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Schriftliche Frage 188 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse oder laufenden Forschungsprojekte liegen dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz u…

dip / schriftliche_frage 11.07.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. Juli 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Schriftliche Frage 188 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse oder laufenden Forschungsprojekte liegen dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz u… Frage 188 (Dr. Jan-Niclas Gesenhues, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse oder laufenden Forschungsprojekte liegen dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zum Nachweis von Mikroplastik im menschlichen Gehirn vor, insbesondere im Hinblick auf die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken für die Gehirnentwicklung, und welche Maßnahmen sind geplant, um die Bevölkerung besser vor einer Aufnahme von Mikroplastik zu schützen? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Carsten Träger vom 9. Juli 2025: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist national die für Fragen der Risikobewertung im Bereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes zuständige Fachbehörde. Das BfR konnte bislang nicht bestätigen, dass von Mikroplastikpartikeln in Lebensmitteln oder Verbraucherprodukten gesundheitliche Risiken für den Menschen ausgehen. Die gegenwärtig in der Fachwelt kontrovers diskutierte Studie von Nihart et al. (2025) zu Mikroplastik in Gehirnen (DOI: 10.1038/ s41591-024-03453-1) wird durch das BfR analysiert und wissenschaftlich fundiert in einer Stellungnahme aufbereitet. Das BfR hat bestimmte methodische Mängel der Studie festgestellt. Des Weiteren wird das Thema beim BfR-Forum Verbraucherschutz mit dem Schwerpunkt „Mikroplastik“ im Dezember 2025 aufgegriffen werden. Das BfR wird die Autoren der o. g. Studie hierzu einladen. Das BfR hat gesundheitliche Risiken für den Menschen in seinen Fragen und Antworten zu Mikroplastik am 19. Juni 2024 (www.bfr.bund.de/fra gen-und-antworten/thema/mikroplastik-fakten-forschung-und-offene-fra gen/) auf Basis des wissenschaftlichen Kenntnisstandes als unwahrscheinlich bewertet. Diese Einschätzung ist weiterhin gültig. Die Forschungsaktivitäten des BfR sind auf der BfR-Homepage aufgeführt. Eine Aufstellung der wichtigsten Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zum Thema Mikroplastik ist der folgenden Übersicht zu entnehmen. Lfd. Nr. Bezeichnung des Forschungsvorhabens Laufzeit 1 Reifen- und Bremsenabrieb bei Straßenfahrzeugen 01/2021 bis 01/2024 (Projektabschluss derzeit noch laufend) 2 Entwicklung von einheitlichen Vorgaben zur Probenahme und Probenvorbehandlung zum vergleichbaren Nachweis von Kunststoffen in Böden und Bodenmaterialien 10/2021 bis 08/2025 3 Medienübergreifende Umweltanalyse am Beispiel der Stoffgruppe der Weichmacher 08/2023 bis 03/2027 4 Mikroplastik in der Außenluft: Erfassung, Quantifizierung, Identifizierung und Quellen von luftgetragenem Mikroplastik 04/2024 bis 04/2027 5 Analytik von Bodenproben auf Mikroplastik für die Erarbeitung von Hintergrundgehalten in Deutschland 08/2024 bis 09/2026 Um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu begrenzen, ist die Einführung eines Grenzwertes für Reifenabrieb im Zuge der europäischen Abgasvorschriften Euro 7 geplant.

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