Schriftliche Frage 58 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Liegen der Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu Berichten vor, wonach kolumbianische Söldner über die Vereinigten Arabischen Emirate in da…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.
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Schriftliche Frage 58 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Liegen der Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu Berichten vor, wonach kolumbianische Söldner über die Vereinigten Arabischen Emirate in da…
Frage 58 (Boris Mijatović, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Liegen der Bundesregierung eigene Erkenntnisse zu Berichten vor, wonach kolumbianische Söldner über die Vereinigten Arabischen Emirate in das Kriegsgebiet in Nord-Darfur eingereist sein sollen (https://static1.squarespace.com/static/6967 365f36aacc18599406e8/t/69e7da4dad33435e658c 982c/1776802495385/BloodMoneyCIG.pdf), und wenn ja, zieht sie hieraus Schlussfolgerungen im Hinblick auf mögliche Verstöße gegen nationales und internationales Recht im Zusammenhang mit dem Sudankrieg, insbesondere hinsichtlich möglicher Waffenlieferungen, des Handels mit Gold sowie weiterer finanzieller oder logistischer Verbindungen konfliktbeteiligter Akteure, und wenn ja, welche?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Géza Andreas von Geyr vom 30. April 2026:
Nach Kenntnissen der Bundesregierung ist davon auszugehen, dass die Berichte zu der Präsenz von Söldnern aus Kolumbien in Sudan zutreffen. Die Bundesregierung hat sich auf EU-Ebene maßgeblich für Sanktionen gegen Mitglieder und Unterstützer der Sudanese Armed Forces (SAF) und der Rapid Support Forces (RSF) sowie gegen Entitäten eingesetzt, die mit den Konfliktparteien verbunden sind; zuletzt wurden im Januar 2026 mehrere Sanktionspakete angenommen. Bei der Sudan-Konferenz in Berlin am 15. April 2026 haben sich die Bundesregierung und ihre Co-Gastgeber für ein Ende jeder externen Unterstützung für die Kriegsparteien eingesetzt. Im Nachgang zur Sudan- Konferenz bekräftigten die EU und ihre Mitgliedstaaten in einem Statement der Hohen Vertreterin vom 21. April 2026, dass die EU alle verfügbaren Instrumente – darunter Diplomatie und restriktive Maßnahmen – nutzen wird, um sich für Frieden in Sudan einzusetzen, einschließlich der Prüfung zusätzlicher Sanktionen, die sich gegen die Kriegswirtschaft richten (abrufbar unter: www.consilium.europa.eu/de/press/press-release s/2026/04/21/sudan-statement-by-the-high-representative-on-behalf-of-t he-european-union-marking-three-years-of-war/).
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