungsbestände der letzten Jahrzehnte in einer Kleinen
Anfrage ergefragt (vgl. Bundestagsdrucksache 20/12453). Nun soll das Erfragte
aktualisiert werden.
Weniger öffentliche und im Regelfall günstige Wohnungen haben
Auswirkungen auf das Mietenniveau in den Gemeinden. Mehr Wohnungen in privater
Hand sowie in den Händen börsennotierter Aktiengesellschaften bedeuten
nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller steigende Mieten und eine
höhere Wohnkostenbelastung.
1. Welche bundeseigenen Liegenschaften wurden in den vergangenen zehn
Jahren und wie viele im laufenden Jahr 2025 verkauft (bitte nach Jahren,
Bundesländern sowie privaten und öffentlichen Käufern aufschlüsseln)?
a) Welche Liegenschaften aus dem Bestand der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA) wurden in diesen Zeiträumen jeweils verbilligt
an Kommunen oder Dritte abgegeben, und welche meistbietend?
Die Fragen 1 und 1a werden gemeinsam beantwortet.
Die BImA hat seit 2015 bis Ende Juli 2025 insgesamt rund 12 000 entbehrliche
Liegenschaften (davon bisher 417 Liegenschaften im Jahr 2025) veräußert.
Davon ist mehr als ein Viertel (3 029 Liegenschaften) unmittelbar an eine Gebiets-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen
vom 16. September 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
körperschaft bzw. an eine von dieser getragenen Gesellschaft verkauft worden.
In 721 Fällen wurde verbilligt veräußert.
Die Aufgliederung nach Verkaufsjahr und Vertriebsweg ist der nachstehenden
Tabelle zu entnehmen. Die Spalte „Bieterverfahren“ beinhaltet den Verkauf
über Ausschreibungen oder Auktionen. Direktverkäufe an Private erfolgen in
der Regel an Mieter, Pächter, Anlieger o. Ä.
Anzahl
Grundstücksverkäufe
Verkauf an
Gebietskörperschaften/von diesen
getragenen Gesellschaften
Verkauf an private Dritte
VerbilligungBieterverfahren Direktverkauf
2015 1 659 286 712 661 8
2016 1 385 278 559 548 13
2017 1 475 329 564 582 28
2018 1 378 311 586 481 57
2019 1 111 296 442 373 103
2020 1 053 306 370 377 127
2021 992 312 352 328 100
2022 955 277 301 377 99
2023 799 277 228 294 93
2024 793 251 257 285 75
01.01. bis
31.07.2025
417 106 129 182 18
Gesamt 12 017 3 029 4 500 4 488 721
b) Wie viele Liegenschaften aus dem Bestand des
Bundeseisenbahnvermögens (BEV) wurden in diesen Zeiträumen jeweils verbilligt an
Kommunen oder Dritte abgegeben, und wie viele meistbietend?
Eine statistische Erhebung aufgeschlüsselt nach Bundesländern sowie privaten
und öffentlichen Käufern wird beim BEV nicht durchgeführt.
Soweit in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit ermittelbar, hat das BEV
in den Jahren 2015 bis 2025 nachstehend aufgeführte Anzahl an Liegenschaften
verkauft.
Jahr Anzahl Verkäufe
2015 165
2016 162
2017 162
2018 137
2019 138
2020 148
2021 139
2022 113
2023 79
2024 33
2025 0
In den letzten 10 Jahren wurden 13 Liegenschaften nach
Verbilligungsrichtlinien beurkundet.
c) Wie hoch waren die Erlöse der Verkäufe bundeseigener
Liegenschaften in den vergangenen zehn Jahren (bitte nach Jahren auflisten)?
