Schriftliche Frage 92 von Luigi Pantisano (DIE LINKE): Liegen der Bundesregierung Kenntnisse darüber vor, wie viele Strecken in Summe (getrennt nach Bundesländern bitte angeben) im Zuge der Fahrp…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.
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Schriftliche Frage 92 von Luigi Pantisano (DIE LINKE): Liegen der Bundesregierung Kenntnisse darüber vor, wie viele Strecken in Summe (getrennt nach Bundesländern bitte angeben) im Zuge der Fahrp…
Frage 92 (Luigi Pantisano, Die Linke):
Liegen der Bundesregierung Kenntnisse darüber vor, wie viele Strecken in Summe (getrennt nach Bundesländern bitte angeben) im Zuge der Fahrplanänderung zum 14. Dezember 2025 teilweise oder vollständig eingestellt werden?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange vom 29. Oktober 2025:
Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) setzt die DB Fernverkehr AG zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 zahlreiche Anpassungen am bundesweiten Fahrplanangebot um. Dies umfasst u. a. mehr Strecken mit Halbstundentakt, zusätzliche ICE- Sprinter (z. B. Berlin–Stuttgart), deutlich mehr Europaverbindungen (z. B. häufiger nach Polen, Belgien und Dänemark) und den Einsatz neuer Fahrzeuge, insbesondere den ICE L. Weiterhin kommt eine neue Fernverkehrsroute hinzu (Leipzig–Riesa–Hoyerswerda–Polen). Da sich die Nachfrage verschiebt oder durch Bauvorhaben fahrplantechnische Änderungen erforderlich sind, werden nach Angaben der DB Fernverkehr AG einzelne Züge und Halte entfallen: • Reduzierung IC-Linie im Abschnitt Nürnberg–Jena–Leipzig von fünf auf zwei Zugpaare – Betroffene Bundesländer: Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen – Grund: geringe Nachfrage. • Reduzierung ICE-Züge im Abschnitt Kassel–Gießen–Frankfurt von sieben auf fünf Zugpaare – Betroffenes Bundesland: Hessen – Grund: geringe Nachfrage. • Einstellung der Kurswagen zwischen Niebüll und Dagebüll Mole (vier saisonale Zugpaare) – Betroffenes Bundesland: Schleswig-Holstein – Grund: Kurswagen mit neuen Fahrzeugen nicht mehr möglich sowie geringe Nachfrage. Ersatzweise werden komfortable bahnsteiggleiche Umstiege in Niebüll auf den Nahverkehr von/nach Dagebüll realisiert. • Einstellung der Durchbindungen von Hamburg nach Lübeck (zwei Zugpaare) – Betroffenes Bundesland: Schleswig-Holstein – Grund: Stabilisierung des Fahrplans aufgrund baulicher Maßnahmen. Mit der Inbetriebnahme der festen Fehmarnbelt-Querung wird Lübeck wieder systematisch im Fernverkehr angebunden. • Einstellung der IC-Verbindung Hamburg–Augsburg–Oberstdorf/ Berchtesgaden (ein Zugpaar mit Zugteilung) – Betroffenes Bundesland: Bayern – Grund: Zugteilungen mit neuen Fahrzeugen nicht mehr möglich sowie geringe Nachfrage. Die Aufzählung umfasst keine Änderungen, die lediglich Einzelzüge betreffen, temporäre Änderungen infolge von Bauarbeiten sowie Änderungen in der Haltesystematik oder Linienführung. Alle Änderungen wurden von der Deutschen Bahn AG frühzeitig mit den betroffenen Bundesländern besprochen.
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