Schriftliche Frage 220 von Rocco Kever (AfD): Wie gliedert sich die von der KfW im Rahmen des Europäischen Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine eingebrachte Erstverlusttranche in Höhe…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Schriftliche Frage 220 von Rocco Kever (AfD): Wie gliedert sich die von der KfW im Rahmen des Europäischen Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine eingebrachte Erstverlusttranche in Höhe…
Frage 220 (Rocco Kever, AfD):
Wie gliedert sich die von der KfW im Rahmen des Europäischen Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine eingebrachte Erstverlusttranche in Höhe von 15 Mio. Euro aus dem deutschen Beitrag im Einzelnen auf, und wird sichergestellt, dass diese Erstverlusttranche, als risikoreichste und nachrangigste Tranche mit hoher Verlustabsorptionsfunktion, tatsächlich nur dann Verluste erleidet, wenn private Investoren bereits ihr Eigenkapital vollständig verloren haben, und wenn ja, wie (vgl. www.kfw.de/%C3%9Cber-die- KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-De tails_857088.html)?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Johann Saathoff vom 12. März 2026:
Die von deutscher Seite eingebrachte Investition in die Erstverlusttranche des Fonds beträgt 15 Mio. Euro. Diese Investition ist nicht weiter unterteilt. Insgesamt bringen die EU sowie Deutschland, Frankreich, Polen und Italien 220 Mio. Euro in die Erstverlusttranche ein. Die Erstverlusttranche ist den anderen Tranchen des Fonds subordiniert. Das heißt, dass sie Kapitalrückzahlungen erhalten soll, nachdem die Investoren der anderen Tranchen ihren Investitionsbetrag zurückerhalten haben. Die Übernahme des Risikos durch die Erstverlusttranche schafft die Grundlage dafür, in substantiellem Umfang privates Investitionskapital auf Ebene des Fonds sowie auf Ebene der finanzierten Unternehmen zu mobilisieren. Diese Mobilisierung trägt maßgeblich dazu bei, den Finanzierungsbedarf aus öffentlichen Mitteln zu reduzieren und damit öffentliche Haushalte zu entlasten. Damit stellen Fondsinvestitionen eine aufgrund der Mobilisierung von Privatkapital besonders wirkungsstarke und effiziente Verwendung deutscher Haushaltsmittel im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit dar.
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