BImA:
Die Verkaufserlöse der BImA in den vergangenen zehn Jahren sind der
nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Jahr Verkaufserlöse in Euro
2015 341 836 898
2016 398 108 189
2017 385 174 517
2018 395 277 729
2019 315 479 463
2020 248 478 351
2021 238 445 393
2022 198 768 851
2023 152 942 553
2024 386 323 741
01.01. bis 31.07.2025 56 077 856
Gesamt 3 116 913 541
BEV:
Die Verkaufserlöse des BEV in den vergangenen zehn Jahren sind der
nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Erlöse aus dem Verkauf von BEV-Immobilien
Jahr Euro
2024 16 874 175,88
2023 21 648 185,31
2022 73 461 867,96
2021 39 596 294,61
2020 59 937 343,37
2019 168 316 610,30
2018 21 736 013,80
2017 52 427 158,86
2016 33 984 290,55
2015 58 189 424,22
Gesamt 546 171 364,86
2. Wie hoch waren die jährlichen Abführungen von Mieteinnahmen für
Wohnungen des Bundes an den Bundeshaushalt in den vergangenen zehn
Jahren (bitte nach Jahren auflisten), und wie hoch ist die aktuelle Höchstmiete
für BImA-Wohnungen?
BImA:
Die BImA leistet den Abführungsbetrag an den Bundeshaushalt als
Gesamtunternehmen. Eine Aufschlüsselung des Abführungsbetrags auf einzelne
Teilportfolios erfolgt nicht.
Die aktuelle Höchstmiete für BImA-Wohnungen beträgt 10 Euro/m2/nettokalt.
BEV:
Der Wirtschaftsplan des BEV wies in den letzten zehn Jahren folgende
Mieteinnahmen aus.
Mieteinnahmen Wohnungen BEV
Jahr Euro
2015 6,8 Mio.
2016 6,2 Mio.
2017 6,1 Mio.
2018 5,9 Mio.
2019 7,1 Mio.
2020 7,1 Mio.
2021 6,8 Mio.
2022 6,8 Mio.
2023 7,2 Mio.
2024 6,9 Mio.
3. Wie hat sich der Bestand bundeseigener Wohnungen in den letzten zehn
Jahren entwickelt, und wie viele Wohnungen besitzt der Bund heute (bitte
nach Institutionen und nach Bundesländern aufschlüsseln)?
BImA:
Eine Aufschlüsselung des Wohnungsbestands nach Bundesländern ab dem Jahr
2022 findet sich in der nachstehenden Übersicht. Für die Jahre 2014 bis 2021
hält die BImA keine entsprechenden Angaben vor.
Bundesland 2022 2023 2024 07/2025
Baden-Württemberg 4 469 4 615 4 562 4 673
Bayern 5 410 5 431 5 491 5 270
Berlin 4 890 4 920 4 916 4 984
Brandenburg 1 490 1 495 1 497 1 482
Bremen 91 91 89 88
Hamburg 267 268 363 369
Hessen 2 258 2 268 2 360 2 323
Mecklenburg-Vorpommern 2 688 2 688 2 687 2 685
Niedersachsen 2 628 2 667 2 666 2 611
Nordrhein-Westfalen 6 713 6 711 6 714 6 716
Rheinland-Pfalz 2 964 2 989 2 990 2 898
Saarland 627 627 611 597
Sachsen 1 762 1 762 1 762 1 762
Sachsen-Anhalt 185 185 185 183
Schleswig-Holstein 578 498 519 526
Thüringen 1 175 1 174 1 174 1 174
Gesamtergebnis 38 195 38 389 38 586 38 341
BEV:
Für das BEV waren die erbetenen Angaben in der Kürze der Zeit nicht
ermittelbar.
a) Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren gebaut?
BImA:
Bis Ende Juli 2025 sind 1 106 Wohnungen fertiggestellt worden.
BEV:
Vom BEV wurden keine Wohnungen gebaut.
b) Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren durch
Sanierung und Umbau neu vermietet?
BImA:
Die erbetenen Daten werden von der BImA nicht vorgehalten.
BEV:
Beim BEV wurden insgesamt 179 Wohnungen durch Sanierung und Umbau
neu vermietet.
c) Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren
verkauft?
BImA:
Die BImA hat in den Jahren 2015 bis 2024 insgesamt 8 715 Wohnungen
verkauft, davon ca. 70 Prozent in den Jahren 2015 bis 2017.
BEV:
Eine Statistik über Wohnungsverkäufe wird beim BEV nicht geführt.
d) Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren
angekauft?
Die BImA und das BEV haben in den letzten zehn Jahren keine Wohnungen
angekauft.
4. Welche strategischen Ziele und welche konkreten Pläne hat die
Bundesregierung bezüglich der bundeseigenen Wohnungen und Liegenschaften?
