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Schienenersatzverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensburg

dip / drucksache 19.06.2025 · WP 21 · 21/527 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Schienenersatzverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensburg [Deutscher Bundestag Drucksache 21/527 21. Wahlperiode 19.06.2025 Kleine Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Wiehle, Dr. Rainer Rothfuss, René Bochmann, Alexis Leonard Giersch, Lars Haise, Stefan Henze, Maximilian Kneller, Ulrich von Zons, Carsten Becker, Hans-Jürgen Goßner, Leif-Erik Holm, Dr. Rainer Kraft, Andreas Mayer, Volker Scheurell, Otto Strauß und der Fraktion der AfD Schienenersatzverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensburg Vom 6. März bis zum 8. Juni 2026 wird gemäß den Angaben der Deutschen Bahn AG die Bahnstrecke zwischen Friedrichshafen und Ravensburg für 94 Tage gesperrt sein. Grund für die Sperrung sollen notwendig gewordene Austausche der Eisenbahnbrücken in Friedrichshafen und in Meckenbeuren sein (www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/diese-bahn-baustelle n-gibt-es-2026-zwischen-ravensburg-und-friedrichshafen;art410936,1232 5867). Während der dreimonatigen Sperrung wird es Schienenersatzverkehre geben, die statt elf Minuten mehr als eine halbe Stunde für diese Strecke benötigen werden (www.schwaebische.de/regional/bodensee/friedrichshafen/bahn-verteid igt-dreimonatige-sperre-der-schienen-zum-bodensee-3578151). Vorschläge des Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbundes (Bodo), mittels des Einbaus einer zusätzlichen Weiche in Meckenbeuren den Zugverkehr zwischen Ravensburg und Meckenbeuren aufrechterhalten zu können, wurden seitens der DB AG mit dem Hinweis auf weitere Arbeiten an der Bahnstrecke in Meckenbeuren, die keinen Zugverkehr zwischen Ravensburg und Meckenbeuren erlauben würden, abgelehnt (www.schwaebische.de/regional/bodensee/frie drichshafen/bahn-verteidigt-dreimonatige-sperre-der-schienen-zum-bodensee-3 578151). Bereits vor mehreren Jahren ist die Strecke Ulm-Friedrichshafen-Lindau elektrifiziert worden (nachhaltigkeit.deutschebahn.com/de/news/elektrifizierung-sue dbahn-bw). Die in den betreffenden Landkreisen zuständigen Landräte kritisieren, dass der Austausch der baufälligen Brücken nicht bereits während dieser Arbeiten durchgeführt wurden und in Folge eine erneute Sperrung stattfinden wird (www.schwaebische.de/regional/bodensee/friedrichshafen/sperrung-der-s uedbahn-fahrgaeste-werden-in-den-bus-gezwungen-news-3588220). Wir fragen die Bundesregierung:  1. Zu welchem Zeitpunkt hat die Deutsche Bahn AG bzw. die entsprechende Konzerntochter nach Kenntnis der Bundesregierung beschlossen, die Eisenbahnbrücken in Meckenbeuren und Friedrichshafen auszutauschen?  2. Wäre es nach Kenntnis der Bundesregierung technisch und organisatorisch möglich gewesen, zeitgleich mit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Ulm und Lindau auch die beiden Brücken auszutauschen?  3. Wenn eine gleichzeitige Elektrifizierung und ein Austausch der baufälligen Brücken technisch und organisatorisch möglich gewesen wären, weshalb wurden die Maßnahmen nicht koordiniert?  4. Welche weiteren Baumaßnahmen an der Bahnstrecke zwischen Meckenbeuren und Ravensburg werden nach Kenntnis der Bundesregierung ggf. zusätzlich zum Austausch der Brücken in Meckenbeuren und Friedrichshafen während der geplanten Sperrung durchgeführt?  5. Inwiefern werden die in Frage 4 erfragten zusätzlichen Bauarbeiten dazu beitragen, dass der Einbau von Weichen in Meckenbeuren und die Aufrechterhaltung des Zugverkehrs zumindest zwischen Ravensburg und Meckenbeuren unmöglich ist (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?  6. Wäre es nach Kenntnis der Bundesregierung technisch möglich, zwischen Meckenbeuren und Ravensburg den Bahnverkehr für die Zeit des Brückenaustausches aufrechtzuerhalten, ggf. auch im eingleisigen Pendelverkehr ohne Nutzung von Weichen?  7. Wenn Frage 6 bejaht wird, welche Maßnahmen mit welchem zusätzlichen Kostenaufwand wären dafür notwendig gewesen?  8. Hat es nach Kenntnis der Bundesregierung zwischen der DB AG bzw. der für die Bauarbeiten zuständigen Konzerntochter der DB AG Gespräche mit dem Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbund (Bodo) und mit Landräten der betroffenen Landkreise gegeben?  9. Hat es nach Kenntnis der Bundesregierung seitens des Bodo oder seitens der Landräte Bedenken gegen die Einrichtung des Schienenersatzverkehrs gegeben, und sind von diesen konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet worden, und wenn ja, wie haben die Vertreter der DB AG oder ihrer Konzerntochter darauf reagiert? 10. Welche Alternativen zu den geplanten Bau- bzw. Sanierungsvorhaben auf der Bahnstrecke zwischen Friedrichshafen und Ravensburg, die zumindest einen eingeschränkten Betrieb gewährleistet hätten, wurden durch die DB AG ggf. geprüft, und welche rechtlichen, technischen und/oder betrieblichen Gründe lagen vor, diese nicht zu realisieren? 11. Sofern keine Alternativen zu den geplanten Bau- bzw. Sanierungsvorhaben auf der Bahnstrecke zwischen Friedrichshafen und Ravensburg durch die DB AG geprüft wurden, aus welchen Gründen unterblieb die Prüfung von Alternativen, die zumindest einen eingleisigen Betrieb der Strecke mit eingeschränktem Angebot gewährleistet hätte? Berlin, den 17. Juni 2025 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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