Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland seit 2020 (Antwort zu Drs. 21/1410)
Text
Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland seit 2020 (Antwort zu Drs. 21/1410)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1845
21. Wahlperiode 29.09.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Thomas Dietz, Martin Sichert,
Dr. Christina Baum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/1410 –
Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland seit 2020
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Geburtenzahlen in Deutschland sind laut Angaben des Statistischen
Bundesamtes im Jahr 2023 auf den niedrigsten Stand seit 2013 gefallen (vgl.
Destatis, 2024, www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_1
74_126.html). Bereits 2022 zeichnete sich ein markanter Rückgang ab, der
sich seither fortsetzt (vgl. Rießinger, M. (2023): Signifikanter
Geburtenrückgang 9 Monate nach Impfkampagne?, in: Berichte zur Reproduktionsmedizin,
Bd. 17).
Ein signifikanter Rückgang der Lebendgeburten wurde insbesondere ab Mitte
2022 festgestellt – also etwa neun bis zwölf Monate nach dem Höhepunkt der
COVID-19-Impfkampagne in Deutschland (vgl. Eurostat, https://ec.europa.eu/
eurostat/databrowser/view/demo_fmonth/default/table).
International – etwa in der Schweiz (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PM
C11246222/), in den USA (Boston University, www.bu.edu/articles/2022/do-c
ovid-vaccines-affect-menstrual-cycle/) und in Israel (Nature, 2024, www.natur
e.com/articles/s41541-024-00911-2) – wurde über mögliche Auswirkungen
der COVID-19-Impfung auf den Menstruationszyklus berichtet.
Um etwaige Zusammenhänge zwischen medizinischen, sozialen und
politischen Einflussfaktoren auf die Geburtenentwicklung sachlich und
wissenschaftlich zu prüfen, bedarf es nach Ansicht der Fragesteller belastbarer,
ergebnisoffener Daten. Ein zentrales Anliegen ist ihnen daher die
wissenschaftlich fundierte Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen der
COVID-19-Impfkampagne und dem seither beobachteten Rückgang der
Geburtenrate. In diesem Zusammenhang ist in ihren Augen hervorzuheben, dass
das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) selbst mehrere Forschungsprojekte initiiert hat,
um Fragen der Impfstoffsicherheit auch im Hinblick auf reproduktive
Gesundheit zu untersuchen.
Dazu zählt die SafeVac-2.0-Studie, ein vom PEI entwickeltes App-basiertes
Monitoring zur Erfassung von Impfnebenwirkungen nach COVID-19-
Boosterimpfungen (vgl. www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2022/220927-sa
fevac-2-0-beobachtungsstudie-geht-in-die-schlussphase.html). Die
prospektive Kohortenstudie SARS-CoV-2-PregVac, koordiniert durch das
Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie an der Charité Ber-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 26. September 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
lin, untersucht mögliche Auswirkungen der Impfung während der
Schwangerschaft (vgl. https://drks.de/search/en/trial/DRKS00025255). Darüber hinaus
wurde mit der RiCO-Studie (RiCO = Risikokommunikation bei COVID-19-
Impfstoffen) ein populationsbezogenes Evaluationsprojekt begonnen, das vom
PEI gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum, der Uniklinik Köln und
dem Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführt wird (vgl. www.pei.de/DE/new
sroom/hp-meldungen/2024/240927-rico-studie.html).
In Stellungnahmen und Antworten auf parlamentarische Anfragen (vgl.
Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 89 des Abgeordneten
Kay-Uwe Ziegler auf Bundestagsdrucksache 21/664 und die Antwort der
Bundesregierung auf die Große Anfrage der Fraktion der AfD zur COVID-19-
Pandemie auf Bundestagsdrucksache 20/9036) verweist die Bundesregierung
regelmäßig auf den Cochrane Review (2022) als Beleg für die Sicherheit der
COVID-19-Impfstoffe (vgl. www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/1465
1858.CD015477/full). Gleichzeitig machen die Autorinnen und Autoren des
Reviews transparent, dass es methodische Einschränkungen gibt, die eine
umfassende Bewertung bestimmter Fragestellungen – etwa zu langfristigen
Wirkungen oder spezifischen Nebenwirkungen wie Auswirkungen auf die
Fruchtbarkeit – erschweren. So wird unter anderem darauf hingewiesen, dass in den
analysierten Studien keine individuellen Patientendaten vorlagen
(„Implications for practice Due to the trial exclusions, these results cannot be generalized
to pregnant women, individuals with a history of SARS-CoV-2 infection, or
immunocompromized people.“, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36473651/),
dass schwere Nebenwirkungen meist nur als sekundäre Endpunkte betrachtet
wurden und dass der Zeitraum der Nachbeobachtung in vielen Fällen kurz war
(„Most trials had a short follow-up […]“, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36
473651/). Reproduktive Endpunkte wie Zyklusstörungen oder
Fertilitätsveränderungen wurden im Review nicht systematisch erfasst oder ausgewertet
(„[…] these results cannot be generalized to pregnant women, individuals with
a history of SARS-CoV-2 infection, or immunocompromized people.“, https://
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36473651/). Die Autorenschaft benennt diese
Lücken ausdrücklich und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur
Beurteilung langfristiger Sicherheitsaspekte („Future research should evaluate the
long-term effect of vaccines, compare different vaccines and vaccine
schedules, assess vaccine efficacy and safety in specific populations, and include
outcomes such as preventing long COVID-19. Ongoing evaluation of vaccine
efficacy and effectiveness against emerging variants of concern is also vital.“,
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36473651/).
