Rede von Hans Koller (CDU/CSU) – Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 14a bis 14d: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten.
Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Hans Koller (CDU/CSU) – Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Koalition bekennt sich ganz klar zur Energiewende: zu Ausbauzielen, zu den erneuerbaren Energien, zu einer zukunftsgewandten Energiepolitik. Dieses Erneuerbare-Energien-Gesetz hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Es brauchte einen großen Anschub; aber heute stellen die Erneuerbaren ein wichtiges Fundament unserer Energieversorgung dar. 436 000 Arbeitsplätze wurden in diesem Bereich geschaffen.
– Liebe Kollegen der AfD, auch das gehört zur Wahrheit.
Zu dem Gesetzentwurf, der hier eingebracht wurde, gibt es sicherlich noch Diskussionsbedarf. Es gibt von vielen Akteuren noch Hinweise, die wir ernst nehmen,
so bei der Windenergie
mit entsprechenden Ausbauquoten im Süden
oder dem Referenzertragsmodell.
Über all diese Dinge werden wir reden müssen, und dafür ist ein parlamentarisches Verfahren auch gedacht.
Ob ein Pachtdeckel in der heutigen Zeit, in der jetzigen Situation tatsächlich ein bürokratisches Monster ist, werden wir auch diskutieren müssen, bis hin zu den Voraussetzungen für PV-Anlagen – für die – in Anführungszeichen – „kleinen“ und „großen“ PV-Anlagen.
Für mich gilt natürlich auch, dass wir einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden, mit unseren landwirtschaftlichen Flächen, an den Tag legen müssen. Auch das gehört zur Resilienz – Stichwort „Lebensmittelversorgung“ –, meine Damen und Herren.
Wir müssen auch die Möglichkeiten der Agri-PV nutzen, und es muss ein vernünftiges Miteinander von Dach-, Freiflächen- und Agri-PV geben. Und ich möchte in dem Zusammenhang auch die Bedeutung der Wasserkraft nicht kleinreden.
Wir haben eine vielfältige Energiepolitik, eine vielfältige Energiewende, und die Existenz bzw. Koexistenz der verschiedenen Erzeugungsarten und deren gegenseitige Ergänzung müssen hier entsprechend mitbedacht werden.
Wir müssen Biogas und Bioenergie stärken.
Das ist mir ein wichtiges Thema. Hier haben wir funktionierende Strukturen, und da müssen wir ganz genau aufpassen, dass wir nicht etwas zerschlagen, was die letzten 20, 25 Jahre aufgebaut worden ist.
Wir haben die Verantwortung, ein System weiterzuentwickeln, bezahlbar zu machen, aber das Ganze nicht mit irgendwelchen Märchen zu unterfüttern, sondern mit kluger, verantwortungsvoller Politik. Die erneuerbaren Energien weiterzuentwickeln und zu einer verlässlichen und bezahlbaren Versorgung mit Energie zu kommen, das ist unser Anspruch.
Ich freue mich auf die parlamentarischen Beratungen.
Herzlichen Dank.
Relationen
- part_of → Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Auf Kürzungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz verzichten - Zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Wind- und Solarwirtschaft ausbauen - Bezahlb
- part_of_vorgang → Energiewende gemeinsam gestalten - Für ein Erneuerbare-Energien-Gesetz mit fairen Chancen für alle
- part_of_vorgang → Gesetz für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor
- part_of_vorgang → Gesetz zur Abschaffung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-Abschaffungsgesetz - EEGAG)
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