Schriftliche Frage 103 von Dr. Ophelia Nick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wieso sieht die Bundesregierung derzeit keinen „Bedarf“ (s. Antwort der Bundesregierung auf meine Mündliche Frage 20 im Plenarprotokoll 21/8…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 103 von Dr. Ophelia Nick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wieso sieht die Bundesregierung derzeit keinen „Bedarf“ (s. Antwort der Bundesregierung auf meine Mündliche Frage 20 im Plenarprotokoll 21/8…
Frage 103 (Dr. Ophelia Nick, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Wieso sieht die Bundesregierung derzeit keinen „Bedarf“ (s. Antwort der Bundesregierung auf meine Mündliche Frage 20 im Plenarprotokoll 21/85) zur Stärkung der Resilienz der Ernährungsversorgung, mit dem Lebensmittelhandwerk ins Gespräch zu kommen, hinsichtlich dessen, dass die Flexibilität und die dezentralen Strukturen des Lebensmittelhandwerks für unsere Ernährungssicherung in Krisen- und Katastrophenfällen eine wichtige Rolle spielen, und unter welchen Voraussetzungen sieht die Bundesregierung den „Bedarf“ mit dem Lebensmittelhandwerk ins Gespräch zu kommen?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 29. Juli 2026:
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) betrachtet das Lebensmittelhandwerk mit seinen dezentralen Strukturen und seiner starken regionalen Verankerung als einen wichtigen Baustein für eine resiliente Ernährungswirtschaft. Für die Anliegen des Lebensmittelhandwerks ist das BMLEH dabei ein kontinuierlicher Ansprechpartner. Die Bundesregierung hält an verschiedenen Standorten Erbsen, Linsen, Reis und Brotgetreide als staatliche Lebensmittelreserve vor. Zusätzlich plant das BMLEH den Aufbau eines dezentralen Vorrats an haltbaren und sofort verzehrfertigen Lebensmitteln. Dieser soll bei Versorgungsengpässen eine schnelle Erstversorgung der Bevölkerung unterstützen und die staatlich eingelagerten Agrarprodukte und die privaten Vorräte in den Haushalten sinnvoll ergänzen. Die konkrete Ausgestaltung eines solchen erweiterten Systems wird derzeit geprüft, eine abschließende Entscheidung ist noch nicht getroffen. In diesem Zusammenhang hat das BMLEH bereits erste Gespräche mit der Lebensmittelwirtschaft geführt. Darüber hinaus steht das BMLEH im Austausch mit der Wirtschaft hinsichtlich der Stärkung resilienter Lebensmittelketten. Weitere Gespräche entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind vorgesehen. Hierbei soll auch das Lebensmittelhandwerk über seine Verbände und Interessenvertretungen einbezogen werden.
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