Zugleich erklärte das Paul-Ehrlich-Institut bereits im Sicherheitsbericht vom
29. Juli 2021, dass auf Basis der verfügbaren deutschen Daten keine
abschließende Bewertung zur Impfstoffsicherheit möglich sei (vgl. https://fragdenstaa
t.de/anfrage/kbv-daten-durch-anwalt-von-tom-lausen-ans-pei-uebergeben/857
428/anhang/02-perspektive-impfsurveillance-digimpfquotenmonitoring-red_g
eschwaerzt.pdf). Dennoch verwies die Bundesregierung in den oben
genannten Bundestagsdrucksachen auf eine „belegte Sicherheit“ – gestützt auf eine
Cochrane-Analyse, die erst im Jahr 2022 erschien (ebd.). Diese zeitliche und
methodische Diskrepanz wirft aus Sicht der Fragesteller Fragen hinsichtlich
der Konsistenz der wissenschaftlichen Grundlage und der Risiko-
Kommunikation auf.
Für die kleinräumige statistische Analyse im Rahmen dieser Kleinen Anfrage
wird auf die sogenannte NUTS-3-Ebene Bezug genommen – die kleinste
regionale Gliederungsebene im EU-Statistiksystem. In Deutschland umfasst sie
die 294 Landkreise und 106 kreisfreien Städte (vgl. https://ec.europa.eu/eurost
at/web/nuts/background). Diese Gebietseinheiten ermöglichen die
Untersuchung regionaler Unterschiede bei Geburtenraten, Impfquoten und
soziodemografischen Einflussfaktoren.
1. Wie entwickelte sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der
Lebendgeburten in Deutschland im Zeitraum von Januar 2019 bis Mai
2025 auf monatlicher Basis, jeweils aufgeschlüsselt nach Bundesländern,
Landkreisen und kreisfreien Städten (NUTS-3; vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller), und in welchen dieser Gebietseinheiten sind im Zeitraum
von Januar 2021 bis Mai 2025 Rückgänge der Geburtenrate je 1 000
Einwohner im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahreswerten feststellbar (die
Angaben jeweils monatlich und regional tabellarisch darstellen)?
Es wird auf die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten verwiesen.
Aktuelle Geburtenzahlen nach Monaten im grafischen Vergleich, Deutschland:
www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/ge
burten-aktuell.html,
Lebendgeborene nach Monaten und Bundesländern:
www-genesis.destatis.de/datenbank/online/table/12612-0101.
Lebendgeborene nach Monaten auf NUTS-3-Ebene (bis einschließlich 2023
vorliegend; monatliche Daten zur Zahl der Lebendgeborenen auf NUTS-3-
Ebene ab Januar 2024 können ohne Mitwirkung der Statistischen Landesämter
nicht bereitgestellt werden):
www.regionalstatistik.de/genesis//online?operation=table&code=12612-03-01-
4&bypass=true&levelindex=1&levelid=1756806239348#abreadcrumb,
Lebendgeborene nach Monaten je 1 000 Einwohner, Deutschland:
www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/12612/table/12612-0020.
Lebendgeborene nach Monaten je 1 000 Einwohner nach Ländern für die Jahre
2019 bis 2024 sind in der Anlage 1* aufgeführt. Monatliche Geburtenraten je
1 000 Einwohner liegen auf NUTS-3-Ebene nicht vor.
2. Zu welchem Zeitpunkt seit dem Jahr 2020 ist nach Kenntnis der
Bundesregierung erstmals ein statistisch signifikanter Rückgang der monatlichen
Geburtenzahlen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat
festzustellen, und hat die Bundesregierung spezifische Auswertungen zu
Geburtenrückgängen im Zeitraum von Februar bis Oktober 2022 vorgenommen
oder beauftragt – also jenem Zeitraum, der neun bis zwölf Monate nach
dem Höhepunkt der COVID-19-Impfkampagne in den Monaten von Mai
bis August 2021 liegt?
