Schriftliche Frage 192 von Dr. Christina Baum (AfD): Besitzt die Bundesregierung Kenntnis davon, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Publikation vom Juli 2021 geschrieben hat: „Da Wil…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 192 von Dr. Christina Baum (AfD): Besitzt die Bundesregierung Kenntnis davon, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Publikation vom Juli 2021 geschrieben hat: „Da Wil…
Frage 192 (Dr. Christina Baum, AfD):
Besitzt die Bundesregierung Kenntnis davon, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Publikation vom Juli 2021 geschrieben hat: „Da Wildtyp- Mäuse (wt) keine SARS-CoV-2-Infektion zulassen, werden für COVID-19-impfstoffbezogene Studien huACE2-transgene Mäuse verwendet, die den menschlichen ACE2-Rezeptor auf Zellen exprimieren und daher leicht mit SARS-CoV-2 infiziert werden“ (Wagner et al., Vaccines, 2021), und wenn diese Aussage getätigt wurde, ist die Bundesregierung der gleichen Auffassung wie das PEI, und in welchen Studien für COVID-19impfstoffbezogene Studien wurden nach Kenntnis der Bundesregierung huACE2-transgene Mäuse verwendet?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Tino Sorge vom 7. Oktober 2025:
Nach Kenntnis der Bundesregierung bezieht sich die zitierte Aussage auf eine Publikation mit dem Titel „Accelerated Development of COVID-19 Vaccines: Technology Platforms, Benefits, and Associated Risks“, die von Mitarbeitenden des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) im Jahr 2021 im Online-Journal „Vaccines“ veröffentlicht wurde (https://doi.org/ 10.3390/vaccines9070747). Hierbei wird der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung allgemein anerkannte Stand von Wissenschaft und Technik beschrieben, wie unter anderem die in der Publikation zitierten Literaturstellen belegen. Nach Angaben des PEI besitzen die genannten huACE2-(K18-hA- CE2-)transgenen Mäuse einen humanen ACE2-Rezeptor, an den das SARS-CoV-2-Spike-Proteinspezifisch binde. Das SARS-CoV-2-Spike- Protein stelle die Bindung von ACE2 auf der Zielzelle mit SARS-CoV-2 her. Daher werde dieses Tiermodell für die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen vom PEI als relevant eingestuft. K18-hACE2transgene Mäuse seien als Modell für nicht-klinische SARS-CoV-2- Infektions-Studien (Challenge-Studien) von verschiedenen pharmazeutischen Unternehmen zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen genutzt worden, z. B. für die initiale Zulassung von Bimervax (HIPRA) oder für die Zulassung des Omicron-BA.4/5-Varianten-adaptierten Spikevax-Impstoffes (Moderna) (www.ema.europa.eu/en/documents/ass essment-report/bimervax-epar-public-assessment-report_en.pdf.), (www.ema.europa.eu/en/documents/variation-report/spikevax-previousl y-covid-19-vaccine-moderna-h-c-5791-ii-84-g-epar-assessment-report-v ariation_en.pdf). Daneben seien bei den nichtklinischen Infektions- Studien auch andere für die Erkrankung relevante Tiermodelle zum Einsatz gekommen. Bezüglich der Tiermodelle, die im Rahmen der nichtklinischen Prüfung von COVID-19-Impfstoffen verwendet wurden, wird auf die öffentlichen Bewertungsberichte verwiesen, die die Europäische Arzneimittel- Agentur veröffentlicht hat und die produktbezogen abrufbar sind unter: www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/public-health-threat s/coronavirus-dise-ase-covid-19/covid-19-medicines#authorised-covid-1 9-vaccines-14489. Die Anforderungen an die COVID-19-Impfstoffe und deren präklinische Entwicklung wurden von internationalen Expertengremien wie der „International Coalition of Medicines Regulatory Authorities“ (ICMRA) und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) nach dem Stand der Wissenschaft festgelegt.
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