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Zugverspätungen nach der Generalsanierung Hamburg-Berlin (Antwort zu Drs. 21/7337)

dip / drucksache 26.08.2026 · WP 21 · 21/7729 · Antwort · Original ↗

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Zugverspätungen nach der Generalsanierung Hamburg-Berlin (Antwort zu Drs. 21/7337) Deutscher Bundestag Drucksache 21/7729 21. Wahlperiode 26.08.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Till Steffen, Linda Heitmann, Katharina Beck, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 21/7337 – Zugverspätungen nach der Generalsanierung Hamburg–Berlin V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Nach fast einem Jahr Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin hat die Deutsche Bahn AG diese am 14. Juni 2026 offiziell wiedereröffnet und zeitgleich angekündigt, dass es bis Ende Juni 2026 noch zu leichten Verzögerungen von bis zu 20 Minuten kommen könne (vgl. www.deutschebah n.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Inbetriebnahme-der-Strecke- Hamburg-Berlin-in-zwei-Stufen-Erste-Zugfahrten-ab-15-Mai-13769684). Die Strecke wird sowohl von Reisenden als auch von Pendlern sehr viel genutzt; es liegt daher im besonderen Interesse, die Bahnstrecke nach wiederholten längeren Sperrzeiten wieder regulär nutzen zu können. Die Pünktlichkeit sowie Zugausfälle der ersten Betriebstage sind jedoch aus Sicht der Fragestellenden nicht zufriedenstellend. Gerade in den ersten Tagen kam es zu Verspätungen weit über das durch die DB InfraGO AG kommunizierte Ausmaß hinaus. Dazu kamen Zugausfälle sowie eine nicht funktionierende Informationspolitik. Damit Reisende weiterhin gerne mit dem Zug fahren, muss die Pünktlichkeit auf der Strecke deutlich steigen. Die Bundesregierung muss gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG Ursachen für die Verzögerung identifizieren und konsequent angehen. Der Verweis auf die lange Kälteperiode reicht hier nicht aus. Insbesondere im Bereich der Abnahme von Stellwerken und Sicherungstechnik kommt es bei jeder Generalsanierung – sofern Maßnahmen in diesem Bereich durchgeführt werden – zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme: Riedbahn, Hamburg–Berlin, Nürnberg–Regensburg. V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g Die Pünktlichkeit auf der Strecke hat das Zielniveau nach der Korridorsanierung aus Sicht der Bundesregierung noch nicht erreicht. Nach Auskunft der Deutsche Bahn AG (DB AG) sei bei komplexen Inbetriebnahmen ein stufenweises Hochfahren der Anlagen gängige Praxis und ein übliches Vorgehen. Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen könnten bestimmte Mängel oder verdeckte Fehler, wie etwa in der Leit- und Siche- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr vom 25. August 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. rungstechnik (LST) oft erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und abgestellt werden. Die DB InfraGO hält hierfür gezielt Personal bereit und es sei bereits zu entsprechenden Nachjustierungen und Fehlerbeseitigungen gekommen. Eine zusätzliche Einschränkung im Betriebsanlauf resultiere daraus, dass die Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) zunächst