Frage von Filiz Polat (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6835)
Teil von Protokoll der 88. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Filiz Polat (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6835)
Plant die Bundesregierung, Ergebnisse der Fachkonferenz „Starke Frauen – Starke Landwirtschaft“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im International Year of the Woman Farmer (IYWF) 2026 der UN und darüber hinaus umzusetzen (www.ktmlandingpage.bmleh.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/KTM-Veranstaltungen/starkeFrauen-starkeLandwirtschaft/Zusammenfassung_Fachkonferenz.pdf), und, wenn ja, welche, und hat die Bundesregierung einen Zeitplan dafür, und, wenn ja, welchen?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Silvia Breher:
Die Fachkonferenz hat eines sehr deutlich gemacht: Mehr Gleichstellung in der Landwirtschaft ist keine Aufgabe der Politik allein. Sie gelingt nur gemeinsam – mit den Verbänden, den Organisationen der Agrarbranche und den landwirtschaftlichen Familien.
Wir stärken aktiv die Sichtbarkeit von Frauen in der Landwirtschaft, etwa mit unseren Informationsangeboten auf der Onlineplattform „B&B Agrar“ auf dem Bildungsserver Agrar (www.bildungsserveragrar.de). Denn Vorbilder und Vernetzung schaffen Chancen. Wir unterstützen ausdrücklich die gleichstellungsrelevanten Ansätze der Europäischen Kommission. Gerade mit Blick auf den Generationswechsel ist es wichtig, dass Frauen gleiche Chancen bei Betriebsübernahmen und unternehmerischer Verantwortung erhalten. Diese Perspektive werden wir auch in die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 einbringen.
Auch in der Agrarsozialpolitik setzen wir konkrete Akzente. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank ein Coaching-Programm speziell für Frauen in der Landwirtschaft an. So ermutigen wir mehr Frauen, einen Betrieb zu gründen oder einen Hof zu übernehmen. Darüber hinaus erörtern wir ressortübergreifend Möglichkeiten, um selbstständige Frauen und ihre Betriebe in der Zeit rund um die Geburt besser abzusichern und hierüber auch gezielter zu informieren. Mit der Betriebs- und Haushaltshilfe der SVLFG steht Landwirtinnen bereits heute ein besonderes Unterstützungsangebot zur Verfügung.
Mit dem Projekt „Frauen. Vielfalt. Politik. Demokratie vor Ort gestalten“ setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend seine Maßnahmen zur Stärkung der politischen Teilhabe von Frauen fort. Das Programm zielt darauf ab, bestehende strukturelle Hürden für Frauen auf kommunaler Ebene zu adressieren, die insbesondere im ländlichen Raum ihre Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen einschränken.
Relationen
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