Schriftliche Frage 109 von Johannes Huber (fraktionslos): Wie hoch waren die Anschaffungskosten der 118.000 Impfdosen gegen Mpox, die nun an afrikanische Staaten abgegeben werden, und wie hoch sind…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. September 2024 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 109 von Johannes Huber (fraktionslos): Wie hoch waren die Anschaffungskosten der 118.000 Impfdosen gegen Mpox, die nun an afrikanische Staaten abgegeben werden, und wie hoch sind…
Frage 109 (Johannes Huber, fraktionslos):
Wie hoch waren die Anschaffungskosten der 118.000 Impfdosen gegen Mpox, die nun an afrikanische Staaten abgegeben werden, und wie hoch sind die Gesamtkosten der Bundesregierung für Maßnahmen zur „internationalen Bemühung zur Eindämmung von Mpox auf dem afrikanischen Kontinent“ (www.n-tv.de/ticker/Bundesregi erung-gibt-fast-seinen-gesamten-Bestand-an-Mpo x-Impfdosen-an-Afrika-ab-article2518304 5.html)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Dittmar vom 9. September 2024:
Zur Klarstellung sei vorab erwähnt, dass – anders als die Frage unterstellt – die Bundesregierung beabsichtigt, mit einer Impfstoffspende im Umfang von 100.000 – und nicht 118.000 – Impfdosen aus Beständen der Bundeswehr und unter Koordinierung des Auswärtigen Amts die internationalen Bemühungen zur Eindämmung des Ausbruchs von Mpox auf dem afrikanischen Kontinent zu unterstützen. Die Gesamtkosten der Bundesregierung für Maßnahmen zur Bekämpfung des Mpox-Ausbruches können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig beziffert werden. Die Herausgabe der Anschaffungskosten ist zudem nicht möglich, da hierdurch Rückschlüsse auf den Preis je Impfstoffdosis gezogen werden. Der Preis je Impfstoffdosis der beschafften Jynneos® -Impfstoffe unterliegt der vertraglichen Vertraulichkeit. Die Bundesregierung fördert mit Mitteln der humanitären Hilfe Maßnahmen zur globalen Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen und Gesundheitsnotlagen, unter anderem im derzeitigen Mpox-Ausbruch. Von den der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seitens der Bundesregierung zur Verfügung gestellten humanitären Mitteln hat die WHO bislang rund 3 Mio. Euro für die Eindämmung des Mpox-Ausbruchs auf dem afrikanischen Kontinent verwendet. Des Weiteren stellt die Bundesregierung freiwillige Mittel an die WHO zur Reaktion auf den derzeitigen Ausbruch von Mpox und dessen Eindämmung i. H. v. 1,5 Mio. EUR bereit (WHO appeal – Mpox public health emergency 2024). Auch über die Impfallianz Gavi können im Fall einer gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite (PHEIC) über den First Response Fund kurzfristig und schnell bis zu 500 Mio. US-Dollar für die Beschaffung von Impfstoffen, Logistik und Verimpfung in den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit 50 Mio. US-Dollar an dem Fund beteiligt. Die Kosten für einen Einsatz der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe (SEEG) im Juni 2024 im Ostkongo (Bukavu) belaufen sich auf ca. 60.000 Euro. Für weitere Einsätze der SEEG zur Mpox-Bekämpfung im Jahr 2024 werden die Kosten der Bundesregierung auf ca. 100.000 Euro geschätzt. Die Demokratische Republik Kongo erhält ein mobiles Labor, welches von Deutschland für die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAG) bereitgestellt wurde. Die Transportkosten von Arusha, Tansania in die Demokratische Republik Kongo betragen ca. 3.800 Euro. Die Partnerstaaten der EAG werden seit 2015 von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit dabei unterstützt, schneller auf Ausbrüche von Infektionskrankheiten mit epidemischem und pandemischem Potenzial zu reagieren und die Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen. Aus dem laufenden KfW-Vorhaben „Mobile Labore“ fließen rund 880.000 Euro in Maßnahmen, die zur Eindämmung von Mpox beitragen. Die Antwort beschränkt sich auf die innerhalb der Frist ermittelbaren Informationen.
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