Jede Liegenschaft wird nach Beschaffenheit, Wertigkeit und
Entwicklungsmöglichkeit analysiert. Dies erfolgt turnusmäßig sowie anlassbezogen und bildet
die Grundlage für die Portfolioentscheidung einer wirtschaftlichen und
flächeneffizienten Verwendung entsprechend der Bedarfe, also Halten, Entwickeln
oder Veräußern.
Insbesondere das Verkaufsportfolio unterliegt grundsätzlich einem
dynamischen Prozess und kann auch kurzfristige Veränderungen z. B. durch geänderte
Bundesbedarfe erfahren. Die BImA muss sich bei ihren
Veräußerungsentscheidungen den sich stets ändernden Gegebenheiten anpassen und arbeitet insoweit
nur mit einer einjährigen konkreten und belastbaren Verkaufsplanung.
Das Teilportfolio Wohnen ist Kernbestandteil der Wohnungsfürsorge des
Bundes, welches unter anderem dazu beiträgt, dass der Bund als Arbeitgeber im
Wettbewerb attraktiv bleibt und Wohnungsmärkte entlastet werden. Das
Wohnungsportfolio wird daher insgesamt für eine langfristige Bestandshaltung
ertüchtigt und durch Neubaumaßnahmen ergänzt. Geplant ist zunächst der
Neubau von bis zu 6 000 Wohnungen auf BImA-eigenen Liegenschaften bis zum
Jahr 2028. Der Bau von weiteren etwa 2 000 Wohnungen soll bis zum Jahr
2030 erfolgen. Darüber hinaus wird auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU,
CSU und SPD 2025 verwiesen (Ziffern 1.3. und 1.4.).
5. Nach welchen Kriterien entscheidet die BImA, ob ein Wohngebäude
saniert oder abgerissen und neu errichtet wird?
Die Frage, ob ein Wohngebäude saniert oder abgerissen und neu errichtet wird,
entscheidet sich grundsätzlich nach den Kriterien Wirtschaftlichkeit und
Bedarf.
a) Welche Planungsunterlagen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen
liegen insbesondere für den geplanten Abriss und Neubau der drei
Mehrfamilienhäuser in der August-Ganther-Straße in Freiburg im
Breisgau vor, einschließlich Angaben zu Grundrissen, Wohnkapazität,
Flächen- und Ressourcenverbrauch (z. B. CO2-Emissionen),
Baukosten, zukünftigen Kaltmieten pro Quadratmeter sowie
Variantenvergleichen (z. B. Sanierung, Aufstockung, Neubau) mit den zugrunde
liegenden Annahmen, Parametern und Bewertungszeiträumen, auf deren
Basis die Entscheidung für die Neubauvariante getroffen wurde?
Für die hier in Rede stehende Baumaßnahme liegen folgende Unterlagen vor,
die von der BImA selbst oder von beauftragten Dritten erstellt wurden:
– Wirtschaftlichkeitsberechnung
– Baugrunduntersuchung
– Baum- und Artenschutzuntersuchung
– Gebäudeschadstoffuntersuchung
– Verkehrssicherheitsprotokolle (BBN, RÜV)
– Untersuchung Neubauvarianten
– Eine CO2-Bilanzierung liegt nicht vor.
Eine statische Untersuchung der Gebäudesubstanz ist aufgrund der Erfahrung
mit vergleichbaren Bestandsobjekten aus den 50er Jahren und den vorliegenden
Plänen als nicht notwendig erachtet worden.
b) Warum hält die BImA die Sanierung dieser Gebäude in der August-
Ganther-Straße für unwirtschaftlich, obwohl externe Gutachten
Sanierungskosten von ca. 9 Mio. bis 10 Mio. Euro gegenüber Neubaukosten
von 12 Mio. bis 14 Mio. Euro (ohne Tiefgarage) ausweisen, und
warum werden die der Entscheidungsfindung zugrunde liegenden
Berechnungen (z. B. Lebenszyklusanalysen zu Kosten,
Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen) trotz Forderungen von Mieterinnen und
Mietern sowie Trägern öffentlicher Belange nicht veröffentlicht
(www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/725/bund-will-teuer-und-k
limaschaedlich-bauen-10025.html)?
