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Schriftliche Frage 114 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus der Ankündigung der Deutschen Bahn AG, während des geplanten Zeitraums der documenta 16 im Jahr 2…

dip / schriftliche_frage 06.06.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 2. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.

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Schriftliche Frage 114 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus der Ankündigung der Deutschen Bahn AG, während des geplanten Zeitraums der documenta 16 im Jahr 2… Frage 114 (Boris Mijatović, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus der Ankündigung der Deutschen Bahn AG, während des geplanten Zeitraums der documenta 16 im Jahr 2027 Sanierungsarbeiten am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe mit Auswirkungen auf den Fernverkehr vorzunehmen (www.hna.de/kassel/d ocumenta-jahr-parallel-saniert-bahn-legt-2027-ka ssel-lahm-vier-strecken-werden-im-9373243 7.html), und wenn ja, welche, und sind der Bundesregierung Maßnahmen bekannt, mit denen etwaige Einschränkungen angesichts eines erwarteten Besucheraufkommens von rund einer Million Menschen kompensiert sowie im Vorfeld mit den lokalen Behörden und dem Veranstalter der documenta abgestimmt werden sollen, und wenn ja, welche konkret? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange vom 6. Juni 2025: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG (DB AG) sind die drei Strecken von und nach Kassel (Kassel–Eichenberg, Kassel–Bebra und Kassel– Gießen) geprägt von maroder Infrastruktur. Auf allen drei Strecken befinden sich Brückenbauwerke und/oder Gleisanlagen, deren Lebensende im Jahr 2027 erreicht sein wird. Die DB InfraGO AG beabsichtigt daher im Sinne der ihr obliegenden Betriebspflicht, die Bauwerke und Anlagen zu erneuern. Anders als in der Vergangenheit wird die DB InfraGO AG Erneuerungsvorhaben gebündelt und Sperrpausen effizienter in sogenannten Invest- Containern durchführen. Vorteile sind, dass an Strecken künftig die abgängigen Gewerke en bloc erneuert werden und anschließende investive Baufreiheit vorliegt. Die DB AG hat zu den Gründen dieses Vorgehens in Branchenveranstaltungen informiert. Dem Sanierungsprogramm liegt laut DB AG eine überregionale Optimierung zugrunde. Aufgrund des schlechten Gesamtzustandes des Schienennetzes sind dabei auf einer Reihe von Korridoren zur Erhaltung der Verfügbarkeit Bauarbeiten unabdingbar. Die zeitgleichen Arbeiten an den drei Strecken sind nach Einschätzung der DB AG alternativlos. Gleichwohl hat die DB AG in den letzten Wochen in Abstimmung mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) umfangreiche Kürzungen des Sperrumfangs besprochen, um insbesondere den Bedarf Schienenersatzverkehr (SEV) im Schienenpersonennahverkehr zu senken: • Strecke Kassel–Friedberg: überwiegend eingleisige Sperrungen (Marburg-Friedberg). • Strecke Kassel–Eichenberg: Kürzung des Sperrabschnitts von 45 km auf 10 km auf den Abschnitt Hann. Münden-Hedemünden). • Knoten Kassel: eingleisige Verkehrsführung für Zugeinfahrten nach Kassel aus Richtung Eichenberg und Altenbeken; Zugpendel zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Kassel Hbf möglich. Aufgrund der eingleisigen Verkehrsführung sieht die DB AG gegenwärtig einen 1- Stunden-Takt vor. Betrieblich sei auch ein 30-Minuten-Takt möglich. Der NVV prüft gegenwärtig, ob der 30-Minuten Takt während der Ein-gleisigkeit bestellt werden soll. Dies würde den SEV-Bedarf weiter absenken. • Strecke Kassel–Bebra: Kürzung der Sperrzeit um zwei Wochen. Für den Schienenpersonenfernverkehr bleibt Kassel-Wilhelmshöhe über die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg anfahrbar. Die Schienenpersonenfernverkehrszüge, die normalerweise von Kassel über Gießen nach Frankfurt verkehren, werden ab Kassel über die Schnellfahrstrecke umgeleitet und stellen weiterhin eine Anbindung von und nach Kassel sicher.

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