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Rede von Christoph Naser (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen

dip / rede 24.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 15: Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen.

Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.

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Text

Rede von Christoph Naser (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! In der Tat: Die PISA-Ergebnisse der Schülerschaft in Deutschland sind dramatisch. Rund ein Drittel der 15-Jährigen verfehlt die Mindeststandards in Mathematik und Lesen. Das bedeutet: Diesen jungen Menschen fehlen elementare Fähigkeiten. Und ja, Migration ist ein Faktor, der hierbei zu beachten ist. Diesem Umstand stellen wir uns; denn er ist Teil der Erklärung, warum die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit unzureichenden Deutschkenntnissen gestiegen ist. Es ist wichtig, welche Sprache in der Familie gesprochen wird und ob Unterstützung bei schulischen Aufgaben zu Hause überhaupt möglich ist. Darüber hinaus sind es sozioökonomische Unterschiede in den Familien, die sich auf die schulische Leistungsfähigkeit übertragen. Die Gründe sind jedoch noch weit vielschichtiger. Ein weiterer Faktor ist der Medienkonsum. 72 Prozent der deutschen Jugendlichen fühlen sich durch Social Media abgelenkt. 40 Prozent berichten von spürbar weniger Konzentration. Das ist zwar kein Argument gegen Digitalisierung, aber ein Auftrag, Kinder und Jugendliche vor permanenter Ablenkung zu schützen. Und die Grundlagen sind das A und O: Lesen, Schreiben und Rechnen. Wer diese Fähigkeiten nicht sicher beherrscht, hat es in allen anderen Fächern und vor allen Dingen später bei der beruflichen Ausbildung schwer. PISA fordert deshalb zu Recht mehr Tiefe statt immer mehr Stoff – weniger Themen, die dafür aber wirklich beherrschen. Die Ergebnisse sind ein politischer Auftrag. Mit dem Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz gibt es dafür auch einen konkreten Vorschlag. Und ich denke, der Kabinettsbeschluss, der am 2. September dazu gefasst wurde, ist auch der antragstellenden Fraktion durchaus bekannt. Das Gesetz setzt dort an, wo Investitionen besonders viel bewirken können, nämlich in der frühkindlichen Bildung. Jeder investierte Euro in der Kita generiert einen öffentlichen Ertrag von 2,70 Euro. Und so wird erkenntlich, dass wir effizient investieren, sodass Defizite im Jugendalter und im Erwachsenenalter gar nicht erst auftreten. Die Kernpunkte des Gesetzes noch mal in gebotener Kürze: Künftig soll spätestens im Alter von vier Jahren bei jedem Kind geprüft werden, wie es um Sprache, Motorik, soziale Entwicklung und mathematische Grundkenntnisse steht, und wo nötig, soll unmittelbar gefördert werden. Kitas in besonders herausfordernden Lagen erhalten zusätzliches Personal für Sprachförderung und soziale Arbeit. Gleichzeitig schaffen wir bundesweit verbindliche Qualitätsstandards, bessere Fachberatung und ein verlässliches Qualitäts-Monitoring. Dafür sollen von 2027 bis 2034 rund 9,25 Milliarden Euro investiert werden. Wir greifen Erkenntnisse aus der Wissenschaft auf und gießen sie in Gesetzesform. Das, liebe Damen und Herren, ist der richtige Weg. Und ich bin dankbar, dass Ministerin Prien sich hier mit Blick auf die frühkindliche Bildung so entschieden einsetzt. Abschließend noch eine persönliche Bemerkung: Es ist gerade mal rund 120 Tage her, dass ich noch selbst als Lehrer vor einer Grundschulklasse stand. Und ich darf Ihnen eines sagen: Wir haben so viele tolle, begabte Kinder mit Talenten, egal welcher Herkunft. Wenn Sie in Ihrem Antrag einen Zusammenhang zwischen kultureller Fremdheit und Misserfolg in der Bildung herstellen, dann muss ich Ihnen schon sagen, dass es die Programmatik Ihrer Partei ist, mit der Schulpflicht eine kulturhistorische Errungenschaft zur Disposition zu stellen, die seit der Reformationszeit dieses Land geprägt und zum Erfolg geführt hat. Und das wäre dann wirklich der Untergang des Abendlandes. Vielen Dank.

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