Schriftliche Frage 43 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche konkreten Hilfsmaßnahmen und finanziellen Mittel wird die Bundesregierung nach der Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Deut…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 31. August 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.
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Schriftliche Frage 43 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche konkreten Hilfsmaßnahmen und finanziellen Mittel wird die Bundesregierung nach der Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Deut…
Frage 43 (Boris Mijatović, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche konkreten Hilfsmaßnahmen und finanziellen Mittel wird die Bundesregierung nach der Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Deutschland stehe angesichts der Flutkatastrophe zur Unterstützung Nepals bereit (www.tagesspieg el.de/gesellschaft/panorama/hunderte-tote-nach-st urzflut-in-nepalretter-suchen-nach-1300-vermisst en--darunter-auch-acht-deutsche-15983567.html), für humanitäre Soforthilfe in Nepal und der ebenfalls von der Katastrophe betroffenen Autonomen Region Tibet zur Verfügung stellen, und inwiefern stimmt sie diese Unterstützung mit den Hilfsmaßnahmen der Europäischen Union ab?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Géza Andreas von Geyr vom 4. September 2026:
Nach der verheerenden Sturzflut im nepalesischen Distrikt Rasuwa und der angrenzenden Autonomen Region Tibet am 26. August 2026 wurden über den Disaster Response Emergency Fund der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am selben Tag rund 1 Million CHF dem nepalesischen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt, um auf dringende Bedürfnisse zu reagieren, das Ausmaß der Zerstörung zu beurteilen und Gemeinden zu identifizieren, die Hilfe benötigen. Über den Central Emergency Response Fund (CERF) der Vereinten Nationen wurden weitere 2 Mio. USD für Nepal zur Verfügung gestellt. Deutschland stattet beide Fonds seit Jahren mit Finanzmitteln aus und gehört regelmäßig zu den größten Gebern. Die nepalesische Regierung hat am 31. August 2026 über das EU- Katastrophenschutzverfahren (UCPM) um Hilfsgüter zur Notversorgung und -unterbringung evakuierter Menschen gebeten. Im Zuge dessen entsendet die Bundesregierung über das Technische Hilfswerk (THW) Hilfsgüter (Zeltplanen, Wasserfilter, Moskitonetze, etc.) im Wert von 500.000 Euro. Diese Hilfsgüter sollen gemeinsam mit einer Sachspende der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft nach Nepal gebracht werden. Die Bereitstellung und Abwicklung der deutschen Hilfeleistungen wird durch das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern in enger Zusammenarbeit mit dem Emergency Response Coordination Centre auf EU-Ebene koordiniert. Der Transport der Hilfslieferungen wird derzeit vorbereitet. Im Rahmen des UCPM unterstützt die Europäische Union den Transport der Hilfslieferungen maßgeblich durch die Bereitstellung eines Transportdienstleisters und beteiligt sich an den hierfür anfallenden Kosten. Hierdurch wird eine zeitnahe und bedarfsgerechte Bereitstellung der deutschen Hilfeleistungen in Nepal unterstützt. Die deutsche Botschaft in Kathmandu prüft außerdem Wege der kurzfristigen finanziellen Unterstützung lokaler Nichtregierungsorganisationen. Hierfür hat die Bundesregierung 200.000 Euro bereitgestellt.
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