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Frage von Dr. Ophelia Nick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6572)

dip / rede 24.06.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 85. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Text

Frage von Dr. Ophelia Nick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6572) Wird die Bundesregierung in ihren angekündigten Vorhaben zur Krisen- und Notfallvorsorge sowie zur Erweiterung der Notfallreserve um sofort verzehrbare Lebensmittel auch das Lebensmittelhandwerk entsprechend seinem Potenzial zur Bewältigung von Krisensituationen prioritär einbinden, und welche Vorhaben plant die Bundesregierung, um das Lebensmittelhandwerk in Deutschland zu stärken? Antwort der Parl. Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf: Der Bund lagert an verschiedenen, auf das ganze Land verteilten Standorten Erbsen, Linsen, Reis und Brotgetreide ein. Mit diesen Vorräten können die 83,5 Millionen in Deutschland lebenden Menschen 30 Tage – bei einer Zufuhr von 1 000 kcal pro Tag – versorgt werden. Zusätzlich plant das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat einen dezentralen Vorrat von haltbaren und sofort verzehrfertigen Lebensmitteln, beispielsweise in Form von Konserven, aufzubauen. Sie dienen der Soforthilfe, ergänzen die staatlich eingelagerten Agrarprodukte und die privaten Vorräte in den Haushalten um einen schnell verfügbaren Baustein und stellen die sofortige Versorgung der Bevölkerung bei Versorgungsengpässen sicher. Optionen, Finanzierung und Rahmenbedingungen für die konkrete Ausgestaltung eines solchen Systems werden derzeit geprüft, die Entscheidungsfindung ist noch nicht abgeschlossen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat erste Gespräche mit der Wirtschaft geführt. Dieser Dialog soll fortgeführt und bei Bedarf um Vertreterinnen und Vertreter des Lebensmittelhandwerks erweitert werden, um möglichst praktikable Lösungen zu entwickeln. Das Handwerk leistet einen Beitrag für die Resilienz der deutschen Ernährungswirtschaft. Im Krisenfall wäre das Ernährungshandwerk bei der Verarbeitung der Notfallvorräte ebenfalls beteiligt. Vor dem Hintergrund einer dezentralen Verarbeitung spielen die Handwerksbetriebe eine wichtige Rolle. Auch deshalb ist es wichtig, dass das Ernährungshandwerk in den Orten erhalten bleibt. Um Potenzial für den Abbau von Bürokratie zu identifizieren, führt das BMLEH Praxischecks – auch im Lebensmittelhandwerk – durch. Die Impulse aus der Praxis helfen, Regelungen praktikabler zu gestalten.

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