Deutliche Rückgänge der monatlichen Geburtenzahlen im Vergleich zum
Vorjahresmonat waren seit dem Jahr 2020 auf Bundesebene erstmals im Januar
2022 mit –9 Prozent zu beobachten. Besonders stark war der Rückgang im
März 2022 mit –13 Prozent. Diese Veränderungen im Jahr 2022 sind nicht
einmalig. So gingen die Geburtenzahlen in den Monaten August bis November
1991 um 10 bis 14 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat
zurück. Auch im September 2023 sank die Geburtenzahl im Vergleich zum
Vorjahresmonat um 12 Prozent. Bewertungen zur statistischen Signifikanz von
Veränderungen sind bei einer Totalerhebung wie der Geburtenstatistik eher
unüblich.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1845 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
3. Welche Unterschiede in der Entwicklung der monatlichen Geburtenrate
je 1 000 Einwohner sind nach Kenntnis der Bundesregierung im
Zeitraum von Januar 2021 bis Mai 2025 zwischen städtisch und ländlich
geprägten Gebietseinheiten (aufgeschlüsselt nach NUTS-3) dokumentiert,
und wurden diese Unterschiede unter Berücksichtigung von COVID-19-
Impfquoten, Altersstruktur oder sozioökonomischen Faktoren statistisch
ausgewertet oder analysiert?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Daten vor.
4. Hat die Bundesregierung oder eine ihr nachgeordnete Behörde
systematische Auswertungen zur Korrelation zwischen der COVID-19-Impfquote
(Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen) und der Entwicklung der
monatlichen Geburtenrate je 1 000 Einwohner im Zeitraum seit Januar 2021
durchgeführt oder beauftragt – differenziert nach Bundesländern,
Landkreisen und kreisfreien Städten (NUTS-3) –, und liegen der
Bundesregierung darüber hinaus Meldungen über Impfnebenwirkungen im
Zusammenhang mit Fruchtbarkeit oder Menstruationsveränderungen vor (wenn
ja, bitte Art und Häufigkeit dieser Meldungen nach Jahr, Altersgruppe
und COVID-19-Impfstofftyp aufschlüsseln)?
Es wurde keine entsprechende Auswertung im Zeitraum seit Januar 2021
durchgeführt oder beauftragt. Das Pharmacovigilance Risk Assessment
Committee (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat
Veränderungen des Menstruationszyklus bzw. der Regelblutung nach Impfung gegen
SARS-CoV-2 untersucht. Es wird auf die Antwort zu Frage 14 verwiesen.
5. Welche Studien zur reproduktiven Sicherheit von COVID-19-
Impfstoffen (mRNA, Vektor, Protein) liegen der Bundesregierung vor?
Im Januar 2022 informierte die EMA über eine detaillierte Untersuchung der
EMA COVID-19 Task Force (ETF), die verschiedene Studien zu Impfungen
von schwangeren Frauen mit insgesamt 65 000 Schwangerschaften in
verschiedenen Stadien bewertet hat, siehe unter www.ema.europa.eu/en/news/covid-19-
latest-safety-data-provide-reassurance-about-use-mrna-vaccines-during-pregn
ancy.
In der Bewertung dieser Daten sind bei einer Impfung während der
Schwangerschaft keine sicherheitsrelevanten Signale für die schwangeren Frauen
bezüglich Komplikationen in der Schwangerschaft, Fehlgeburten oder Frühgeburten
oder für die Föten erkannt worden. Nach Kenntnis des Paul-Ehrlich-Instituts
(PEI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) spricht die aktuelle Datenlage in der
wissenschaftlichen Literatur nicht für einen sicherheitsrelevanten Einfluss der
in der EU/EWR zugelassenen COVID-19-Impfstoffe auf die Fertilität und
Schwangerschaft.
6. Hat die Bundesregierung Kenntnis von statistisch signifikanten
Veränderungen bei der Nutzung reproduktionsmedizinischer Leistungen (z. B.
In-vitro-Fertilisation [IVF], Intrazytoplasmatische Spermieninjektion
[ICSI]) im Zeitraum von 2021 bis 2024 (wenn ja, bitte ausführen)?
Die Bundesregierung führt keine Statistik über reproduktionsmedizinische
Leistungen. Das Deutsche IVF-Register e. V. (D I R) gibt jährlich eine
Auswertung der von den Mitgliedszentren gemeldeten Behandlungen und
Behandlungszyklen heraus. Zu den Ergebnissen wird auf die Publikationen des D I R
verwiesen, siehe unter www.deutsches-ivf-register.de.
7. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im Zeitraum von Januar
2021 bis Mai 2025 statistisch auffällige Veränderungen in der Häufigkeit
von Fehlgeburten oder Totgeburten festgestellt, insbesondere in den
Monaten, die vier bis 20 Wochen auf eine COVID-19-Impfung während der
Schwangerschaft folgten (wenn ja, bitte ausführen)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Hinweise vor. Auf die Antwort zu
Frage 5 wird verwiesen.
8. Wie begründet die Bundesregierung ihre wiederholte Berufung auf den
im Jahr 2022 veröffentlichten Cochrane Review zur Untermauerung der
Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe, obwohl bereits im Juli 2021 vom
PEI öffentlich erklärt wurde, dass eine fundierte Sicherheitsbewertung
auf Basis deutscher Daten zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich war
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 89 des
Abgeordneten Kay-Uwe Ziegler auf Bundestagsdrucksache 21/664 verwiesen.
9. Welche Zwischenergebnisse liegen der Bundesregierung aus der von ihr
geförderten Beobachtungsstudie „SARS-CoV-2-PregVac“ zur Sicherheit
der COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft vor (vgl. www.bundesg
esundheitsministerium.de/ministerium/ressortforschung/handlungsfelder/
forschungsschwerpunkte/covid-19-pandemie/sars-cov-2-pregvac.html),
und welche Schlussfolgerungen zieht sie daraus für ihre Kommunikation,
Impfempfehlungen oder weitere Forschung im Bereich der reproduktiven
Gesundheit?
Die Hauptfragestellungen der PregVac-Studie waren die Auswirkungen der
Impfung mit mRNA-COVID-19-Impfstoff im ersten Trimenon auf die
Häufigkeit von Fehlbildungen beim Fetus/Kind sowie auf die Häufigkeit von
Spontanaborten/intrauteriner Fruchttod. Die Ergebnisse zur Frage von Fehlbildungen
wurden zunächst vorab als Preprint in der Zeitschrift „Clinical Microbiology
and Infection“ veröffentlicht, siehe unter www.sciencedirect.com/science/articl
e/pii/S1198743X25002915?via%3Dihub. Das Fazit der Studie lautet, dass nach
der Impfung von Schwangeren mit mRNA-COVID-19-Impfstoffen im ersten
Trimester kein statistisch signifikanter Anstieg der Gesamtrate an
Geburtsfehlern festgestellt wurde. Dies ist insofern besonders zu beachten, weil generell
Impfungen im ersten Trimester als schwierig angesehen werden, da in den
ersten drei Monaten die natürliche Abortrate besonders hoch ist.
10. Hat die Bundesregierung Kenntnisse über die Entwicklungen der
Geburtenrate in den Jahren von 2021 bis 2024 in Ländern mit hoher Impfquote
(z. B. Portugal, Israel, Kanada) im Vergleich zu Ländern mit niedriger
Impfquote (z. B. Rumänien, Bulgarien), und liegen ihr Informationen
oder Einschätzungen zu möglichen Ursachen etwaiger Unterschiede vor
(wenn ja, bitte ausführen)?
Die Geburtenrate in verschiedenen Staaten in den Jahren 2021, 2022 und 2023
ist der Tabelle in der Anlage 2* zu entnehmen. Für das Jahr 2024 liegen der
Bundesregierung keine Daten vor.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/1845 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
11. Liegen der Bundesregierung belastbare internationale Studien oder
Datenauswertungen vor, die Unterschiede in der Geburtenentwicklung in
Abhängigkeit vom jeweils verwendeten Impfstofftyp untersuchen (z. B.
mRNA-Impfstoffe wie von BioNTech/Pfizer und Moderna gegenüber
Vektorimpfstoffen wie von AstraZeneca oder „Sputnik V“)?
12. Sind der Bundesregierung Studien oder Datenerhebungen internationaler
Institutionen (z. B. Weltgesundheitsorganisation [WHO], Europäische
Arzneimittel-Agentur [EMA], Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD], Statistisches Amt der
Europäischen Union [Eurostat], Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen
[UNFPA]) bekannt, die systematisch einen möglichen Zusammenhang
zwischen COVID-19-Impfungen und der Entwicklung von
Geburtenraten oder Fertilität untersuchen, wenn ja, welche, und wenn der
Bundesregierung keine solchen Studien bekannt sind, warum hat sie sich nicht
aktiv dafür eingesetzt, dass internationale Vergleiche zur
Geburtenentwicklung im Zusammenhang mit der Impfkampagne angestoßen oder
finanziert werden?
13. Welche Einschätzung hat die Bundesregierung hinsichtlich des
wissenschaftlichen Nutzens einer international vergleichenden Analyse der
Geburtenentwicklung in Abhängigkeit von Impfquote, Impfstofftyp und
Impfkampagnenzeitpunkt, und plant sie ggf., eine solche Untersuchung
zu initiieren oder international zu unterstützen?
