Schriftliche Frage 88 von Bernd Schattner (AfD): Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, wie sich die Schweinepreise und die Anzahl der Schweinehalter in Deutschland in den letzten zehn Jah…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 24. August eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 88 von Bernd Schattner (AfD): Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, wie sich die Schweinepreise und die Anzahl der Schweinehalter in Deutschland in den letzten zehn Jah…
Frage 88 (Bernd Schattner, AfD):
Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, wie sich die Schweinepreise und die Anzahl der Schweinehalter in Deutschland in den letzten zehn Jahren entwickelt haben (wenn ja, bitte auflisten), und wie möchte die Bundesregierung die deutschen Schweinehalter in der aktuellen Preiskrise finanziell unterstützen (www. a g r a r h e u t e.com/tier/schwein/xxl-schweinehalter-meldet-ins olvenz-verfall-schweinepreise-fordert-opfer-64 2011)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher vom 27. August 2026:
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) beobachtet den Markt für Schlachtschweine sehr aufmerksam. Die Schlachtpreise für Schweine in den vergangenen zehn Jahren können unter dem Link www.bmel-statistik.de/preise/preise-fleisch abgerufen werden. Wie aus den Daten ersichtlich ist, sind deutliche Preisschwankungen nicht ungewöhnlich. Nach Höchstpreisen im Jahr 2023 sind die Preise in den Folgejahren kontinuierlich gefallen. Für das laufende Jahr 2026 liegen noch keine statistisch erhobenen Preise für Schlachtschweine vor. Mit der Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) steht jedoch ein aktueller Marktrichtwert zur Verfügung. Die Notierung für Schlachtschweine erreichte im Juli 2026 mit 1,40 Euro/Kilogramm (kg) Schlachtgewicht einen Tiefststand. Die aktuelle Notierung in der 34. Kalenderwoche beträgt 1,60 Euro/kg Schlachtgewicht. Somit ist zuletzt eine leicht ansteigende Tendenz zu erkennen. Die Anzahl der Betriebe mit Schweinehaltung in den vergangenen zehn Jahren kann unter dem Link www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierha ltung/schweinehaltung abgerufen werden. Unter dem Link ist ebenfalls die Anzahl an gehaltenen Schweinen abrufbar. Zwischen den Jahren 2016 und 2026 ist die Anzahl an Betrieben, die Ferkel, Mast- und Zuchtschweine halten, um 40 Prozent zurückgegangen. Die Anzahl der gehaltenen Schweine sank im gleichen Zeitraum hingegen lediglich um 22 Prozent. Ein durchschnittlicher schweinehaltender Betrieb hält heute somit mehr Tiere also noch vor zehn Jahren. Während der Rückgang der Betriebszahlen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich verlief, zeigt der Schweinebestand zuletzt wieder eine leichte Stabilisierung. Deutlich wird, dass der Rückgang der Betriebszahlen auch in Zeiträumen mit deutlichen Preissteigerungen, wie in den Jahren 2021 bis 2023, unvermindert anhielt. Das BMLEH unterstützt die deutschen Schweinehalterinnen und Schweinehalter unter anderem durch Investitionsförderung, die Schaffung sowie Weiterentwicklung verlässlicher Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich tragfähige Tierhaltung, konsequenten Bürokratieabbau sowie durch weitere Maßnahmen zur Unterstützung, etwa bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Rahmen der Agrarexportstrategie.
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