Schriftliche Frage 146 von Dr. Christina Baum (AfD): Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung zu gesundheitlichen Ursachen für den beobachteten Rückgang der Geburtenzahlen seit 2021, und hat…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 11. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 146 von Dr. Christina Baum (AfD): Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung zu gesundheitlichen Ursachen für den beobachteten Rückgang der Geburtenzahlen seit 2021, und hat…
Frage 146 (Dr. Christina Baum, AfD):
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung zu gesundheitlichen Ursachen für den beobachteten Rückgang der Geburtenzahlen seit 2021, und hat die Bundesregierung Untersuchungen oder Studien in Auftrag gegeben oder ausgewertet, die einen möglichen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Faktoren (z. B. Infektionskrankheiten, Impfungen, Umweltgiften oder anderen medizinischen Einflüssen) und dem Geburtenrückgang prüfen?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 15. Mai 2026:
Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich aus zwei Entwicklungen: Das Eintreten der zahlenmäßig kleinen 1990er- Geburtsjahrgänge in das wichtige fertile Alter von Anfang 30 und die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer (vgl. www.destatis.de/ DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_146_126.html). Betrachtet man die Anzahl an Geburten im Verlauf, so lässt sich feststellen, dass immer wieder Schwankungen in den Geburtenzahlen auftreten. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren. Damit wurde eine ähnlich niedrige Anzahl an Geburten wie im Jahr 2011 registriert (vgl. www.destatis.de/DE/Theme n/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/_inhalt.html). Das Statistische Bundesamt veröffentlicht zum Thema Geburten unterschiedliche Statistiken und deren Interpretation (www.destatis.de/DE/Th emen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/_inhalt.html, „Der dritte Geburtenrückgang im vereinigten Deutschland – Analysen und Hintergründe“ in der Zeitschrift WISTA-Wirtschaft und Statistik, Ausgabe 4/2025). Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) beschäftigt sich in einem eigenen Forschungsschwerpunkt mit Fertilität (www.bib.bund.de/ DE/Forschung/Familie/Familie-Fertilitaet.html). Das BiB hat u. a. den Geburtenrückgang seit dem Jahr 2022 im internationalen Vergleich (https://doi.org/10.1007/s10680-023-09689-w „Fertility Declines Near the End of the COVID-19 Pandemic: Evidence of the 2022 Birth Declines in Germany and Sweden“ in der Zeitschrift European Journal of Population) sowie die Entwicklung der Kinderwünsche (www.bib.bun d.de/Publikation/2025/Stabile-Kinderwuensche-trotz-Geburtenrueckgan g.html, „Stabile Kinderwünsche trotz Geburtenrückgang. Werden Geburten wegen der Krisen aufgeschoben?“ in der Zeitschrift BiB.Aktuell, Ausgabe 6/2025) analysiert. Hinweise auf einen Zusammenhang der sinkenden Geburtenrate mit Infektionskrankheiten, Impfungen, Umweltgiften oder anderen medizinischen Einflüssen liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die Antworten der Bundesregierung zu den Fragen 1, 9, 10 sowie 11 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/1813 verwiesen.
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