Die Fragen 11 bis 13 werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegt keine wissenschaftliche Evidenz für einen direkten
negativen oder positiven Einfluss von COVID-19-Impfungen auf die
Geburtenrate vor.
14. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in Beratungen des
Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der EMA
Geburtenrückgänge oder Fertilitätsfragen thematisiert, und wenn ja, inwieweit?
Nach aktuellem Kenntnisstand wurden im PRAC Veränderungen des
Menstruationszyklus bzw. der Regelblutung nach Impfung gegen SARS-CoV-2
untersucht. Ein Zusammenhang mit Störungen der Fertilität oder Rückgängen der
Geburtenzahlen wurde dabei allerdings nicht hergestellt. Die Protokolle des
PRAC sind öffentlich verfügbar, siehe unter www.ema.europa.eu/en/committee
s/pharmacovigilance-risk-assessment-committee-prac.
15. Wurden seit 2021 konkrete Forschungsprojekte durch Bundesmittel oder
unter Beteiligung von Bundesbehörden gefördert, die sich mit möglichen
Auswirkungen der COVID-19-Impfung auf Fertilität,
Menstruationszyklus oder Geburtenentwicklung befassen, und wenn ja, welche (bitte ggf.
inklusive Projektträger, Förderhöhe, Startdatum, Zielbeschreibung
auflisten)?
Das PEI hat zusammen mit dem Pharmakovigilanz‐ und Beratungszentrum
(PVZ) für Embryonaltoxikologie (Charité-Universitätsmedizin Berlin) eine
Beobachtungsstudie zur Sicherheit von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 in der
Schwangerschaft – Erhebung und Auswertung von
Schwangerschaftsverlaufsdaten durchgeführt, siehe unter www.bundesgesundheitsministerium.de/ministe
rium/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/covid-19-pand
emie/sars-cov-2-pregvac.html. Zudem wird auf die Antwort zu Frage 9
verwiesen.
16. Wird durch das Paul-Ehrlich-Institut an einer Studie zur
Langzeitüberwachung möglicher reproduktionsbiologischer Impfnebenwirkungen
gearbeitet, und wenn nein, warum nicht?
Derzeit sind aufgrund des in den Antworten zu den vorangehenden Fragen
dargestellten wissenschaftlichen Erkenntnisstands keine diesbezüglichen Studien
geplant.
17. Warum wurden zentrale Studien wie SafeVac 2.0, SARS-CoV-2-PregVac
oder RICO – die vom PEI selbst angeregt wurden – bislang nicht
abgeschlossen, veröffentlicht oder ausgewertet?
Die SafeVac 2.0-Studie war ein Forschungsvorhaben und ist nicht zu
verwechseln mit dem Spontanmeldesystem von Verdachtsfällen einer unerwünschten
Arzneimittelwirkung (Nebenwirkung), welches das PEI u. a. zur Überwachung
der Impfstoffsicherheit nutzt. Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer
haben sich dafür freiwillig in der SafeVac 2.0-App registriert. Auswertungen
werden nach dem üblichen Review-Prozess veröffentlicht.
Eine Veröffentlichung zu Ergebnissen der Preg-Vac-Studie ist bereits
erschienen. Auf die Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.
Die RiCO-Studie war ursprünglich als Studie zur Risikoevaluation der
COVID-19-Impfstoffe (RiCO) auf Populationsebene in Deutschland geplant,
die zwischenzeitlich aufgeteilt wurde. Neuer Ausgangspunkt war dann eine
Machbarkeitsstudie von Uniklinik Köln, Ruhr-Universität Bochum, RKI und
PEI, mit welcher die Zusammenführung sowie die prinzipielle Auswertbarkeit
der benötigten Gesundheitsdaten getestet wurde. Durch die in ihrem Rahmen
gewonnenen Erkenntnisse wird eine Studie zur Risikoevaluation der
COVID-19-Impfstoffe zukünftig möglich sein. Die Ergebnisse hat das PEI auf
seiner Internetseite veröffentlicht, abrufbar unter www.pei.de/DE/newsroom/h
p-meldungen/2024/240927-rico-studie.html.
18. Plant die Bundesregierung die Durchführung einer eigenständigen,
bevölkerungsrepräsentativen Studie, um mögliche Zusammenhänge
zwischen COVID-19-Impfungen und Veränderungen der Geburtenzahlen in
Deutschland systematisch zu untersuchen?
Derzeit ist die Durchführung einer solchen Studie nicht geplant.