Der Gesamtzustand der drei Bestandsgebäude entspricht bei weitem nicht den
heutigen Standards. Die Elektrik, Trinkwasser- und Heizwasserleitungen sind
noch aus dem Baujahr 1953. Die Garagen und auch teilweise die Gebäude
weisen erhebliche statische Mängel auf; sieben Garagen können nicht mehr
vermietet werden. Aktuell bestehen mehrere Mietminderungen aufgrund von
Baumängeln und Bauschäden (schlechter Schallschutz, Schimmelbildung etc.) im
Gebäude. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zeigt auf, dass die Variante
„Sanierung im Bestand“ sich als deutlich unwirtschaftlicher darstellt als die
Variante „Rückbau und Neubau“.
Durch den nunmehr vorgesehenen Neubau wird zusätzlicher, bezahlbarer und
zeitgemäßer Wohnraum geschaffen. Darüber hinaus werden die Wohnungen
barrierearm und somit dem demografischen Wandel angepasst sein. Ebenfalls
ermöglicht der Neubau eine größere Bandbreite an Wohnungsgrößen (2- bis
5-Zimmer-Wohnungen) und sorgt für eine lebendige Durchmischung in der
Liegenschaft.
Die Veröffentlichung von Informationen zur Entscheidungsfindung durch die
BImA erfolgt grundsätzlich entsprechend den im Einzelfall zu prüfenden
rechtlichen Notwendigkeiten.
6. Wie viele Wohnungen des Bundes stehen leer (bitte nach Bundesbehörde
sowie nach Bundesländern aufschlüsseln; bitte jeweils auch den Grund des
Leerstands und die Leerstandsquote angeben)?
BImA:
Die BImA ist zum Stichtag 31. Juli 2025 Eigentümerin von insgesamt 38 341
Wohnungen (siehe Antwort zu Frage 3). Dieser Gesamtbestand unterteilt sich
in 37 212 marktaktive Wohnungen und 1 129 nicht marktaktive Wohnungen,
welche aufgrund von anderen Verwertungsoptionen nicht zur
Wiedervermietung vorgesehen sind.
Die Daten des Leerstandes im Wohnungsbestand der BImA beziehen sich nur
auf die marktaktiven Wohnungen und sind der beigefügten Tabelle „Anlage
BImA zu Frage 6_Bestand Leerstand Bundesländer“* zu entnehmen. Diese
sind untergliedert nach den Leerstandgründen. Insgesamt rund 1,4 Prozent des
Leerstandes ist fluktuationsbedingt und damit regelmäßig kurzfristig und
vorübergehend. Rund 8,6 Prozent der leerstehenden Wohnungen sind
mängelbehaftet oder befinden sich bereits in der Sanierung.
BEV:
Für das BEV waren die erbetenen Angaben in der Kürze der Zeit nicht
ermittelbar.
a) Wie viele leerstehende Wohnungen wurden in den letzten zehn Jahren
saniert und wieder vermietet?
BImA:
Die erbetenen Daten werden von der BImA nicht vorgehalten.
BEV:
Beim BEV wurden in den letzten 10 Jahren 179 leerstehende Wohnungen
saniert und wieder vermietet.
b) Welche Wohnungen stehen aktuell länger als drei, sechs oder zwölf
Monate leer?
BImA:
Die Daten sind der beigefügten Tabelle „Anlage BImA zu Frage 6b_Leerstand
Dauer“* zu entnehmen.
BEV:
Beim BEV wird eine derartige Statistik nicht geführt.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1690 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
c) Wie viele Wohnungen des Bundes stehen im Hamburger
Grotefendweg und wie viele in Oldenburg-Alexandersfeld leer, wie ist jeweils
der aktuelle Stand der Sanierungen, und wann ist mit einer Vermietung
der leerstehenden Wohnungen zu rechnen?
BImA:
Die Daten im Hamburger Grotefendweg sowie in Oldenburg Alexanderfeld
sind der beigefügten Tabelle „Anlage BImA zu Frage 6c_Leerstand HH-OL“*
zu entnehmen.
