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Schriftliche Frage 73 von Dr. Sebastian Schäfer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bei welchen Beschaffungsprojekten/ Fähigkeitendimensionen bzw. Produkten und Unternehmen registriert das Bundesministerium der Verteidigung…

dip / schriftliche_frage 07.08.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 3. August 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung.

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Schriftliche Frage 73 von Dr. Sebastian Schäfer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bei welchen Beschaffungsprojekten/ Fähigkeitendimensionen bzw. Produkten und Unternehmen registriert das Bundesministerium der Verteidigung… Frage 73 (Dr. Sebastian Schäfer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bei welchen Beschaffungsprojekten/ Fähigkeitendimensionen bzw. Produkten und Unternehmen registriert das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) eine Rüstungsinflation, und wie beabsichtigt das BMVg einer solchen Rüstungsinflation im Sinne der Bundeswehr, wie auch im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zu begegnen (bitte die Gesamtzahl der Produkte angeben, bei denen Rüstungsinflation festgestellt wurde, und die fünf Produkte mit der stärksten Preissteigerung nach Produkt, Jahren der Beschaffung und Vergleichswerten [Stückpreise der jüngsten Bestellung und der letzten Bestellung vor der sog. Zeitenwende] aufschlüsseln)? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Nils Schmid vom 3. August 2026: Das Bundesministerium der Verteidigung registriert bei einzelnen Rüstungsgütern und rüstungsnahen Dienstleitungen Preissteigerungen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und liegen überwiegend außerhalb des Einflussbereichs des Bundesministeriums der Verteidigung. Hierzu gehören etwa die weltweit gestiegene Bedrohungslage, negative Auswirkungen auf Lieferketten und Rohstoffversorgung, gestiegene Energiepreise und Produktionskosten. Um dem zu begegnen werden Aufträge entsprechend vergäbe- und preisrechtlicher Vorgaben und soweit möglich im Wettbewerb durchgeführt. Sollte eine Preisbildung im Wettbewerb nicht möglich sein, werden die Angebote im Hinblick auf die Angemessenheit der Kalkulationsansätze ausgewertet. Zusätzlich wird im Rahmen der Reformagenda Rüstung daran gearbeitet, die Preiskontrolle des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) weiter zu optimieren und Möglichkeiten der Weiterentwicklung des deutschen Preisrechts geprüft. Darüber hinaus ist eine Beantwortung der Frage in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich. Daten zur Rüstungsinflation werden statistisch nicht erfasst. Die für eine Beantwortung erforderliche manuelle Auswertung sämtlicher Verträge der letzten Jahre – allein im Jahr 2025 wurden rund 12.000 Verträge geschlossen – ist innerhalb des zur Beantwortung von Schriftlichen Fragen vorgesehenen Zeitrahmens nicht leistbar.

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