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Schriftliche Frage 61 von Dr. Sandra Detzer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche konkreten Erkenntnisse hat die Taskforce „Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Krieges“ bisher gewonnen, und wie plant die Bundesreg…

dip / schriftliche_frage 20.03.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 16. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 61 von Dr. Sandra Detzer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche konkreten Erkenntnisse hat die Taskforce „Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Krieges“ bisher gewonnen, und wie plant die Bundesreg… Frage 61 (Dr. Sandra Detzer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche konkreten Erkenntnisse hat die Taskforce „Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Krieges“ bisher gewonnen, und wie plant die Bundesregierung neben der bereits angekündigten Beschränkung von Preiserhöhungen an Tankstellen auf einmal täglich sicherzustellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nicht überhöhte Benzinpreise infolge des Iran-Konflikts zahlen müssen? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 19. März 2026: Die Taskforce „Naher Osten – Energieversorgung der Bundesregierung“ analysiert fortlaufend die Volatilität an den Energiemärkten, die auf die derzeitige faktische Blockade der Straße von Hormus sowie auf Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Golfregion zurückzuführen ist. Infolgedessen sind die Ölpreise deutlich gestiegen und pendelten sich Mitte März 2026 bei rund 100 US-Dollar pro Barrel ein. Auch die Gaspreise verzeichnen einen Anstieg, wobei sich der Preis am TTF (Title Transfer Facilityist ein virtueller Handelspunkt, der als Referenzpreis für Erdgas in ganz Europa fungiert) aktuell in einem Korridor zwischen 50 und 55 Euro pro Megawattstunde einpendelt. Erschwerend kommt hinzu, dass die massiv gestiegenen Versicherungsprämien für die Handelsschifffahrt in der Golfregion den Seetransport beeinträchtigen. Die bereits eingetretenen geopolitischen Entwicklungen haben die Wirtschaftsforschungsinstitute veranlasst, in ihren Frühjahrsprognosen ihre Wachstumserwartungen zu korrigieren. Die wachstumsdämpfenden Effekte des Iran-Krieges veranschlagen sie dabei im Durchschnitt auf etwa 0,2 Prozentpunkte im Jahr 2026 sowie auf 0,1 Prozentpunkte im Jahr 2027. Gleichzeitig haben die Institute ihre Inflationsprognosen für das Jahr 2026 im Durchschnitt um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Die physische Versorgungssicherheit in Deutschland bleibt trotz Energiepreisanstiegen gewährleistet, da die Abhängigkeit von Energieimporten aus der Golfregion durch die Diversifizierungsstrategien der vergangenen Jahre erfolgreich reduziert wurde. Das Bundeskabinett hat am 17. März 2026 auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche im Umlaufverfahren ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die Verlässlichkeit der Preisinformation und den Wettbewerb verbessert, indem Preiserhöhungen an Tankstellen auf einmal täglich begrenzt werden, eine verschärfte Missbrauchsaufsicht eingeführt wird, die es dem Bundeskartellamt ermöglicht, einfacher gegen marktbeherrschende oder marktmächtige Unternehmen aus dem Kraftstoffbereich vorzugehen sowie das Sektoruntersuchungsinstrument vereinfacht und beschleunigt wird. Unabhängig von der Preisdiskussion beteiligt sich Deutschland an einer konzertierten Aktion der Internationalen Energieagentur und gibt strategische Ölreserven in einem historisch einmaligen Umfang frei. Von den weltweit bereitgestellten 400 Millionen Barrel Öl entfallen rund 2,64 Millionen Tonnen, was etwa 19,5 Millionen Barrel entspricht, auf den deutschen Anteil. Damit wird zukünftig möglicherweise drohenden Mengenverknappungen vorgebeugt.

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