Schriftliche Frage 68 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wird die Bundesregierung angesichts der Ergebnisse des Ausbildungsreports des Deutschen Gewerkschaftsbundes, wonach sich etwa jeder zweite j…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 31. August 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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Schriftliche Frage 68 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wird die Bundesregierung angesichts der Ergebnisse des Ausbildungsreports des Deutschen Gewerkschaftsbundes, wonach sich etwa jeder zweite j…
Frage 68 (Dr. Kirsten Kappert-Gonther, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Wird die Bundesregierung angesichts der Ergebnisse des Ausbildungsreports des Deutschen Gewerkschaftsbundes, wonach sich etwa jeder zweite junge Mensch in Ausbildung psychisch belastet fühlt, Maßnahmen einleiten, um die psychische Gesundheit von Auszubildenden zu stärken, und wenn ja, welche (www.tagesschau.de/wirtschaft/d gb-ausbildungsreport-106.html)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf vom 3. September 2026:
Die konkrete Schaffung und Gewährleistung attraktiver und gesundheitsförderlicher Ausbildungsbedingungen im Rahmen der dualen Ausbildung liegt in erster Linie in der Verantwortung der jeweiligen Ausbildungsbetriebe. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) sieht darüber hinaus Überwachungsund Fürsorgepflichten vor. So obliegt den zuständigen Stellen (z. B. den Kammern) die Überwachung der Eignung der Ausbildungsstätte und der Ausbilderinnen und Ausbilder. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die persönliche und fachliche Eignung der Ausbildenden sowie die Eignung der Ausbildungsstätte gegeben sind und keine Gefährdung der Auszubildenden – etwa für ihre Gesundheit – besteht. Die Stärkung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist allerdings kein spezifisches Thema der beruflichen Bildung. Sie ist eines der vordringlichen Ziele der Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode hat sich die Koalition darauf verständigt, eine Strategie „Mentale Gesundheit für junge Menschen“ neu zu verankern. Damit wird erstmals ein längerfristiger Rahmen für ein gesamtgesellschaftliches Engagement zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die mentale Gesundheit junger Menschen in Deutschland geschaffen. Die Schwerpunkte der Strategie sollen auf Prävention und Früherkennung liegen, insbesondere durch Aufklärung und Beratung von Eltern sowie Fortbildung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie weiteren Fachkräften. Ziel der Bundesregierung ist es, die Bereiche Bildung, Jugendhilfe und Gesundheit zukünftig besser miteinander zu verzahnen. Anfang 2027 wird ein Strategiezentrum „Mentale Gesundheit für junge Menschen“ seine Arbeit aufnehmen.
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