noch nicht vollständig in Betrieb war. Die Zuschaltung letzter LZB-Zentralen erfolge in den kommenden Wochen. Für die Bundesregierung ist eine verlässliche Wiederinbetriebnahme von Strecken nach erfolgter Korridorsanierung oberstes Ziel bei der Ertüchtigung des Schienennetzes. Diese Erwartungshaltung teilt Sie mit der DB AG.  1. Wie hoch war die Pünktlichkeit von Fernverkehrszügen, die die Strecke Berlin–Hamburg nutzen, zwischen dem 14. Juni und dem 30. Juni 2026 jeweils (bitte Startverspätung [Einbruchsverspätung] bei Einfahrt in die Strecke sowie Endverspätungen [Ausbruchsverspätung] bei Ausfahrt aus der Strecke angeben, bitte für jeden Tag aufschlüsseln)? Tag Einbruchspünktlichkeit Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) Ausbruchspünktlichkeit (SPFV) 14.06.2026 51,3 Prozent 11,5 Prozent 15.06.2026 45,2 Prozent 13,1 Prozent 16.06.2026 49,4 Prozent 22,9 Prozent 17.06.2026 50,0 Prozent 24,7 Prozent 18.06.2026 31,8 Prozent 14,9 Prozent 19.06.2026 36,1 Prozent 10,8 Prozent 20.06.2026 37,5 Prozent 25,0 Prozent 21.06.2026 47,3 Prozent 32,4 Prozent 22.06.2026 55,7 Prozent 27,8 Prozent 23.06.2026 57,1 Prozent 28,6 Prozent 24.06.2026 35,0 Prozent 12,5 Prozent 25.06.2026 44,6 Prozent 14,9 Prozent 26.06.2026 33,3 Prozent 15,2 Prozent 27.06.2026 29,8 Prozent 14,9 Prozent 28.06.2026 25,0 Prozent 11,5 Prozent 29.06.2026 30,9 Prozent 14,7 Prozent 30.06.2026 41,9 Prozent 21,6 Prozent  2. Wie viele Zugfahrten hatten zwischen dem 14. Juni und dem 30. Juni 2026 am Ende des Befahrens der Strecke eine Verspätung zwischen 30 und 120 Minuten (bitte für mehr als 30, 60, 90 und 120 Minuten aufschlüsseln)? Die Einteilung der Verspätungsklassen entsprechen den offiziellen Kategorien aus LeiDis (Leitsystem Disposition). Verspätungsklasse Ausbruch (in Minuten) Anzahl Züge (SPFV) 14. bis 30. Juni bis 0:59 105 bis 5:59 134 bis 10:59 116 bis 15:59 127 Verspätungsklasse Ausbruch (in Minuten) Anzahl Züge (SPFV) 14. bis 30. Juni bis 20:59 130 bis 30:59 164 bis 90:59 363 mehr als 90:59 133 Gesamt 1 272  3. Wie viele Zugfahrten im Fernverkehr sollten zwischen dem 14. Juni und dem 30. Juni 2026 stattfinden (bitte für jeden Tag aufschlüsseln)?  4. Wie viele Zugfahrten im Fernverkehr zwischen dem 14. Juni und dem 30. Juni 2026 fielen aus (bitte für jeden Tag aufschlüsseln)? Die Fragen 3 und 4 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Betriebstag Anzahl geplante Zugfahrten DB Fernverkehr Anzahl Ausfälle DB Fernverkehr 14.06.2026 49 0 15.06.2026 52 1 16.06.2026 52 0 17.06.2026 52 0 18.06.2026 52 0 19.06.2026 52 3 20.06.2026 47 5 21.06.2026 47 3 22.06.2026 52 2 23.06.2026 52 4 24.06.2026 52 5 25.06.2026 52 5 26.06.2026 52 7 27.06.2026 51 28 28.06.2026 51 19 29.06.2026 52 14 30.06.2026 52 9  5. Was waren die fünf häufigsten Gründe für Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke zwischen dem 14. Juni und dem 30. Juni 2026? Hauptursächlich für die aufgetretenen Verspätungen waren Hitzetage mit Streckentemperaturen deutlich über 40 Grad Celsius, mehrere lokale Unwetter sowie Rückwirkungen der Baumaßnahmen im Knoten Berlin auf der Stadtbahn. Die von der DB InfraGO benannten fünf häufigsten Verspätungsursachen lauten wie folgt: Zugfolge aufgrund eines verspäteten