Schriftliche Frage 21 von Sebastian Münzenmaier (AfD): Wie viele Personen werden derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung mit Haftbefehl (bis zum 31. März 2025) gesucht oder sind anderweitig zur…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 22. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.
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Schriftliche Frage 21 von Sebastian Münzenmaier (AfD): Wie viele Personen werden derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung mit Haftbefehl (bis zum 31. März 2025) gesucht oder sind anderweitig zur…
Frage 21 (Sebastian Münzenmaier, AfD):
Wie viele Personen werden derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung mit Haftbefehl (bis zum 31. März 2025) gesucht oder sind anderweitig zur polizeilichen Beobachtung ausgeschrieben, und wie viele davon haben eine ausländische, eine deutsche oder eine deutsche und eine andere Staatsbürgerschaft (bitte zusätzlich die zehn häufigsten ausländischen Nationalitäten angeben)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 23. April 2025:
Betrachtungen zu einem bestimmten Stichtag geben keinen hinreichenden Aufschluss darüber, wie sich die Anzahl gesuchter Personen und dazugehörigen Fahndungen über einen bestimmten Zeitraum entwickelt. So werden beispielsweise offene Haftbefehle täglich vollstreckt, die Fahndungsnotierung nach der Person wird dann umgehend gelöscht. Gleichzeitig werden auch neue Haftbefehle erlassen und Personen zur Fahndung ausgeschrieben. Bei Stichtagserhebungen handelt es sich demzufolge immer nur um eine Momentaufnahme. Für eine umfassende Betrachtung der Entwicklung ist es folglich notwendig, sowohl die neu erfassten als auch die erledigten Fahndungen zu zählen. So wurden 131.271 Fahndungen zu offenen Haftbefehlen im Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 neu in INPOL-Z erfasst (dies entspricht einem Rückgang von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gleichzeitig wurden in diesem Zeitraum 138.419 der in INPOL-Z ausgeschriebenen offenen Haftbefehle erledigt. Es wurden 2024 demzufolge mehr Ausschreibungen zu offenen Haftbefehlen erledigt als neu ausgeschrieben. Der prozentuale Anteil deutscher Staatsangehöriger liegt bei den Neuerfassungen zu offenen Haftbefehlen 2024 bei 38,7 Prozent. Grundsätzlich ist der prozentuale Anteil von deutschen Staatsangehörigen innerhalb der Stichtagsbetrachtung wesentlich geringer als bei den Neuerfassungen, da sich Ausschreibungen zu offenen Haftbefehlen bei deutschen Staatsangehörigen im Jahresverlauf aufgrund einer höheren Trefferwahrscheinlichkeit schneller erledigen und diese somit nicht mehr Teil der Stichtagsbetrachtung sind. Zum Stichtag 1. April 2025 waren in Deutschland 655.865 Personen im gemeinsamen Informations- und Fahndungssystem der Polizeien des Bundes und der Länder (INPOL-Z) ausgeschrieben. Eine Ausschreibung in INPOL-Z kann dabei zu unterschiedlichen Zwecken erfolgen, beispielsweise zur Festnahme zwecks Vollstreckens eines Haftbefehls, zur Ingewahrsamnahme oder Aufenthaltsermittlung vermisster Personen oder zur polizeilichen Beobachtung. Die zum 1. April 2025 in INPOL-Z ausgeschriebenen 655.865 Personen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Nationalitäten: Die Reihenfolge der zehn häufigsten Nationalitäten stellt sich wie folgt dar: Deutschland 98.375 Rumänien 51.127 Polen 35.325 Türkei 26.324 Georgien 24.169 Ukraine 20.137 Unbekannt 18.425 Bulgarien 17.353 Syrien 16.076 Albanien 15.925 Zum Stichtag 1. April 2025 bestehen zu 148.515 Personen in INPOL-Z Ausschreibungen zu nicht vollstreckten Haftbefehlen. Diese verteilen sich wie folgt auf Nationalitäten: Die Reihenfolge der zehn häufigsten Nationalitäten stellt sich wie folgt dar: Deutschland 17.413 Rumänien 16.367 Polen 12.968 Georgien 7.309 Türkei 6.356 Bulgarien 5.184 Albanien 4.049 Algerien 4.043 Ukraine 3.596 Serbien 3.390 Die Anzahl gesuchter Personen entspricht nicht der Anzahl an Ausschreibungen in INPOL-Z. Zu einer Person können mehrere Fahndungen bestehen.
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