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Schriftliche Frage 161 von Misbah Khan (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele wohnungslose Kinder und Jugendliche leben nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit in Deutschland (bitte nach Bundesländern aufsc…

dip / schriftliche_frage 05.12.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 1. Dezember 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

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Schriftliche Frage 161 von Misbah Khan (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele wohnungslose Kinder und Jugendliche leben nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit in Deutschland (bitte nach Bundesländern aufsc… Frage 161 (Misbah Khan, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viele wohnungslose Kinder und Jugendliche leben nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit in Deutschland (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln), und welche Faktoren sieht die Bundesregierung als die häufigsten Gründe für Wohnungslosigkeit von Kindern und Jugendlichen an? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Sören Bartol vom 4. Dezember 2025: Auf Grundlage des Wohnungslosenberichterstattungsgesetzes (Wo BerichtG) wird die Zahl der untergebrachten wohnungslosen Menschen und die Zahl der untergebrachten wohnungslosen Minderjährigen jährlich erhoben. Der folgenden Tabelle ist die Anzahl der untergebrachten wohnungslosen Minderjährigen zum Stichtag 31. Januar 2025 nach Bundesländern zu entnehmen. Land Anzahl Personen unter 18 Jahren Baden-Württemberg  29.465 Bayern  10.205 Berlin  15.710 Brandenburg   1.220 Bremen   1.880 Hamburg  11.265 Hessen   8.385 Mecklenburg-Vorpommern      55 Niedersachsen  10.040 Nordrhein-Westfalen  31.740 Rheinland-Pfalz   4.025 Saarland   1.035 Sachsen   1.860 Sachsen-Anhalt     240 Schleswig-Holstein   9.250 Thüringen     745 Insgesamt 137.125 Quelle: Statistisches Bundesamt. Die Tabelle enthält ferner mittels 5er-Rundung geheim gehaltene Werte. Darüber hinaus werden im Rahmen der ergänzenden Wohnungslosenberichterstattung (§ 8 Absatz 2 WoBerichtsG) auch Zahlen zu nicht institutionell untergebrachten wohnungslosen Personen, die unterkunftslos oder verdeckt wohnungslos sind, erhoben. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung beziehungsweise Hochrechnung beruhen auf den Auskünften der 2.250 zufällig ausgewählten und befragten Personen in 200 deutschen Städten und Gemeinden, die im Zeitraum vom 31. Januar bis 6. Februar 2024 befragt wurden. Wohnungslose ohne Unterkunft Verdeckt Wohnungslose Insgesamt Minderjährige 2.051 6.602 8.653 Quelle: Wohnungslosenbericht 2024/GISS/Verian, Befragung Februar 2024. N: Hochgerechnet auf alle Gemeinden in Deutschland (Bevölkerung: Stand: 31. Dezember 2022) Für weitere Informationen zu den nicht institutionell untergebrachten wohnungslosen Personen wird auf den Wohnungslosenbericht 2024 (ab S. 21) verwiesen (abrufbar unter: www.bmwsb.bund.de/SharedPocs/dow nloads/DE/veroeffentlichungen/wohnen/wohnungslosenbericht-2024.pdf ?_blob=publicationFile&v=2). Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern für die Gruppe der minderjährigen nicht institutionell untergebrachten wohnungslosen Personen ist nicht möglich. Dem Wohnungslosenbericht 2024 ist allerdings eine tabellarische Übersicht (S. 56, Tabellen 3–19) zu entnehmen mit Werten für Personen unter 30 Jahren in einzelnen Bundesländern beziehungsweise in gruppierten Bundesländern. Weder die amtliche Wohnungslosenstatistik noch der Wohnungslosenbericht 2024 enthält Daten zu den Gründen für die Wohnungslosigkeit von Kindern und Jugendlichen. Der Wohnungslosenbericht 2024 enthält lediglich Angaben zu Gründen für den Wohnungsverlust für die beiden untersuchten nicht institutionell untergebrachten Gruppen wohnungsloser Personen, die nicht nach Alter aufgeschlüsselt sind (siehe S. 37, Tabellen 3–8). Ergänzende Erhebungen, die auch im ersten Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ (www.bm bfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/erster-fortschrittsbericht-zu r-umsetzung-des-nationalen-aktionsplans-neue-chancen-fuer-kinder-in-d eutschland--256506) aufgeführt werden, zeigen, dass die Gründe für die Wohnungslosigkeit von Familien und Kindern komplex sind und Probleme, sei es aufgrund von Flucht und Migration, Mietschulden, Trennung/ Scheidung, Arbeitsplatzverlust, Inhaftierung, Krankheit, Sucht oder Gewalterfahrung, kumulieren. Zudem wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 14 der Kleinen Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/14184 verwiesen.

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