Zuges, Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten, Weichen, witterungsbedingte Anordnungen der Netzleitzentrale sowie Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik.  6. Wie hoch war die Pünktlichkeit von Fernverkehrszügen, die die Strecke Berlin–Hamburg nutzen, ab dem 1. Juli 2026 jeweils (bitte Startverspätung [Einbruchsverspätung] bei Einfahrt in die Strecke sowie Endverspätungen [Ausbruchsverspätung] bei Ausfahrt aus der Strecke angeben, bitte für jeden Tag aufschlüsseln)? Tag Einbruchspünktlichkeit (SPFV) Ausbruchspünktlichkeit (SPFV) 01.07.2026 39,1 Prozent 21,9 Prozent 02.07.2026 49,3 Prozent 21,6 Prozent 03.07.2026 40,9 Prozent 13,6 Prozent 04.07.2026 62,3 Prozent 32,5 Prozent 05.07.2026 64,0 Prozent 33,7 Prozent 06.07.2026 58,9 Prozent 23,3 Prozent 07.07.2026 56,8 Prozent 32,4 Prozent 08.07.2026 58,9 Prozent 30,1 Prozent 09.07.2026 56,3 Prozent 27,5 Prozent 10.07.2026 56,3 Prozent 29,9 Prozent 11.07.2026 50,7 Prozent 20,0 Prozent 12.07.2026 59,7 Prozent 29,2 Prozent 13.07.2026 67,7 Prozent 33,9 Prozent 14.07.2026 51,7 Prozent 28,3 Prozent 15.07.2026 53,2 Prozent 27,3 Prozent 16.07.2026 49,4 Prozent 27,3 Prozent 17.07.2026 39,2 Prozent 15,2 Prozent 18.07.2026 48,5 Prozent 19,4 Prozent 19.07.2026 56,5 Prozent 35,3 Prozent 20.07.2026 50,7 Prozent 37,7 Prozent 21.07.2026 69,6 Prozent 52,2 Prozent 22.07.2026 54,5 Prozent 34,8 Prozent 23.07.2026 62,5 Prozent 52,1 Prozent 24.07.2026 53,3 Prozent 40,0 Prozent 25.07.2026 49,3 Prozent 33,3 Prozent 26.07.2026 69,7 Prozent 40,9 Prozent  7. Wie viele Zugfahrten hatten ab dem 1. Juli 2026 am Ende des Befahrens der Strecke eine Verspätung zwischen 30 und 120 Minuten (bitte für mehr als 30, 60, 90 und 120 Minuten aufschlüsseln)? Die Einteilung der Verspätungsklassen entsprechen den offiziellen Kategorien aus LeiDis (Leitsystem Disposition). Verspätungsklasse Ausbruch (in Minuten) Anzahl Züge (SPFV) 1. bis 26. Juli bis 0:59 284 bis 5:59 288 bis 10:59 258 bis 15:59 229 bis 20:59 186 bis 30:59 220 Verspätungsklasse Ausbruch (in Minuten) Anzahl Züge (SPFV) 1. bis 26. Juli bis 90:59 327 mehr als 90:59 86 Gesamt 1 878  8. Wie viele Zugfahrten im Fernverkehr sollten ab dem 1. Juli 2026 stattfinden (bitte für jeden Tag aufschlüsseln)?  9. Wie viele Zugfahrten im Fernverkehr ab dem 1. Juli 2026 fielen aus (bitte für jeden Tag aufschlüsseln)? Die Fragen 8 und 9 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Betriebstag Anzahl geplante Zugfahrten DB Fernverkehr Anzahl Ausfälle DB Fernverkehr 01.07.2026 52 16 02.07.2026 52 7 03.07.2026 52 8 04.07.2026 51 2 05.07.2026 51 0 06.07.2026 52 0 07.07.2026 52 0 08.07.2026 52 1 09.07.2026 51 2 10.07.2026 51 0 11.07.2026 50 1 12.07.2026 50 1 13.07.2026 51 13 14.07.2026 51 7 15.07.2026 51 2 16.07.2026 51 2 17.07.2026 47 2 18.07.2026 32 1 19.07.2026 33 0 20.07.2026 35 1 21.07.2026 35 0 22.07.2026 35 1 23.07.2026 35 0 24.07.2026 34 0 25.07.2026 34 0 26.07.2026 34 0 10. Was waren die fünf häufigsten Gründe für Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke seit dem 1. Juli 2026? Hauptursächlich für die aufgetretenen Verspätungen waren Hitzetage mit hohen Streckentemperaturen, mehrere lokale Unwetter (umgestürzte Bäume im Gleis) sowie Rückwirkungen der Baumaßnahmen u. a. im Knoten Berlin auf der Stadtbahn. Die von der DB InfraGO benannten fünf häufigsten Verspätungsursachen lauten wie folgt: Zugfolge aufgrund eines verspäteten Zuges, Triebfahrzeuge, Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik (teilweise als Witterungsfolgen), Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten sowie Fremdeinwirkung. 