Im Grotefendweg in Hamburg stehen aktuell vier von insgesamt 22
Wohneinheiten leer. Drei dieser Wohneinheiten befinden sich bis voraussichtlich März
2027 in der Sanierung, eine Wohneinheit wird Ende dieses Monats
fertiggestellt sein.
In der Wohnsiedlung Alexanderfeld in Oldenburg hat die BImA insgesamt
97 Wohneinheiten, von denen aktuell zwei Einheiten leer stehen. Diese beiden
Wohneinheiten befinden sich in bis September 2026 in der Sanierung.
BEV:
Das BEV hat dort keinen Bestand.
7. Wie viele Büro- sowie Gewerbeeinheiten des Bundes stehen leer (bitte
nach Bundesbehörde sowie nach Bundesländern und Büro oder
Gewerbeeinheit aufschlüsseln; bitte jeweils auch den Grund des Leerstands und die
Leerstandsquote angeben)?
BImA:
In der BImA werden die Liegenschaften in Mietobjekte unterteilt, so dass sich
auf den Liegenschaften je nach Größe mehrere Mietobjekte befinden können.
Für die Beantwortung der Frage werden nur Mietobjekte mit einer Größe ab
30 m2 herangezogen. Zur Aufstellung der Mietobjekte und der Leerstanddauer
wird auf die „Anlage der BImA zu Frage 7_Leerstand Büro und Gewerbe“*
verwiesen. Den größten Anteil an Leerständen weisen große
Konversionsliegenschaften (z. B. ehem. Kaserne und Munitionsdepots) auf. Die Hauptgründe
für den Leerstand sind fehlendes Planungsrecht (21 Prozent), keine Nutzbarkeit
(33 Prozent) und Fluktuation (19 Prozent). Die in der Anlage ausgewiesenen
Leerstandsquoten beziehen sich auf das jeweilige Bundesland bezogen auf
Büro bzw. Gewerbe.
BEV:
Für das BEV wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen.
Bundesland Liegenschaften Grund des Leerstands Leerstand seit
Bayern 6 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Berlin 4 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Brandenburg 4 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Nordrhein-Westfalen 7 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Rheinland-Pfalz 2 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Sachsen 9 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
Sachsen-Anhalt 7 schlechter baulicher Zustand mehr als 12 Monate
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1690 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
a) Welche der genannten Liegenschaften stehen aktuell länger als zwölf
Monate leer (bitte nach Büro- oder Gewerbeeinheit aufschlüsseln)?
BImA:
Es wird auf die „Anlage der BImA zu Frage 7_Leerstand Büro und Gewerbe“*
verwiesen.
BEV:
Auf die Antwort zu Frage 7 wird zunächst verwiesen. Eine darüber hinaus
gehende Aufschlüsselung nach Büro- oder Gewerbeeinheit wird beim BEV nicht
geführt.
b) Sind in den vergangenen zehn Jahren Umwandlungen von
bundeseigenen Büro- und Gewerbeeinheiten zu Wohnraum durchgeführt worden
(bitte nach Bundesland und Anzahl der neu geschaffenen Wohnungen
aufschlüsseln)?
BImA:
Eine Umwandlung von Gewerberaum in Wohnraum wird im Einzelfall geprüft,
stellt aber in der Umsetzung nur einen Ausnahmefall dar. Daten dazu werden
von der BImA nicht erfasst.
BEV:
Beim BEV sind in den letzten 10 Jahre keine Umwandlungen von
bundeseigenen Büro- und Gewerbeeinheiten zu Wohnraum durchgeführt worden.
8. Besteht der Plan, BImA und BEV in eine Behörde zusammenzuführen,
und wie ist diesbezüglich der Stand?
Ein solcher Plan besteht nicht.
