Rede von Ellen Demuth (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 15: Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen.
Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Ellen Demuth (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Reichardt, ich kann mich nur sehr wundern. Bei Ihnen ist es so: Wir haben Fachkräftemangel – Migration ist schuld.
Wir haben in Deutschland keine Wohnungen frei – Migration ist schuld.
Und wir haben offensichtlich schlechte PISA-Ergebnisse – das stimmt –; aber sicherlich ist nicht die Migration schuld.
Vielmehr hat das, wie meine Vorredner hier schon treffend ausgeführt haben, sozioökonomische Faktoren. Das bedeutet, dass vor allen Dingen Kinder aus schwächeren Elternhäusern mit Bildungsproblemen zu kämpfen haben.
Daran müssen und werden wir arbeiten.
Ich möchte hier feststellen: Ich habe mich ernsthaft mit Ihrem Antrag beschäftigt, und, ich glaube, Sie haben diese Studie gar nicht richtig gelesen. Wenn man auf Ihre vorherigen Reden zurückschaut, zum Beispiel auf eine Rede von Ihnen, Herr Frömming, aus dem Jahr 2018 – darin haben Sie gesagt, dass Sie das PISA-Konsortium stoppen wollen,
und Sie sprechen von einer internationalen Verschwörung,
die sich in Deutschland zusammenbraue,
von Lobbyorganisationen, die das Bildungssystem in Deutschland beeinflussen wollen –, dann kann man kaum glauben, dass Sie heute ausgerechnet dieses von Ihnen so verurteilte PISA-Konsortium als Kronzeuge heranziehen,
um über die Bildungspolitik in Deutschland urteilen zu wollen.
Sie sprachen eben an, Herr Frömming, dass Sie von Singapur und Japan beeindruckt sind. Ja, das stimmt. Aber erinnern Sie sich noch an Ihre Redeinhalte von 2018? Singapur und Japan im Besonderen verwenden KI im Unterricht, sowohl für das Lehrpersonal wie auch für die Schülerinnen und Schüler. In Ihren Ausführungen von damals haben Sie hier gesagt, dass Sie iPads für unnötig halten und dass Sie nicht jedes Kind mit einem iPad ausstatten wollen, weil das eh nichts bringen würde.
Genau das Gegenteil sehen wir in den Ländern, die gute Ergebnisse in der PISA-Studie erzielt haben.
Deshalb müssen wir genau daran arbeiten: Förderung in kleinen Gruppen und bessere Ausstattung mit KI im Unterricht, sodass mehr Kontrolle über die Bildungsergebnisse der Kinder stattfinden kann. Und dann werden wir Schritt für Schritt vorankommen.
Genau das werden wir jetzt in der Koalition angehen, und die Bundesministerin für Bildung wird das auch so umsetzen.
Diese Debatte zu missbrauchen, um wieder auf dem Rücken der Kinder Ihre völkische Politik auszubreiten, wird dem Problem in unserem Bildungssystem überhaupt nicht gerecht. Bildungsprobleme sind viel zu ernst für die Feindbilder, die Sie hier streuen wollen. Beteiligen Sie sich doch ernsthaft in der Debatte, und tragen Sie etwas Konstruktives bei,
damit wir bei PISA in Zukunft besser abschneiden und das Bildungssystem verbessern.
Relationen
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