11. Welche Maßnahmen hat die DB InfraGO AG getroffen, um die infrastrukturseitig bedingten Verspätungen der Züge zu verbessern? Die DB InfraGO setzt in den kommenden Wochen letzte Restarbeiten auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin um. Auf den Abschnitten vor Hamburg und Berlin sind die Abnahmen der neuen Infrastruktur und Signaltechnik für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb mit 230 km/h wie angekündigt in vollem Gang. Zudem beseitigt die DB InfraGO Restmängel und führt Optimierungen durch. Dafür sind während einzelner Nächte in den kommenden Wochen Sperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich. Reisende und Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden und werden darüber transparent informiert. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung verwiesen. 12. Was plant oder tut die Deutsche Bahn AG konkret, um Reisenden und insbesondere Pendlern, die unter der Situation stark leiden, Alternativen zu bieten oder diese über die üblichen monetären Verspätungsentschädigungen hinaus zu entschädigen und zu besänftigen? Für Zugverspätungen auf der wiedereröffneten Strecke Hamburg – Berlin gilt nach Auskunft der DB AG die übliche Vorgehensweise. 13. Welche Maßnahmen hält die DB InfraGO AG im Bereich der Stellwerke und Sicherungstechnik grundsätzlich für notwendig, um wieder reguläre und pünktliche Abnahmen der Stellwerke zu ermöglichen? Die Leit- und Sicherungstechnik (LST) bildet in der Regel innerhalb der Korridorsanierungen einen Schwerpunkt. In den Korridoren mit umfangreicher LST- Sanierung Frankfurt – Mannheim, Hamburg – Berlin sowie Nürnberg – Regensburg sind die Störungen aus LST deutlich gesunken. Für die Zukunft geändert wird, dass Arbeiten im Bereich des Kabeltiefbaus und der Kabelanlage teilweise im Vorfeld der Korridorsanierung vorgenommen werden, während der Hauptbauphase abgestimmt zwischen den Arbeiten im Oberbau und der Leit- und Sicherungstechnik agiert werden muss und teilweise Abnahmen und Inbetriebnahmen neuer Stellwerke im Nachgang zur Korridorsanierung durchgeführt werden. Dieses Vorgehen kommt bereits bei den laufenden Korridorsanierungen Troisdorf – Wiesbaden und Obertraubling – Passau zur Anwendung. 14. Welche Auflagen und Zulassungen bezüglich der Zulassung von Elektronischen Stellwerken und der Leit- und Sicherungstechnik haben sich in den letzten Jahren geändert, die die pünktliche Abnahme erschweren, und aus welchen Gründen wurden diese Änderungen jeweils erlassen? An den gesetzlichen Vorgaben haben sich keine Änderungen ergeben, die zu einer Aufwandsmehrung geführt haben. Jedoch resultiert oftmals aus der Einführung der Cenelec Normung (EN 50126 bis 50129) eine umfangreichere Nachweisführung. Dies führt insbesondere bei LST-Altsystemen (Schnittstellen zu Altbau Stellwerken, Bahnübergängen und Zugsicherungssystemen) dazu, dass der Aufwand