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Schriftliche Frage 162 von Robin Jünger (AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, welche Berufs- und Qualifikationsgruppen in den kommenden fünf Jahren als besonders vom Abbau…

dip / schriftliche_frage 13.03.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Schriftliche Frage 162 von Robin Jünger (AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, welche Berufs- und Qualifikationsgruppen in den kommenden fünf Jahren als besonders vom Abbau… Frage 162 (Robin Jünger, AfD): Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, welche Berufs- und Qualifikationsgruppen in den kommenden fünf Jahren als besonders vom Abbau von Büroarbeitsplätzen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) betroffen sein werden, und wenn ja, wie lauten diese, und auf welcher konkreten Datengrundlagen beruhen sie? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast vom 11. März 2026: Grundsätzlich haben Studien zu den Arbeitsmarkteffekten der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) eine erhebliche Prognoseunsicherheit und eine große Variation in den geschätzten Effekten. Beispielhaft kann eine aktuelle Szenario-Analyse angeführt werden, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Ende November 2025 veröffentlicht hat und die die möglichen zukünftigen Folgen von verstärkter KI- Nutzung für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Beschäftigte in Deutschland in den kommenden 15 Jahren darstellt (siehe: https://iab.de/kuenstliche-i ntelligenz-potenzielle-effekte-fuer-den-deutschen-arbeitsmarkt/). Dem Szenario liegen eine Reihe von Annahmen zugrunde, wie sich KI zukünftig verbreiten wird und wie sich daraus neue Geschäftsmodelle ergeben können. Daraus resultieren beispielsweise veränderte Tätigkeiten und Rollen von Beschäftigten und eine angepasste Arbeitsorganisation in Betrieben, in deren Folge Arbeitsplätze wegfallen sowie neue entstehen könnten. Unter der Annahme, dass es gelingt, neue Geschäftsmodelle zu etablieren, bleibt die Beschäftigung laut dem Szenario im Saldo gleich. Das Szenario beschreibt die möglichen positiven und negativen Wirkungen auf die Zahl der Erwerbstätigen je Wirtschaftsbereich und zudem je Anforderungsniveau und Zeithorizont (nach einem Jahr sowie nach fünf, zehn und 15 Jahren). Rückschlüsse auf die Berufsebene werden nicht gezogen. Zur regelmäßigen und systematischen Bestimmung struktureller Veränderungen am Arbeitsmarkt hat das IAB die sogenannten Substituierbarkeitspotenziale entwickelt. Sie sagen etwas darüber aus, in welchem Ausmaß berufliche Tätigkeiten durch Computer oder computergesteuerte Maschinen vollautomatisch erledigt werden könnten. Auf Basis des Konzeptes der technischen Automatisierbarkeit stellt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit die interaktive Statistik Strukturwandel nach Berufen (siehe: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statisti ken/Interaktive-Statistiken/Strukturwandel-Berufe/Strukturwandel-Beruf e-Nav.html?Thema%3Dsozio%26DR_Gebietsstruktur1%3Dd%26Gebie te_Region1%3DDeutschland%26DR_Region1%3Dd%26DR_Region1_ d%3Dd%26mapHadSelection%3Dfalse) zur Verfügung. Die technische Möglichkeit, Tätigkeiten zu automatisieren, kann aber nicht mit tatsächlicher Automatisierung gleichgesetzt werden. Ob Tätigkeiten tatsächlich automatisiert werden, hängt u. a. von betriebsspezifischen, wirtschaftlichen, organisatorischen, rechtlichen und ethischen Faktoren ab. Zudem ist laut einer aktuellen US-Studie die berufliche Expertise ein wichtiger Faktor, wie sich der Einsatz einer KI-Anwendung auf die Nachfrage nach Arbeitskräften auswirkt (siehe: https://academic.oup.com/jeea/artic le-abstract/23/4/1203/8175003?redirectedFrom=fulltext&login=true&ut m_source=authortollfreelink).

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