19. Beabsichtigt die Bundesregierung, vor dem Hintergrund laufender oder
noch nicht abgeschlossener Evaluationsprojekte (wie SafeVac 2.0,
SARS-CoV-2-PregVac oder RICO) eine zusätzliche eigenständige
Untersuchung zur Entwicklung der Geburtenzahlen in zeitlichem
Zusammenhang mit der COVID-19-Impfkampagne in Auftrag zu geben?
Derzeit ist eine diesbezügliche Untersuchung nicht geplant.
Anlage 1 - Tabelle zu AW auf Frage 1 - Kleine Anfrage 21/1410
Statistisches Bundesamt
Lebendgeborene je 1.000 Einwohner
Länder 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Baden-Württemberg 9,9 9,8 10,3 9,4 8,8 8,7
Bayern 9,9 9,9 10,4 9,6 8,9 8,6
Berlin 11,1 10,8 11 9,9 9,4 9,2
Brandenburg 7,7 7,6 7,6 6,9 6,2 5,9
Bremen 10,4 10,1 10,1 9,7 9,5 8,9
Hamburg 11,6 11,3 11,7 10,5 9,9 9,4
Hessen 9,7 9,6 10 9,3 8,6 8,4
Mecklenburg-Vorpommern 8 7,7 7,6 6,9 6,1 5,8
Niedersachsen 9,3 9,4 9,7 9 8,4 8,2
Nordrhein-Westfalen 9,6 9,5 9,9 9,2 8,6 8,4
Rheinland-Pfalz 9,2 9,3 9,5 9 8,4 8,1
Saarland 8 8,1 8,3 7,8 7,7 7,4
Sachsen 8,5 8,3 8,1 7,3 6,5 6,1
Sachsen-Anhalt 7,6 7,4 7,5 6,8 6,3 5,8
Schleswig-Holstein 8,5 8,4 8,7 8,2 7,5 7,3
Thüringen 7,8 7,5 7,3 6,7 6,1 5,6
Deutschland 9,5 9,4 9,7 9 8,3 8,1
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
1
Anlage 2 - Tabelle zu AW auf Frage 10 - Kleine Anfrage 21/1410
Fertility rate, total (births per woman) / Geburtenrate (Kinderzahl je Frau)
Land 2021 2022 2023 2024
Afghanistan 5,04 4,93 4,84 .
Albania 1,37 1,36 1,35 .
Algeria 2,87 2,82 2,77 .
American Samoa 2,33 2,31 2,29 .
Andorra 1,06 1,07 1,08 .
Angola 5,30 5,21 5,12 .
Antigua and Barbuda 1,58 1,58 1,58 .
Argentina 1,59 1,48 1,50 .
Armenia 1,70 1,70 1,90 .
Aruba 1,63 1,62 1,60 .
Australia 1,70 1,63 1,50 .
Austria 1,48 1,41 1,32 .
Azerbaijan 1,52 1,67 1,55 .
Bahamas, The 1,38 1,38 1,37 .
Bahrain 1,85 1,84 1,82 .
Bangladesh 2,17 2,18 2,16 .
Barbados 1,71 1,71 1,71 .
Belarus 1,37 1,33 1,21 .
Belgium 1,60 1,53 1,47 .
Belize 1,84 1,95 2,01 .
Benin 4,71 4,63 4,56 .
Bermuda 1,39 1,40 1,40 .
Bhutan 1,49 1,48 1,46 .
Bolivia 2,62 2,58 2,55 .
Bosnia and Herzegovina 1,49 1,48 1,49 .
Botswana 2,83 2,79 2,73 .
Brazil 1,64 1,63 1,62 .
British Virgin Islands 1,00 1,03 1,05 .
Brunei Darussalam 1,78 1,76 1,75 .
Bulgaria 1,80 1,78 1,81 .
Burkina Faso 4,36 4,28 4,19 .
Burundi 5,08 4,98 4,88 .
Cabo Verde 1,55 1,53 1,52 .
Cambodia 2,66 2,62 2,58 .
Cameroon 4,47 4,40 4,32 .
Canada 1,44 1,33 1,26 .
Cayman Islands 1,55 1,54 1,53 .
Central African Republic 6,05 6,02 6,01 .
Chad 6,26 6,22 6,12 .
Channel Islands 1,36 1,37 1,37 .
Chile 1,18 1,26 1,17 .
China 1,12 1,03 1,00 .
Colombia 1,68 1,66 1,65 .
Comoros 4,00 3,94 3,88 .
Congo, Dem. Rep. 6,16 6,11 6,05 .
Congo, Rep. 4,28 4,22 4,16 .
Costa Rica 1,35 1,34 1,33 .
Cote d'Ivoire 4,41 4,35 4,28 .
Croatia 1,62 1,53 1,46 .
Cuba 1,43 1,41 1,44 .
Curacao 1,40 1,30 1,20 .
Cyprus 1,39 1,39 1,39 .
