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Schriftliche Frage 45 von Stefan Seidler (fraktionslos): Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit der Ostseesturmflut im Oktober 2023 ergriffen, um die grenzüberschreitende Zusammena…

dip / schriftliche_frage 10.07.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern.

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Schriftliche Frage 45 von Stefan Seidler (fraktionslos): Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit der Ostseesturmflut im Oktober 2023 ergriffen, um die grenzüberschreitende Zusammena… Frage 45 (Stefan Seidler, fraktionslos): Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit der Ostseesturmflut im Oktober 2023 ergriffen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenwarnung mit Dänemark, insbesondere mit dem dänischen Wetterdienst (DMI), im Hinblick auf die gemeinsame Erstellung von meteorologischen Vorhersagen, Warnsystemen sowie abgestimmte Kommunikationsprozesse auszubauen, und wie bewertet die Bundesregierung den aktuellen Stand als Grundlage für die Berichts- und Warnpraxis in der Grenzregion? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christoph de Vries vom 7. Juli 2026: Um eine einheitliche und effiziente Warnung der Bevölkerung über nationale Grenzen hinweg sicherzustellen, setzt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf einen Warnmeldungsaustausch in Echtzeit. Hierzu wurde die sogenannte „MoWaS Datenschleuse“ entwickelt. Diese dient als technische Schnittstelle zwischen den nationalen Warnsystemen und ermöglicht in Gefahrenlagen den unmittelbaren Austausch von Warnmeldungen in Grenzregionen. Derzeit befindet sich das BBK im engen Austausch mit der Danish Emergency Management Agency (DEMA). Im letzten Jahr ist es dem BBK gelungen, das von der DEMA betriebene nationale dänische Warnsystem DK-Sirenen an das deutsche MoWaS anzuschließen. Warnmeldungen aus Dänemark können nun direkt in MoWaS empfangen und dort weiterverarbeitet werden. Aktuell läuft noch eine Testphase, bevor diese Funktion den deutschen Grenzregionen zur Verfügung gestellt wird. Soweit der dänische Wetterdienst (DMI) Warnmeldungen über DK- Sirenen versendet, können diese auch über MoWaS empfangen werden. Die Zusammenarbeit beruht auf dem etablierten europäischen Katastrophenhilfemechanismus UCPM sowie in der Funktion als DEU NCP an der im Bedarfsfall DNK Anfragen eingehen bzw. vice versa. Nach der Ostseesturmflut hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ebenfalls seine Kommunikationsprozesse verbessert. Zum Beispiel zeigen die Informationen zu den Wasserständen der einzelnen Ostseepegel nun auch eine Abschätzung der Unsicherheiten. Mit dem DMI steht das BSH fortlaufend im Austausch. Um eine transparente grenzüberschreitende Kommunikation aufzubauen, werden am BSH nun die eigenen Modellvorhersagen zusammen mit der Vorhersage der dänischen Behörde DMI dargestellt. Warnungen werden untereinander ausgetauscht. Bei Warnlagen liegen den Diensthabenden auch die Vorhersagen der dänischen Behörde FCOO vor.

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