Schriftliche Frage 88 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Hat die Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Hitzewelle in der Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die psychische Ge…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des BMG. Ressortforschungsinstitute sind in der Methodik und der Bewertung der wissenschaftlichen Ergebnisse frei. Die Auswahl der Forschungsgegenstände und die Umsetzung der Forschungsergebnisse unterliegen jedoch, wie bei allen Ressortforschungseinrichtungen des Bundes, der Rechts- und Fachaufsicht durch das übergeordnete Bundesministerium. Das bedeutet, dass zum Beispiel in Bezug auf Empfehlungen zum Krisenmanagement Vorgaben durch das BMG erfolgen können. Auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/14802 wird verwiesen..
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Schriftliche Frage 88 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Hat die Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Hitzewelle in der Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die psychische Ge…
Frage 88 (Dr. Kirsten Kappert-Gonther, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Hat die Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Hitzewelle in der Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland, und wenn ja, welche, und plant sie konkrete Maßnahmen, um die Hitzeresilienz des psychosozialen Versorgungssystems – inklusive der psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgungs- und Behandlungsketten – zu stärken, und wenn ja, welche?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 21. Juli 2026:
In der Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 hat es in Deutschland eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regionalen Temperaturen über 40 Grad Celsius gegeben. Die Bundesregierung nimmt die gesundheitlichen Auswirkungen solcher klimawandelbedingten extremen Wetterereignisse, die in Zukunft noch häufiger und intensiver auftreten werden, sehr ernst. Der Klimawandel stellt nicht nur eine zunehmende Bedrohung für. die körperliche, sondern auch für die psychische Gesundheit dar. Studien zeigen, dass insbesondere während Hitzeperioden die Inanspruchnahme psychiatrischer Notdienste, die Häufigkeit von Suiziden sowie die Risiken für das Neuauftreten oder die Symptomverschlechterung von Stimmungs- und Angststörungen sowie von psychotischen und demenziellen Erkrankungen in der Bevölkerung steigen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat deshalb gemeinsam mit der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) den „Musterhitzeschutzplan für ambulante psychotherapeutische Praxen“ als Bundesempfehlung vorgelegt, um Hitzegefahren bei Patientinnen und Patienten sowie Praxis- Beschäftigten während der Sommermonate zu reduzieren. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten über Hitzegefahren aufzuklären, zur Selbstfürsorge an heißen Tagen anzuregen und den Schutz vor Hitze in ambulanten Praxen für Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende zu erhöhen.
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