Czechia 1,83 1,64 1,45 .
Denmark 1,72 1,55 1,50 .
Djibouti 2,70 2,65 2,61 .
Dominica 1,48 1,48 1,48 .
Dominican Republic 2,29 2,27 2,24 .
Ecuador 1,91 1,86 1,82 .
Egypt, Arab Rep. 2,75 2,75 2,75 .
El Salvador 1,80 1,79 1,78 .
Equatorial Guinea 4,27 4,17 4,08 .
1
Anlage 2 - Tabelle zu AW auf Frage 10 - Kleine Anfrage 21/1410
Fertility rate, total (births per woman) / Geburtenrate (Kinderzahl je Frau)
Land 2021 2022 2023 2024
Eritrea 3,87 3,79 3,71 .
Estonia 1,61 1,41 1,31 .
Eswatini 2,84 2,80 2,75 .
Ethiopia 4,18 4,08 3,99 .
Faroe Islands 2,33 2,07 1,86 .
Fiji 2,33 2,31 2,28 .
Finland 1,46 1,32 1,26 .
France 1,84 1,79 1,66 .
French Polynesia 1,53 1,52 1,50 .
Gabon 3,78 3,71 3,65 .
Gambia, The 4,17 4,08 4,01 .
Georgia 1,98 1,82 1,81 .
Germany 1,58 1,46 1,39 .
Ghana 3,49 3,43 3,40 .
Gibraltar 1,90 1,90 1,89 .
Greece 1,43 1,32 1,32 .
Greenland 1,82 1,82 1,77 .
Grenada 1,52 1,50 1,49 .
Guam 2,86 2,82 2,78 .
Guatemala 2,39 2,34 2,31 .
Guinea 4,40 4,30 4,22 .
Guinea-Bissau 4,00 3,91 3,84 .
Guyana 2,46 2,44 2,41 .
Haiti 2,75 2,70 2,66 .
Honduras 2,55 2,52 2,50 .
Hong Kong SAR, China 0,77 0,70 0,75 .
Hungary 1,61 1,56 1,51 .
Iceland 1,82 1,59 1,59 .
India 2,01 1,99 1,98 .
Indonesia 2,17 2,15 2,13 .
Iran, Islamic Rep. 1,71 1,70 1,70 .
Iraq 3,36 3,29 3,25 .
Ireland 1,78 1,54 1,50 .
Isle of Man 1,57 1,56 1,55 .
Israel 3,00 2,89 2,85 .
Italy 1,25 1,24 1,20 .
Jamaica 1,38 1,37 1,36 .
Japan 1,30 1,26 1,20 .
Jordan 2,74 2,68 2,64 .
Kazakhstan 3,32 3,05 3,01 .
Kenya 3,31 3,26 3,21 .
Kiribati 3,22 3,18 3,15 .
Korea, Dem. People's Rep. 1,81 1,80 1,78 .
Korea, Rep. 0,81 0,78 0,72 .
Kosovo 1,56 1,56 1,55 .
Kuwait 2,15 1,55 1,52 .
Kyrgyz Republic 2,89 2,80 2,70 .
Lao PDR 2,49 2,46 2,42 .
Latvia 1,57 1,47 1,36 .
Lebanon 2,28 2,26 2,24 .
Lesotho 2,77 2,72 2,69 .
Liberia 4,09 4,02 3,95 .
Libya 2,46 2,40 2,36 .
Liechtenstein 1,53 1,47 1,45 .
Lithuania 1,36 1,27 1,18 .
Luxembourg 1,38 1,31 1,25 .
Macao SAR, China 0,76 0,68 0,59 .
Madagascar 4,10 4,04 3,97 .
Malawi 3,79 3,72 3,65 .
Malaysia 1,56 1,55 1,55 .
Maldives 1,60 1,58 1,58 .
2
Anlage 2 - Tabelle zu AW auf Frage 10 - Kleine Anfrage 21/1410
Fertility rate, total (births per woman) / Geburtenrate (Kinderzahl je Frau)
Land 2021 2022 2023 2024
Mali 5,78 5,69 5,61 .
Malta 1,13 1,08 1,06 .
Marshall Islands 2,96 2,94 2,92 .
Mauritania 4,85 4,77 4,70 .
Mauritius 1,41 1,32 1,39 .
Mexico 1,97 1,94 1,91 .
Micronesia, Fed. Sts. 2,82 2,79 2,75 .
Moldova 1,75 1,69 1,73 .
Monaco 2,12 2,11 2,11 .
Mongolia 2,80 2,70 2,70 .
Montenegro 1,75 1,80 1,74 .
Morocco 2,29 2,26 2,23 .
Mozambique 4,91 4,84 4,76 .
