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Weltfriedenstag als europäischer Feiertag

dip / drucksache 08.07.2025 · WP 21 · 21/788 · Antrag · Original ↗

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Weltfriedenstag als europäischer Feiertag [Deutscher Bundestag Drucksache 21/788 21. Wahlperiode 08.07.2025 Antrag der Abgeordneten Ines Schwerdtner, Desiree Becker, Doris Achelwilm, Gökay Akbulut, Jan van Aken, Dr. Michael Arndt, Dr. Dietmar Bartsch, Marcel Bauer, Lorenz Gösta Beutin, Violetta Bock, Janina Böttger, Jorrit Bosch, Anne-Mieke Bremer, Maik Brückner, Clara Bünger, Jörg Cezanne, Agnes Conrad, Mirze Edis, Mandy Eißing, Dr. Fabian Fahl, Katrin Fey, Uwe Foullong, Kathrin Gebel, Katalin Gennburg, Vinzenz Glaser, Ates Gürpinar, Christian Görke, Nicole Gohlke, Dr. Gregor Gysi, Mareike Hermeier, Luke Hoß, Cem Ince, Maren Kaminski, Ferat Koçak, Cansin Köktürk, Jan Köstering, Ina Latendorf, Caren Lay, Sonja Lemke, Tamara Mazzi, Pascal Meiser, Stella Merendino, Sahra Mirow, Cansu Özdemir, Luigi Pantisano, Sören Pellmann, Bodo Ramelow, Heidi Reichinnek, Lea Reisner, David Schliesing, Evelyn Schötz, Julia- Christina Stange, Ulrich Thoden, Aaron Valent, Isabelle Vandre, Donata Vogtschmidt, Sarah Vollath, Sascha Wagner, Christin Willnat, Janine Wissler, Anne Zerr und der Fraktion Die Linke Weltfriedenstag als europäischer Feiertag Der Bundestag wolle beschließen: Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, den Weltfriedenstag, den 1. September, als europäischen Feiertag in ganz Europa zu begehen. Berlin, den 7. Juli 2025 Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion Begründung Der Zweite Weltkrieg hat über 70 Millionen Menschenleben gefordert. Nach diesem furchtbaren Weltkrieg gab es unzählige Kriege mit unzähligen Opfern in der ganzen Welt. In Europa erlebten wir den Krieg der NATO gegen Jugoslawien, und jetzt erleben wir den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Zugleich liefern europäische Unternehmen Waffen in die ganze Welt, wo sie in Kriegen eingesetzt werden – so auch in Gaza. Wir wollen eine Welt ohne Krieg. Wir halten Kriege für das grausamste Mittel der Politik. Wir wollen ein Primat der Politik. Immer mehr Entscheidungen, die den Krieg betreffen, werden hinter verschlossenen Türen getroffen. Das wollen wir ändern. Wir wollen, dass möglichst viele Europäerinnen und Europäer über die Herstellung, den Erhalt und die Sicherung des Friedens gemeinsam diskutieren. Dafür brauchen wir eine neue Qualität der Diskussion. Wir brauchen viele direkte Gespräche über Grenzen hinweg. Ein grundlegendes Problem in Europa besteht darin, dass viel zu wenig Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Gespräche finden in der Regel zwischen Regierungsvertretern und Beamten statt, weniger zwischen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Staaten. Das muss sich unbedingt ändern. Ein gemeinsamer europäischer Feiertag bietet den Menschen die Möglichkeit, grenzüberschreitend vielfältige spontane und organisierte Begegnungen zu erleben. Die offiziellen Feierlichkeiten können jedes Jahr von einem anderen Land ausgerichtet werden. Der Weltfriedenstag, der 1. September, ist ein geeignetes Datum für einen europäischen Feiertag. Trotz aller Differenzen in Europa will die Mehrheit der Menschen ein friedliches Miteinander. Der 1. September, der Weltfriedenstag, erinnert uns an den Beginn des schrecklichsten Krieges in der Geschichte der Menschheit – den Zweiten Weltkrieg. Es wäre eine zivilisatorische Leistung, wenn es der Bundesregierung gelingen würde, andere Regierungen zu überzeugen, einen europäischen Feiertag zu beschließen. Dabei soll sich die Bundesregierung nicht nur auf die EU-Mitglieder beschränken. Einen wirklichen europäischen Feiertag gibt es nur, wenn sich möglichst alle Staaten Europas dieser Initiative anschließen. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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