Schriftliche Frage 173 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Äußerung von Dr. Thomas Spindler aus dem Fachgespräch des Ausschusses für Gesund…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 8. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 173 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Äußerung von Dr. Thomas Spindler aus dem Fachgespräch des Ausschusses für Gesund…
Frage 173 (Johannes Wagner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Äußerung von Dr. Thomas Spindler aus dem Fachgespräch des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages zu Allergien bei Kindern und Jugendlichen vom 13. November 2024 (Selbstbefassung S-20(14)160 bzw. Ausschussprotokoll 20/130), dass die Allergiediagnostik idealerweise verbindlich in die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen für Kinder (U-Untersuchungen nach § 26 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch) integriert würde, und plant sie, den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) damit zu beauftragen, die Richtlinie zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern entsprechend zu prüfen und weiterzuentwickeln, und wenn nicht, plant sie, mit einer anderen Initiative auf Bundesebene die Grundlagen für eine systematische Allergie- Früherkennung im Kindesalter zu stärken?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 9. Juni 2026:
Aus Sicht der Bundesregierung haben Allergien bei Kindern und Jugendlichen eine hohe Relevanz, da sie zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in dieser Altersgruppe gehören. Die Einführung einer neuen Untersuchung in die Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung obliegt dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Der G-BA hat die gesetzliche Aufgabe, das Nähere über Inhalt, Art und Umfang der Gesundheitsuntersuchungen in seinen Richtlinien zu bestimmen, nach Durchführung eines systematischen Bewertungsverfahrens gemäß seiner Verfahrensordnung. Derzeit läuft im G-BA ein Beratungsverfahren zur Einführung einer neuen Früherkennungsuntersuchung für Kinder (U10 für Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren) und einer einheitlichen Dokumentation aller Untersuchungen, einschließlich der Jugendgesundheitsuntersuchung (J1), im Kinderuntersuchungsheft (siehe auch: www.g-ba.de/bewertungs verfahren/methodenbewertung/319). Darüber hinaus unterstützt die Bundesregierung Forschung zu Allergien im Kindes- und Jugendalter, u. a. im Rahmen der Förderung des Environmental Health Centers vom Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (Helmholtz Munich). Auch in dem vom Bund und den Sitzländern geförderten Deutschen Zentrum für Lungenforschung ist die vernetzte Forschung zu Entstehung, Prävention und Therapie von Allergien und Asthma bei Kindern und Jugendlichen ein Schwerpunkt.
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