Myanmar 2,16 2,13 2,12 .
Namibia 3,30 3,25 3,21 .
Nauru 3,43 3,38 3,33 .
Nepal 2,03 2,00 1,98 .
Netherlands 1,62 1,49 1,43 .
New Caledonia 2,01 2,00 1,98 .
New Zealand 1,64 1,66 1,56 .
Nicaragua 2,27 2,24 2,22 .
Niger 6,20 6,14 6,06 .
Nigeria 4,64 4,55 4,48 .
North Macedonia 1,60 1,60 1,50 .
Northern Mariana Islands 2,44 2,39 2,35 .
Norway 1,55 1,41 1,40 .
Oman 2,59 2,45 2,53 .
Pakistan 3,72 3,66 3,61 .
Palau 1,95 1,93 1,91 .
Panama 2,15 2,14 2,12 .
Papua New Guinea 3,22 3,17 3,10 .
Paraguay 2,47 2,44 2,42 .
Peru 2,03 2,00 1,98 .
Philippines 1,95 1,93 1,92 .
Poland 1,33 1,29 1,16 .
Portugal 1,35 1,43 1,44 .
Puerto Rico (US) 0,91 0,91 0,92 .
Qatar 1,61 1,74 1,73 .
Romania 1,81 1,71 1,71 .
Russian Federation 1,51 1,42 1,41 .
Rwanda 3,84 3,78 3,70 .
Samoa 3,94 3,88 3,83 .
San Marino 1,13 1,14 1,15 .
Sao Tome and Principe 3,76 3,70 3,64 .
Saudi Arabia 2,17 2,14 2,28 .
Senegal 3,94 3,86 3,82 .
Serbia 1,52 1,59 1,61 .
Seychelles 2,46 2,01 2,02 .
Sierra Leone 3,98 3,88 3,79 .
Singapore 1,12 1,04 0,97 .
Sint Maarten (Dutch part) 1,46 1,45 1,45 .
Slovak Republic 1,63 1,57 1,49 .
Slovenia 1,64 1,55 1,51 .
Solomon Islands 3,69 3,62 3,56 .
Somalia 6,35 6,26 6,13 .
South Africa 2,25 2,23 2,22 .
South Sudan 4,05 3,96 3,86 .
Spain 1,18 1,16 1,12 .
Sri Lanka 2,00 1,98 1,97 .
St. Kitts and Nevis 1,53 1,51 1,51 .
St. Lucia 1,40 1,39 1,38 .
3
Anlage 2 - Tabelle zu AW auf Frage 10 - Kleine Anfrage 21/1410
Fertility rate, total (births per woman) / Geburtenrate (Kinderzahl je Frau)
Land 2021 2022 2023 2024
St. Martin (French part) 2,80 2,76 2,72 .
St. Vincent and the Grenadines 1,81 1,79 1,78 .
Sudan 4,46 4,38 4,32 .
Suriname 2,30 2,27 2,25 .
Sweden 1,67 1,53 1,45 .
Switzerland 1,52 1,39 1,33 .
Syrian Arab Republic 2,80 2,75 2,71 .
Tajikistan 3,17 3,13 3,07 .
Tanzania 4,73 4,67 4,61 .
Thailand 1,23 1,22 1,21 .
Timor-Leste 2,89 2,80 2,71 .
Togo 4,32 4,25 4,19 .
Tonga 3,20 3,17 3,13 .
Trinidad and Tobago 1,56 1,54 1,53 .
Tunisia 1,80 1,85 1,83 .
Turkiye 1,71 1,63 1,51 .
Turkmenistan 2,75 2,73 2,69 .
Turks and Caicos Islands 1,50 1,48 1,46 .
Tuvalu 3,28 3,24 3,21 .
Uganda 4,51 4,39 4,28 .
Ukraine 1,15 0,90 0,98 .
United Arab Emirates 1,16 1,15 1,20 .
United Kingdom 1,58 1,56 1,56 .
United States 1,66 1,66 1,62 .
Uruguay 1,45 1,43 1,41 .
Uzbekistan 3,27 3,40 3,50 .
Vanuatu 3,70 3,65 3,60 .
Venezuela, RB 2,11 2,09 2,08 .
Viet Nam 1,94 1,93 1,91 .
Virgin Islands (U.S.) 2,01 2,00 1,98 .
West Bank and Gaza 3,44 3,38 3,31 .
Yemen, Rep. 4,60 4,59 4,59 .
Zambia 4,25 4,18 4,10 .
Zimbabwe 3,77 3,77 3,72 .
Data from database: World Development Indicators
https://databank.worldbank.org/source/world-development-indicators?Series=SE.XPD.CTOT.ZS#
Last Updated: 07/01/2025
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ISSN 0722-8333]
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