Aufklärungsbemühungen der Bundesregierung bei Extremismushinweisen
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Aufklärungsbemühungen der Bundesregierung bei Extremismushinweisen
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1027
21. Wahlperiode 25.07.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Martin Hess, Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,
Christopher Drößler, Jochen Haug, Steffen Janich, Sascha Lensing, Markus
Matzerath, Arne Raue, Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD
Aufklärungsbemühungen der Bundesregierung bei Extremismushinweisen
Aus dem Umstand, dass der Alternative für Deutschland (AfD) eine
Mitgliedschaft im Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) systematisch und
kandidatenunabhängig verweigert wird, ergibt sich ein besonders dringliches
Fragerecht im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf den Schutz der
freiheitlichen demokratischen Grundordnung sowie auf die Bemühungen der
Bundesregierung zur Aufklärung extremismusrelevanter Sachverhalte.
Rein vorsorglich wird im Hinblick auf das Auskunftsbegehren gegenüber der
Bundesregierung auf folgende beantwortete Fälle verwiesen:
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 18/6991 (10. Dezember 2015): „Mögliche rechtsextreme Tendenzen
innerhalb der Alternative für Deutschland“; Antwort auf die Schriftliche
Frage 85 auf Bundestagsdrucksache 20/1679 (6. Mai 2022): „Erkenntnisse über
mögliche Verbindungen der ‚Jungen Alternative für Deutschland‘ zur
russischen rechtsextremistischen Szene“; Antwort auf die Mündliche Frage 57 auf
Bundestagsdrucksache 20/10337 (Plenarprotokoll 20/153 vom 21. Februar
2024): „Bundesbedienstete mit Mitgliedschaft in der Jugendorganisation der
AfD oder rechtsextremistischen AfD-Landesverbänden.“
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Ist der Bundesregierung bekannt, wie genau und in welchem Umfang sich
die konkrete Zusammenarbeit zwischen Ende Gelände und der Grünen
Jugend in der Vergangenheit ausgestaltet hat und ob sich einzelne Mitglieder
der Grünen Jugend auch bei Ende Gelände als Mitglieder engagiert haben,
und wenn ja, kann sie ausführen, von wie vielen Personen hier auszugehen
ist (bitte nach erfassten Veranstaltungen, Koordinierungstreffen und Datum
aufschlüsseln; siehe zur Aufforderung der damaligen Bundesministerin des
Innern und für Heimat, Nancy Faeser, an die Grüne Jugend zur Beendigung
der Zusammenarbeit mit Ende Gelände; www.focus.de/politik/deutschland/
analyse-von-ulrich-reitz-diese-klima-koepfe-werden-fuer-die-gruenen-jetzt-
zum-problemfall_id_260061189.html; gruene-jugend-bayern.de/unser-state
ment-zu-linksextrem/; zu Ende Gelände selbst: jusos.de/presse/die-erwaehn
ung-von-ende-gelaende-im-berliner-verfassungsschutzbericht-ist-falsch/;
www.rbb24.de/politik/beitrag/2024/06/verfassungsschutz-ende-gelaende-li
nksextremistischer-verdachtsfall.html)?
2. Sind Solidaritätsbekundungen gegenüber verurteilten linksextremistischen
Straftätern wie Lina E. aus Sicht der Bundesregierung problematisch, wenn
es um die Bekleidung von Staatsämtern oder eine Aufnahme in den
Staatsdienst geht, und wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung dazu
(jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/polizeigewerkschaft-gruene-jug
end/?)?
3. Hat die Bundesregierung Erkenntnisse über eine etwaige Zusammenarbeit
zwischen der Linskjugend Solid und der Grünen Jugend, und wenn ja, wie
sieht diese Zusammenarbeit genau aus (bitte nach Veranstaltung, Jahr und
gemeinsamen Kampagnen aufschlüsseln; vgl. dazu beispielsweise: die
zahlreichen Mitunterzeichner der Grünen Jugend bei den Erstunterzeichnern:
www.aufstehen-gegen-rassismus.de/kampagne/aufruf/; www.waz.de/staedt
e/bottrop/article7826058/gruene-jugend-steht-zu-ihrer-kampagne-ich-bin-li
nksextrem.html; www.klassegegenklasse.org/aufruf-an-linksjugend-solid-g
ruene-jugend-und-alle-betroffenen-wir-brauchen-eine-kampagne-gegen-pol
izeischikane/; www.die-tagespost.de/politik/wie-linksradikal-ist-die-gruen
e-jugend-art-222684)?
4. Geht die Bundesregierung im Rahmen der Extremismusbekämpfung auch
Hinweisen bezüglich möglicher struktureller, organisatorischer und
ideologischer Überschneidungen in Bezug auf die Grüne Jugend zu
verfassungsrechtlich problematischen Szenen oder Gruppierungen nach, bzw. dürfen
die zuständigen Beamten in diese Richtung politisch ungehindert im
rechtsstaatlichen Rahmen ermitteln und dazu der eigenen Behörde oder der
Bundesregierung berichten (siehe hierzu die Vorwürfe eines ehemaligen
Nachrichtendienstmitarbeiters in einer Landesbehörde in Bezug auf den Umgang
mit SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke: www.schwaebische.de/po
litik/verfassungsschuetzer-schlaegt-alarm-der-rechtsstaat-wird-ausgehoehlt-
2543613; www.die-tagespost.de/politik/linksradikale-woelfe-im-umweltsch
utz-pelz-art-222705)?
Berlin, den 9. Juli 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]
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