9. Wie hoch waren die Kosten der Sommerfeste der BImA 2024 und 2025?
Die Kosten für den Parlamentarischen Abend 2024 beliefen sich auf rund
160 000 Euro netto, die Kosten im Jahr 2025 auf rund 167 000 Euro.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1690 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
Stand: 31.07.25 Wohnungen Wohnungen belegt
Bundesland Anzahl Anzahl Grund Anzahl je Anz. ges. Quote
Fluktuation 38
Mangel 108
Sanierung 264
Fluktuation 52
Mangel 146
Sanierung 34
Fluktuation 29
Mangel 154
Sanierung 7
Fluktuation 6
Mangel 53
Sanierung 6
Fluktuation 4
Mangel 11
Sanierung 17
Fluktuation 18
Mangel 8
Sanierung 26
Fluktuation 23
Mangel 229
Sanierung 14
Fluktuation 133
Mangel 145
Sanierung 65
Fluktuation 41
Mangel 64
Sanierung 277
Fluktuation 86
Mangel 400
Sanierung 245
Fluktuation 33
Mangel 376
Sanierung 116
Fluktuation 6
Mangel 21
Sanierung -
Fluktuation 13
Mangel 112
Sanierung 138
Fluktuation 2
Mangel 2
Sanierung -
Fluktuation 3
Mangel 23
Sanierung 121
Fluktuation 28
Mangel 28
Sanierung -
37.212 33.487 3.725 3.725 10,01%
Fluktuation 515 1,4%
Mangel 1.880 5,1%
Sanierung 1.330 3,6%
4.443 4.033 410 9,2%
Leerstand
4.943 4.753 190 3,8%
5.124 4.892 232 4,5%
81 49 32 39,5%
1.460 1.395 65 4,5%
2.249 1.983 266 11,8%
360 308 52 14,4%
2.496 2.114 382 15,3%
2.685 2.342 343 12,8%
2.733 2.208 525 19,2%
6.500 5.769 731 11,2%
15,0%
528 501 27 5,1%
Hamburg
1.174 1.118 56 4,8%
503 356 147 29,2%
174 170 4 2,3%
1.759 1.496 263
Baden-Wuerttemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
Hessen
Mecklenburg-Vorpomm.
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Anlage BImA zu Frage 6
Bundesland Wohnungen ges. Leerstandsdauer LeerstandsgruAnzahl L-Quote
Fluktuation 4 0,09%
Mangel 8 0,18%
Sanierung 6 0,14%
Fluktuation 26 0,59%
Mangel 17 0,38%
Sanierung 60 1,35%
Fluktuation 2 0,05%
Mangel 57 1,28%
Sanierung 189 4,25%
Fluktuation 10 0,20%
Mangel 11 0,21%
Sanierung 3 0,06%
Fluktuation 5 0,10%
Mangel 28 0,55%
Sanierung 6 0,12%
Mangel 83 1,62%
Sanierung 19 0,37%
Fluktuation 3 0,06%
Mangel 30 0,61%
Fluktuation 17 0,34%
Mangel 36 0,73%
Fluktuation 1 0,02%
Mangel 56 1,13%
Sanierung 7 0,14%
Fluktuation 3 0,21%
Mangel 7 0,48%
7-12 Monate Mangel 17 1,16%
Mangel 17 1,16%
Sanierung 6 0,41%
Mangel 1 1,23%
Sanierung 8 9,88%
über 1 Jahr Mangel 9 11,11%
Fluktuation 2 0,56%
Mangel 2 0,56%
Sanierung 1 0,28%
Fluktuation 11 3,06%
Mangel 1 0,28%
Sanierung 2 0,56%
Mangel 3 0,83%
Sanierung 23 6,39%
Fluktuation 4 0,18%
Mangel 15 0,67%
Fluktuation 6 0,27%
Mangel 24 1,07%
Fluktuation 2 0,09%
Mangel 177 7,87%
Sanierung 14 0,62%
Fluktuation 21 0,78%
Mangel 28 1,04%
Fluktuation 20 0,74%
Mangel 23 0,86%
Sanierung 6 0,22%
Fluktuation 62 2,31%
Mangel 71 2,64%über 1 Jahr
7-12 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
über 1 Jahr
7-12 Monate
4-6 Monate
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
Hessen
Mecklenburg-Vorpomm.