für die Dauer zur Konzepterstellung, Begutachtung und Freigabe durch Prüfsachverständige nicht abschätzbar sind. 15. Welche Baumaßnahmen sowie Abnahmen und Prüfungen stehen auf der Strecke Berlin–Hamburg mit Stand 10. Juli 2026 noch aus, und bis wann sollen diese abgeschlossen werden? Es stehen die Inbetriebnahmen der LZB-Zentralen in Nauen und Büchen aus. Die Inbetriebnahmen sind für die kommenden Wochen vorgesehen. Erst nach deren Inbetriebnahme wird wieder ein fahrplanmäßiger Betrieb mit maximal 230 km/h möglich sein (wie vor der Korridorsanierung). Bis dahin sind in diesen Bereichen Fahrten mit maximal 160 km/h möglich. 16. Was plant die Bundesregierung im Zuge ihrer verkehrspolitischen Projektplanungen oder ihrer Haushaltsplanungen für die kommenden Jahre, um die Deutsche Bahn AG darin zu unterstützen, die Strecke Hamburg- Berlin künftig wieder reibungslos funktionieren zu lassen? Die Bundesregierung stellt der DB InfraGO AG bedarfsgerecht Bundesmittel für die Korridorsanierung der Strecke Hamburg – Berlin und darüber hinaus notwendige Ersatz- und Instandhaltungsmaßnahmen auf der Strecke zur Verfügung. Es liegt in der unternehmerischen Verantwortung der DB InfraGO AG, das in ihrem Eigentum stehende Schienennetz unter Einsatz dieser Bundesmitteln zuverlässig und leistungsfähig vorzuhalten. Das Bundesministerium für Verkehr evaluiert darüber hinaus derzeit die Strategie der Korridorsanierungen. Im Fokus der Prüfungen steht dabei insbesondere, warum sich zugesagte Termine für die Wiederinbetriebnahme von Korridoren verzögert haben, das Störgeschehen nicht wie erwartet reduziert werden konnte und wie dem begegnet wird. 17. Ist die geplante flächendeckende Abdeckung der Strecke mit dem Mobilfunkstandard 5G im Rahmen der Generalsanierung erfolgreich abgeschlossen, und nutzen die Mobilfunkanbieter die von der DB InfraGO AG errichteten Masten? Die Funkmasten entlang der Strecke Hamburg – Berlin sind größtenteils errichtet und sollen neben der Nutzung für den Bahnbetrieb für die Verbesserung der Mobilfunkversorgung mit 5G entlang der Strecke genutzt werden. Dafür finden derzeit Abstimmungen mit den Mobilfunkanbietern (MNO) in Deutschland statt. Tests auf zwei Streckenabschnitten sind in Vorbereitung. 18. Wie hoch waren die Kosten pro errichtetem Funkmast durchschnittlich, und welche Maßnahmen sind geplant, um die Kosten deutlich zu reduzieren? Die Kosten für die Errichtung eines Funkmastes variieren in Abhängigkeit von vielfältigen Rahmenbedingungen wie u. a. den bautechnischen Anforderungen, der örtlichen Topologie und Auflagen der Träger öffentlicher Belange. Die Ausrüstung mit Funkmasten entlang der Strecke Hamburg – Berlin ist ein Pilotprojekt, das insbesondere dazu dient, Optimierungsmaßnahmen bei der Errichtung und Nutzung von Funkmasten zu untersuchen. Möglichkeiten zur Kostenreduzierung bestehen beispielsweise bei der bautechnischen Umsetzung, bei der Vereinfachung von Prozessen und Genehmigungsverfahren sowie bei der Nutzung Digitaler Tools. Für abschließende Aussagen werden Untersuchungen auf zusätzlichen Strecken mit weiteren Charakteristiken notwendig sein. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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