Baden-Wuerttemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
4.443
5.124
4.943
1.460
81
360
2.249
2.685
Anlage BImA zu Frage 6b
Sanierung 51 1,90%
Fluktuation 15 0,60%
Mangel 3 0,12%
Sanierung 26 1,04%
Fluktuation 1 0,04%
Mangel 15 0,60%
Sanierung 55 2,20%
Fluktuation 1 0,04%
Mangel 41 1,64%
Sanierung 182 7,29%
Fluktuation 19 0,29%
Mangel 20 0,31%
Sanierung 1 0,02%
Fluktuation 4 0,06%
Mangel 58 0,89%
Sanierung 149 2,29%
Fluktuation 9 0,14%
Mangel 277 4,26%
Sanierung 87 1,34%
Fluktuation 1 0,04%
Mangel 21 0,77%
Sanierung 2 0,07%
Fluktuation 3 0,11%
Mangel 38 1,39%
Sanierung 34 1,24%
Fluktuation 10 0,37%
Mangel 295 10,79%
Sanierung 55 2,01%
4-6 Monate Mangel 2 0,38%
7-12 Monate Mangel 3 0,57%
über 1 Jahr Mangel 15 2,84%
Fluktuation 4 0,23%
Mangel 9 0,51%
Sanierung 5 0,28%
Fluktuation 3 0,17%
Mangel 11 0,63%
Sanierung 14 0,80%
Fluktuation 3 0,17%
Mangel 82 4,66%
Sanierung 109 6,20%
Sachsen-Anhalt 174 über 1 Jahr Mangel 2 1,15%
Fluktuation 1 0,20%
Mangel 1 0,20%
Sanierung 3 0,60%
Fluktuation 1 0,20%
Mangel 2 0,40%
Sanierung 5 0,99%
Mangel 15 2,98%
Sanierung 112 22,27%
Fluktuation 4 0,34%
Mangel 10 0,85%
7-12 Monate Mangel 3 0,26%
37.212 3.162 8,50%
0-3 Monate 563 1,51%
Gesamt 3.725 10,01%
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
7-12 Monate
über 1 Jahr
4-6 Monate
Sachsen
Schleswig-Holstein
Thüringen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
2.496
6.500
2.733
528
1.759
503
1.174
Ort Straße + Hausnummer MO Leerstandsgrund Anzahl L-Quote
Grotefendweg 23 Sanierung 1 4,76%
Grotefendweg 27 Mangel 1 4,76%
Grotefendweg 35 Sanierung 1 4,76%
Grotefendweg 9 Sanierung 1 4,76%
Londoner Straße 16 Sanierung 1 1,03%
Wiener Straße 12 Sanierung 1 1,03%
6
Oldenburg
Hamburg
Anlage BImA zu Frage 6c
Leerstand Leerstandsquote Leerstand Leerstandsquote
0 - 1 Jahr 1 - 5 Jahre 5 - 10 Jahre über 10 Jahre 0 - 1 Jahr 1 - 5 Jahre 5 - 10 Jahre über 10 Jahre
Schleswig Holstein 34 9% 6 3 8 17 63 5% 8 4 9 42
Hamburg 11 11% 1 4 5 1 14 13% 0 5 5 4
Niedersachsen 34 3% 5 9 10 10 79 2% 18 9 23 29
Bremen 4 8% 3 0 1 0 2 5% 0 2 0 0
Nordrhein-Westfalen 159 14% 11 25 76 47 416 16% 10 53 265 88
Hessen 43 16% 1 11 23 8 128 12% 5 15 81 27
Rheinland-Pfalz 22 5% 7 6 5 4 112 9% 3 32 70 7
Baden-Württemberg 39 6% 4 14 12 9 54 4% 1 7 7 39
Bayern 94 9% 9 15 33 37 375 14% 17 46 107 205
Saarland 2 2% 0 2 0 0 2 1% 0 0 2 0
Berlin 124 24% 10 39 37 38 199 30% 26 40 44 89
Brandenburg 34 9% 2 13 7 12 232 23% 22 35 82 93
Mecklenburg-Vorpommern 28 9% 5 7 8 8 130 17% 7 5 108 10
Sachsen 22 10% 8 6 2 6 33 6% 6 12 8 7
Sachsen-Anhalt 9 7% 0 7 0 2 23 8% 1 9 5 8
Thüringen 12 10% 2 2 1 7 9 4% 3 3 0 3
gesamt 671 10% 1871 11%
Büro Gewerbe
Leerstandsdauer Leerstandsdauer
Anlage BImA zu Frage 7
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
- answered_by → Bundesministerium der Finanzen
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Bundeseigene Wohnungen und Liegenschaften (Antwort)